Cartoon aus Beeskow: So will Bernhard Ast im Ältesten Haus Besucher überraschen

Wei schnell Gebrauchsgrafiker und „Cartoonmaster“ Bernhard Ast aus Beeskow ist, können Besucher am 3. Advent im Ältesten Haus selbst feststellen.
Jens Olbrich, Kindlena/adobe.stock.com, fromage/adobe.stock.com- Am 3. Advent (14. Dezember) stellt Bernhard Ast sein neues Buch „Barnies Tiercartoons“ vor.
- Die Präsentation findet ab 15 Uhr im Ältesten Haus in Beeskow, Kirchgasse 2, statt.
- Besucher können vor Ort personalisierte Schnellcartoons anfertigen lassen.
- Asts humorvolle Werke, darunter Cartoon-Kalender und Büchlein, sind auch in der Stadtinfo erhältlich.
- Die Veranstaltung bietet Glühwein, Unterhaltung und die Möglichkeit, den Künstler zu treffen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es weihnachtet sehr, ein Geschenk muss her. Doch was schenken? Die Auswahl ist groß, und irgendwie hat der zu Beschenkende mitunter schon alles. Ein Kalender etwa ist dann, neben Socken, eine der „besseren Ideen“, um kurz vor Heiligabend die Geschenkeliste mit dem letzten Häkchen zu ergänzen. Ein lokaler Bezug ist irgendwie auch persönlich, zeugt zumindest von kreativem Denken. Möglich ist da etwa ein Besuch der Stadtinfo von Beeskow, wo unter anderem der Kalender von „Cartoonmaster“ Bernhard Ast im Regal zum Verkauf steht.
Wer den Cartoon-Kalender der Beeskower Gebrauchsgrafikers und Cartoonisten für 5 Euro als Geschenk zu wenig erscheint, kann ergänzend das humorvoll bebilderte Büchlein „Die nackte Wahrheit über Beeskow“ sowie ein Büchlein mit Heimatsagen von Bernhard Ast für ebenfalls 5 Euro dazulegen.
„Die Cartoons sind wirklich ein Hobby von mir“, meint der Beeskower Künstler. Eigentlich schon längere Zeit Rentner, lässt ihn das Hobby noch lange nicht los. Im Ruhestand wie Ast zu sagen, „ich habe leider viel zu wenig Zeit“ zeugt davon, dass er noch viel vorhat.
Cartoons vorlesen ist doof – das erwartet Besucher in Beeskow
Eines seiner Vorhaben ist am 3. Advent (14. Dezember) die Vorstellung seines Büchleins „Barnies Tiercartoons“. Interessenten können Bernhard Ast bei seiner Präsentation mit zeitgleichem Verkauf seines neuen Cartoon-Buchs in Beeskows Ältesten Haus erleben. Eigentlich habe er das nicht so machen wollen, weil eine Lesung im herkömmlichen Sinn mit Cartoons nicht wirklich sinnvoll ist. „Ich kann ja schlecht die Sprechblasen vorlesen, das wäre ein bisschen doof“, meint Bernhard Ast belustigt.
Die Location des Ältesten Hauses als Veranstaltungsort ist nicht neu für Bernhard Ast. „Wir haben schon einmal eine Ausstellung da gemacht“, erinnert sich der Künstler sowie auch daran, dass es Spaß gemacht hat und dass sehr viele Leute nur deswegen dahin kamen. Und genauso soll es auch wieder werden, deshalb nahm des Beeskower Künstler die gebotene Gelegenheit von Torsten Voigt gerne an, das Älteste Haus wiederholt als Bühne für seine Werke zu nutzen.
Eine Zeichnung des „schnellen Stiftes“ aus Beeskow inklusive
Geplant ist also nicht, wie in einer herkömmlichen Lesung auf einen Stuhl sitzend zuzuhören, sondern einfach ab 15 Uhr ins Älteste Haus „vorbeizukommen“, sich eventuell von Katrin Mikulas mit einem Glühwein bewirten zu lassen und „Cartoonmaster“ Ast sowie sein Büchlein „Barnies Tiercartoons“ kennenzulernen. „Laufkundschaft, da hat man so ein bisschen Bewegung drin“, freut sich der Beeskower Künstler. Ob es funktioniert, weiß er noch nicht. „Das haben wir noch nie gemacht in der Form – ob die Leute das annehmen, werden wir sehen.“
Was die Besucher auf jeden Fall an- und mitnehmen können, ist die ein „Schnellcartoon“, das Bernhard Ast für jeden Gast persönlich anfertigen will. Mit kleinen Spontan- oder Schnellzeichnungen für Erwachsene und Kinder habe er schon Erfahrung. „Ich habe früher viele solche Sachen gemacht, für Betriebsvergnügen und so“, erzählt Ast. Es habe echt Spaß gemacht, etwa die Leute zu charakterisieren.
Termin für Buch-Präsentation und Verkauf von „Barnies Tiercartoons“
Bernhard Ast erwartet interessierte Besucher am 3. Advent (14. Dezember) ab 15 Uhr im Ältesten Haus in Beeskow, Kirchgasse 2.
Seine erste Zeichnung habe er so mit zwölf oder dreizehn an eine Zeitung verkauft, das war Mitte der 1960er-Jahre. „Ich glaube, das war damals die Märkische Volksstimme“, ist er sich beinahe sicher. „Da war ich dann stolz, weil ich zehn Mark bekommen habe“, erinnert sich Ast. Viele Arbeiten des Künstlers und Gebrauchsgrafikers folgten. Sein Roter Adler etwa hebt immer noch ab und sein Dicker Turm „läuft“ bei jedem Altstadtlauf in Beeskow mit.
Tiermotive – weil den Leuten Tierwitze am meisten Spaß machen
Ein weiteres seiner Motive wurde sogar richtig berühmt. „Zwei Gänse sind ausgebüxt von zu Hause und im Schnee unterwegs“, beschreibt er das Bild, welches in „allen möglichen Printmedien deutschlandweit“ kursierte. „Da sagt die eine Gans, wenn ich ein Zuhause hätte, wäre es so schön warm. Und die zweite hat so eine Denkblase mit einem Gänsebraten.“ Mit Tieren habe er viel in seinen Zeichnungen gearbeitet, weil es auch am meisten Spaß gemacht habe.
Im „Laufe der letzten 40 Jahre sind so auch ganz schön viele Zeichnungen entstanden“, meint er. Ein Teil gehe in die Kalender, dann habe er aber auch beschlossen, „aus den ganzen Tierdingern ein Büchlein“ zu machen – die Idee zu „Barnies Tiercartoons“ sei geboren gewesen. Von der Idee über das Layout bis hin zur Druckvorlage mache er alles selbst – gelernt ist eben gelernt. Geplant sei noch ein zweites Büchlein, „mit ohne Tiere“, wie er belustigt ankündigt. „Barnies Tiercartoons“ werde es nach der Buchvorstellung auch in Beeskows Buchhandlung Zweigart geben – wenn nach der Lesung am 3. Advent im Ältesten Haus noch welche übrig seien. Wenn nicht, müsse er eben in der Druckerei nachbestellen.


