Brand in Buckow: Strohballen vernichtet – Polizei sucht Zeugen

Die Strohmiete in Buckow nach dem Brand. Zu einem nicht unerheblichen finanziellen Verlust kommen die aufwendigen Löscharbeiten sowie die Ermittlungen der Polizei.
Marcel GädingFeuerwehren aus Buckow, Lindenberg, Groß Rietz, Falkenberg, Beeskow, Birkholz und Neubrück waren vergangenen Sonnabend mit 40 Einsatzkräften damit beschäftigt, eine Strohmiete in Buckow zu löschen. Glutnester unter der Asche sorgten an dem Tag für eine längere Nachwache, sondern auch für zwei weitere Einsätze aufgrund von Nachalarmierungen am Folgetag und Dienstag voriger Woche. „Nichts Spektakuläres“, meint Stefan Korn, der zugleich auch stellvertretender Gemeindewehrführer von Rietz-Neuendorf ist.
Man könne nie zu 100 Prozent jedes kleine Glutnest finden, erklärt der erfahrene Feuerwehrmann aus Groß Rietz. Dieses könne versteckt sein in irgendeiner Ecke und drei Tage später würde es durch den Wind nochmal angefacht. Das sei auch bei Waldbränden so, wenn alte Wurzelstubben unterirdisch weiter glühen. „Wenn der Bauer ein Güllefass oder so etwas mit Wasser danebenstehen hätte, wären wir als Feuerwehr da gar nicht mehr tätig geworden.“
Buckow: Brandursache noch unklar
Zur möglichen Ursache befragt, erwidert Stefan Korn von der Feuerwehr Groß-Rietz zunächst allgemein: „Es kann alles sein. Selbstentzündung oder ein Fahrradfahrer, der vorbeigefahren ist und die Kippe verloren hat. Vielleicht war es auch mutwillig. Das ist Sache der Polizei.“ Konkreter erklärt er, dass gerade auch die Selbstentzündung tatsächlich infrage kommen könnte.
Wenn das Stroh oder auch das Heu nach einem Regen zu feucht gepresst und dann aufgehäuft, gestapelt wird, bilde sich im Inneren Hitze und Wärme. Später würde es mitunter anfangen, zu glimmen. „Und wenn irgendwann mal ein bisschen Luft dazukommt, dann kommen Flammen“, erläutert Stefan Korn. Es könne auch sein, dass es sich von innen nach außen durchglüht. Sei eine Stelle dann irgendwann mal offen und es kommt nur ein bisschen Sauerstoff dazu, brenne es.
Mögliche Ursache Selbstentzündung?
Ungewöhnlich seien solche Selbstentzündungen nicht. „So etwas hatten wir vor 15 Jahren in Groß Rietz“, erinnert sich Stefan Korn. „Da mussten wir einen Misthaufen löschen.“ Mitten im Winter sei das passiert. Der Misthaufen, vermengt mit viel Stroh, sei mit Schnee bedeckt gewesen. Und der hatte dann angefangen, von innen zu glühen. Komposthaufen hätten denselben Effekt. „Feuchtigkeit und Druck, und dann kann es irgendwann mal passieren. Muss nicht, kann“, erklärt Feuerwehrmann Korn.
Ermittlungen: Kriminalpolizei sucht nach Zeugen
Die Kriminalpolizei befinde sich aktuell noch immer intensiv in der Ermittlungstätigkeit, teilt auf Anfrage Pressesprecher Marcel Patzwahl von der Polizeidirektion Ost mit. Derzeit gingen die Ermittler Hinweisen nach, einen bahnbrechenden Erfolg hätten sie dabei jedoch noch nicht erzielen können.
Dankbar sei die Kriminalpolizei allerdings über jede verwertbare Information. Sollte sich also Zeugen finden, die etwas zum Vorfall sagen können, dürfen diese sich gerne über die 03361-5680 telefonisch oder über die Internetwache via polizei.brandenburg.de/ melden.



