Ingo Wolf ist seit Anfang 2017 bei der Caritas Fürstenwalde für die Durchführung des Projekts "Heure-ka", eine Hilfe für Eltern und zur regionalen Einbindung mit Kindern in Aktion, verantwortlich. Es wird durch das Kreisjugendamt und die Stadt Storkow finanziell unterstützt.
Über die Kinder zu den Eltern
Seine Arbeitsplätze sind Schule, Hort und Sozialraum Storkow. "Ich suche Kontakte über die Kinder zu den Eltern, um ihnen Unterstützung geben zu können in Alltagsthemen und Erziehungsarbeit", umschreibt Ingo Wolf seine Aufgabe, die in Sozialarbeit für die Altersgruppe Grundschulkinder und deren Eltern besteht.
Vorher war er zwanzig Jahre lang selbstständiger Erlebnispädagoge in Berlin und Brandenburg, hat Klassenfahrten organisiert und begleitete Teamtrainings für Kinder als auch Erwachsene. "Dieser Erfahrungsschatz hilft mir heute hier in Storkow", ist er zufrieden. "Es geht um Beratung, Vernetzung, Freizeitaktivitäten und soziales Lernen im Schulischen." In Storkow gibt es etwas 500 Kinder des betreffenden Alters. Davon sind zirka 380 Schüler der Europaschule. Der Pädagoge hat also hier genug zu tun.
Malu, ein Mix aus Australian Shepherd und Golden Retriever, geht mit Ingo Wolf zwei bis drei Tage pro Woche zur Arbeit, ist auch auf dem Schulhof "präsent zur freien Begegnung mit Kindern", so der Halter. "Die sehr friedliche, interessierte, aber auch agile Hündin läuft frei unter den Kindern herum und lässt sich anfassen, will aber nicht, dass sie bedrängt wird", schränkt Wolf ein.
An diesem Wesenszug kann er zum Beispiel anknüpfen, um mit den Kindern über Gefühle zu sprechen, über Nähe und Distanz, Begegnung auf gleicher Augenhöhe, gegenseitige Rücksichtnahme und das aufeinander Einstellen. "Wenn wir über den Hund reden, reden wir eigentlich über uns selbst", erklärt der Pädagoge seine Methodik. Den Kindern kann über das Führen des Hundes ein wichtiges Erziehungsthema nahegebracht werden, das der Dominanz: "Wie weit lasse ich mich auf Malu ein, wie weit zeige ich dem Hund, was ich selbst will?"
Individuelle Treffen
Nun, in Zeiten der Corona-Pandemie und noch immer teilweise geschlossenen Schulen, ist Ingo Wolf mit Malu in der Stadt unterwegs und verteilt kosten-los Mundschutz-Masken, die in freiwilliger, unbezahlter Arbeit von Storkowern angefertigt wurden.
Er und Malu treffen sich auch gern zu einer individuellen Spielstunde mit Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren und deren Eltern, wenn eine Abwechslung im gegenwärtigen Leben mit Kontaktbeschränkung nötig ist.
Terminabsprache am besten per Telefon 0176 43464673