Am Bahnhof Beeskow hat am 8. Oktober eine blankgeputzte Reichsbahn-Dampflok (Baureihe 01) die neuen Gleis-, Weichen- und Signalanlagen getestet. Dafür hat die Deutsche Bahn, die Bauherr der Arbeiten ist, extra Lok und Personenwagen von der Preßnitztalbahn ausgeliehen.

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Ursprünglich sollte es ein feierlicher Eröffnungstag werden. Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen aber mussten die Publikumsfahrten und ein öffentliches Fest abgesagt werden. Schaulustige konnten das Geschehen nur vom Streckenrand beobachten.
Auf dem kompletten Bahnhofsgelände sind neue und sparsamere LED-Beleuchtungsanlagen installiert. Mehr als zwölf Kilometer Kabel wurden neu verlegt. Auch die Signale sind neu, ebenfalls mit LED-Leuchten ausgestattet und teilweise mit Bildschirmen, die unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten anzeigen können.
Beim Fahrdienstleiter im Stellwerk-Ersatzcontainer findet nun ein Generationswechsel statt: vom mechanischen zum komplett elektronischen Stellsystem, das bereits auf der übrigen Strecke zwischen Frankfurt (Oder) und Grunow in Betrieb ist. Bis März 2021 soll auch das Stellwerk-Gebäude fertig saniert sein.
Insgesamt etwa acht Millionen Euro kostete die Sanierung der Beeskower Bahnhofsanlagen. Neben der Bahn selbst waren auch Land und Bund an der Mischfinanzierung beteiligt.