Bowling in Rietz-Neuendorf
: Sportliche Gemeinde tritt zum Bowlingturnier an

Die Gemeinde Rietz-Neuendorf lädt jetzt wieder zum Gemeinde-Bowlingturnier. Mitte März wird in einem Center in Fürstenwalde die Kugel geworfen. Die Sportler in Rietz-Neuendorf schätzen die Bewegung in geselliger Runde.
Von
Ralf Loock
Beeskow
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Die Erfinder des Bowlingsturniers: Olaf Klempert, der damalige Bürgermeister der Geminde Rietz-Neuendorf (re), und der Sportler Jörg M. Heinrich.

Jörg M. Heinrich

Das diesjährige Bowlingturnier der Gemeinde Rietz-Neuendorf startet am 23. März im Bowlingcenter Strikers in Fürstenwalde/Spree. Die Aktion ist damit ein großes Alleinstellungsmerkmal für die Gemeinde – welche andere Kommune im östlichen Brandenburg lädt zu einem eigenen Bowlingturnier ein?

Einer der von Anfang an dabei ist, ist Jörg M. Heinrich aus Neubrück an der Spree. Der Mann, der sich viele Jahre im Vorstand des Sportvereins Neubrück engagierte, erinnert sich noch gut an die Anfänge; es gab Anfang der 2000er-Jahre verschiedene Überlegungen zu einem sportlichen Event auf Ebene der Gemeinde, realisiert wurde dann ein gemeinsamer Kegelabend. Dieser sei ganz gut angekommen, war aber nicht der richtige Durchbruch. So entstand die Idee eines Gemeinde-Bowlingturniers.

Gemeinde Rietz-Neuendorf organisierte 2005 das erste Turnier

Das erste Turnier fand 2005 mit sieben Mannschaften statt. Nach dem Spektakel überraschte Olaf Klempert, der damalige Bürgermeister von Rietz-Neuendorf, die Akteure mit der Einschätzung: „Nächstes Jahr gerne wieder.“ Und das Interesse war geweckt, immer mehr Sportler und immer mehr Mannschaften meldeten sich. Schon nach wenigen Jahren hätte man mit 14 bis 15 Mannschaften antreten können, doch das damalige Bowlingcenter bot nur zwölf Bahnen an, folglich konnten nur zwölf Mannschaften antreten. Das neue Center in Fürstenwalde hat 16 Bahnen, dort können also etliche Sportler aktiv sein.

Sportler in Rietz-Neuendorf kamen nach der Corona-Pause zurück in die Halle

Eine große Zäsur war die Corona-Zeit, da musste alles pausieren. Doch nun hat man sich nach Corona wieder gefangen und die Tradition des Gemeinde-Bowlingturniers wird fortgesetzt. Im vergangenen Jahr waren sogar 14 Mannschaften am Start.

Sportliche Bewegung fasziniert die Teilnehmer

Doch was begeistert denn Jörg M. Heinrich am Bowling – warum dieser Sport und nicht Fußball oder Volleyball? Zunächst einmal sei ihm wichtig, dass man körperlich in Bewegung sei, dass man auch mal ins Schwitzen komme, erläutert der 64-jährige Mann aus Neubrück. Und dazu komme natürlich die gute Stimmung, man lacht und scherzt dabei, namentlich jene Sportler, die gerade Pause haben, können sich unterhalten, berichtet Jörg M. Heinrich.

Bowling ist eine in der Mitte des 19. Jahrhunderts in den entstandene Variante des Kegelns, bei dem ein auf eine Formation von zehn Kegeln, auch Pins genannt, geworfen wird. Bowling ist ein Hallensport. Während eines Spiels wirft der Spieler in zehn Runden seine Kugel auf die Kegel und versucht, sie alle zu treffen. Wenn er es nicht im ersten Wurf einer Runde schafft, hat er noch einen zweiten Wurf zur Verfügung.

Die Mannschaft aus Neubrück tritt 2024 als Titelverteidiger an

Und wichtig sei ihm natürlich auch, dass man diesen Sport auch noch als Rentner ausüben könne. „So ist man spielerisch in froher Runde aktiv, das ist doch sehr schön“, sagt er. Bisher gab es 17 Turniere, Rekord-Sieger und Titelverteidiger im März 2024 ist Neubrück/Spree. Sauen (2009, 2012, 2015 und 2022) und Pfaffendorf (2016 und 2018) sind die weiteren Gewinner des Turniers. Der erste Sportler, der die Marke von 200 Punkten knackte, war Andre Ellwitz aus Groß Rietz im Jahr 2005 mit 203 Pins.

Bürgermeister verfolgt mit Stolz den Einsatz der Sportler

Mit einem gewissen Stolz verfolgt Oliver Radzio, Bürgermeister von Rietz-Neuendorf, den Einsatz seiner sportbegeisterten Einwohner. Er habe diese „sehr schöne Tradition“ von seinem Vorgänger übernommen. Insgesamt werden auch 2024 wieder bis zu 14 Mannschaften mit jeweils 4 Spielern aus der Gemeinde an dem Turnier teilnehmen, also insgesamt bis zu 56 Sportler. Selbstverständlich werden auch die besten Mannschaften und Spieler von der Gemeinde ausgezeichnet, so Oliver Radzio.