Im Landkreis Oder-Spree sind nach Angaben der Kreisverwaltung derzeit 1004 Menschen nachweislich mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert. Heilig Abend wurden 67 neue Fälle gemeldet, die in den 24 Stunden zuvor vom Gesundheitsamt erfasst wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner, liegt laut der Daten des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) bei 371,9.
Seit Beginn des Pandemiegeschehens haben sich damit im Landkreis 3362 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Bisher gelten 2277 Infizierte als geheilt. Wie das Gesundheitsamt meldet, sind drei weitere Personen im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen gestorben. Damit sind im Kontext mit dem Coronavirus jetzt 81 Todesfälle in Oder-Spree zu beklagen.
Zur Reduzierung von Infektionsrisiken hat das Gesundheitsamt für 2557 Personen Quarantäne angeordnet. Landrat Rolf Lindemann hat unterdessen in einem offenen Brief gemeinsam mit den hauptamtlichen Bürgermeistern und Amtsdirektoren dazu aufgerufen, auch über die Feiertage die Sozialkontakte einzuschränken und nicht alle rechtlich zulässigen Möglichkeiten auszunutzen. Da das Virus nur von Mensch zu Mensch übertragen werde, sei die Kontaktbeschränkung die wichtigste Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie. Der Landrat macht darauf aufmerksam, dass die Gesundheitseinrichtungen in der Region an der Belastungsgrenze angelangt sind.
In seiner Weihnachtsansprache wünscht er allen Menschen besinnliche Feststunden und Gesundheit. Lindemann verwahrt sich gegen Vergleich der Festtage mit dem Weihnachten von 1945. Niemand müsse in einem Maße Not leiden, dass er kein Dach über dem Kopf habe, frieren oder hungern müsse. Alle verfügten Einschränkungen dienten allein dem Gesundheitsschutz.
Um Menschenansammlungen zu vermeiden und um Unfälle zu verhindern, die das Gesundheitssystem zusätzlich belasten könnten, hat der Kreis über den Jahreswechsel zudem ein Feuerwerksverbot auf öffentlichen Plätzen und Straßen verfügt.
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