Deftiges: Quarkkeulchen zu Wurstsuppe - und Vegetarisches zum Schlachtefest

Andy Kretschmann und Cornelia Schulze-Ludwig sorgten für Stimmung – hier mit dem Lied von Roland Kaiser und Maite Kelly, "Warum hast du nicht nein gesagt".
Elke LangDer November ist für den Alt Stahnsdorfer Festverein „Dampfhammer“ die Zeit für Deftiges vom Schwein. Am Sonnabend fand zum 12. Mal das Schlachtefest in der Darre statt. Aber nicht das Essen war das Wichtigste dabei, sondern die urige Geselligkeit auf dem Lande.
„Wir haben das Fest inszeniert, weil es gut in das Ambiente der Darre passt“, denkt die Vorsitzende des Alt Stahnsdorfer Festvereins an das erste Mal 2008 zurück. „Mit Torsten Pirke haben wir einen Fleischer vor Ort und möchten gern regionalen Produkten eine Bühne geben und regionales Handwerk stärken.“ Wieder wurden Schweine aus Privathaltung der umliegenden Orte, und die Gerichte, Grützwurst, Schweinebauch und Schnitzel sowie Wurst, Wurstsuppe, Speck, Schmalz, Hackepeter und Fleisch verkauft. „Es war genügend da, jeder hat etwas abgekriegt“, ist die Vereinsvorsitzende zufrieden.
Zusammen mit Torsten Pirke waren acht Vereinsmitglieder, vier Helfer aus dem Dorf und fünf Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr bei der einwöchigen Vorbereitung und schließlich der Durchführung des Festes dabei. Nicht vergessen werden darf Partymacher Andy Kretschmann aus Storkow. Schon das elfte Mal sorgt er beim Schlachtefest in Alt Stahnsdorf für die richtige Feierstimmung.
Wieder gehörte auch der Kuchen der Frauen aus dem Verein und dem Dorf dazu, teilweise wieder im Steinbackofen von Monika Koslowski abgebacken. Anne Hadeball und Jana Brunzel am Kuchenstand hatten sich etwas Neues ausgedacht: Kartoffelpuffer und Quarkkäulchen direkt am Stand. „Wir wollten mal etwas für die Vegetarier ausprobierten, ein volkstümliches, bodenständiges Gericht nach regionalen Rezepten, was gut zu einem Schlachtefest passt“, dachten sie sich.
Schunkeln mit Augenmaß
Tradition haben beim Schlachtefest die Wettspiele, bei denen es als Preise Wurstpakete gibt. Laura Beyer, Christian Keller und Eileen Voß hatten sich ein Schätz- und ein Knobelspiel ausgedacht. Einmal sollten nach Augenmaß genau 444 Gramm Wasser auf die Waage gebracht werden. Den Preis bekam derjenige, der am nächsten an dem Gewicht dran war. Zum anderen ging es in einem Zählspiel um Schweineköpfe aus Plaste, die im Saal an nicht so gut sichtbaren Stellen verteilt waren. Die Frage lautete: Wieviel sind es?
Die 199 Plätze in der Darre waren gut besetzt. „Die Leute kommen zum Essen und Trinken und wollen sich treffen, ein bisschen schunkeln und Musik hören“, beobachtete Cornelia Schulze-Ludwig.