Entsorgung
: Weihnachtsbäume fürs Traditionsfeuer

Vielerorts werden bereits fleißig Weihnachtsbäume eingesammelt. Neben Kompostieranlagen finden die Tannen auch in Traditionsfeuern ein loderndes Ende.
Von
Bettina Winkler,
Michael Heider
Beeskow
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Einiges an Feuerholz: Der Beeskower Stadtbrandmeister Alexander Voigt zeigt wieviel Bäume bereits für die Weihnachtsbaumverbrennung am kommenden Sonnabend bereit liegen.

Jörn Tornow

Jedes Jahr stellt sich die gleiche Frage – wohin mit dem ausgedienten Weihnachtsbaum? Viele Tannenbäume werden bereits kurz nach dem Jahreswechsel aus den Wohnzimmern entfernt, andere lassen ihren geschmückten Baum bis Heilige Drei Könige (6. Januar) oder gar bis Maria Lichtmess (2. Februar) stehen.

Es gibt einige Möglichkeiten, den Festtagsbaum zu entsorgen. Nadelgehölze können zum Beispiel gut kompostiert werden. Wer einen eigenen Garten hat, kann den Baum in kleine Holzschnitzel schreddern und auf dem Kompost verrotten lassen.

Vorgang dauert Monate

„Bis daraus Humus wird, vergehen Monate“, sagt René Schardin, Fuhrhofleiter im Kommunalen Wirtschaftsunternehmen  Entsorgung (KWU), das seit 2017 im Landkreis Oder-Spree kostenlos ausgediente Tannenbäume einsammelt und zu professionellen Kompostieranlagen bringt. Für den Bereich Fürstenwalde gibt es dafür ab 13. Januar sechs Extratouren mit dem Müllpressplattenfahrzeug, das eigentlich für die Sperrmüllentsorgung genutzt wird. „Müllwerker müssen jeden Baum einzeln ins Fahrzeug hieven. Das ist eine pieksende Angelegenheit“, erzählt Schardin. Die Tannen sollten nicht länger als zwei Meter sein. Größere Exemplare müssen zersägt werden.

Das gilt nicht zuletzt für die meist stattlichen Tannenbäume, welche die Marktplätze zahlreicher Städte zieren. Auch die im Herzen Beeskows platzierte Tanne hatte gestern schließlich ihren Dienst getan. Gleich am Morgen rückte ein Mitarbeiter des Vereins Bumerang mitsamt Kettensäge am Markt an und zerteilte den Baumstamm in kleine Stücke. Entgegen genommen wurden die Überreste der Tanne von der Beeskower Feuerwehr, die sie den Flammen ihres Traditionsfeuers diesen Sonnabend zuführen wird.

Bäume werden verbrannt

Solch traditionelle Weihnachtsbaumverbrennungen finden vielerorts statt und stellen eine weitere Möglichkeit dar, das eigene Festtagsexemplar loszuwerden. Meist gehört zu den von Umweltbewussten oft kritisierten Spektakeln auch eine Verpflegung der Anwesenden. Wer in Beeskow am Sonnabend einen Baum mitbringt, erhält etwa einen kostenlosen Glühwein. Darüber hinaus stellen die Feuerwehrleute Bratwürste und alkoholfreie Getränke bereit. Los geht es um 16 Uhr neben der Feuerwache im Luch. Einige Bäume liegen bereits an der Wache. Es können weitere Bäume über den Zaun geworfen werden.

Wer sich in Diensdorf-Radlow von seinem Weihnachtsbaum trennen möchte, dem bietet sich ebenfalls kommenden Sonnabend Gelegenheit dazu. Am Badestrand von Diensdorf sorgt die örtliche Feuerwehr ab 17 Uhr für eine fachgerechte Entsorgung der Bäume. Für jeden mitgebrachten Baum gibt es ein Glas Glühwein gratis. Zudem wartet die Feuerwehr noch mit Essen vom Grill sowie weiteren Getränken auf.

In Rietz-Neuendorf zeigen sich die Feuerwehren am 18.1. ebenfalls für verschiedene Weihnachtsbaumverbrennungen verantwortlich. In Alt Golm ist ab 17 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus Gelegenheit gegeben, mitgebrachte Exemplare verbrennen zu lassen. Auch dort dürfen sich die Teilnehmenden auf Glühwein und Bratwürste freuen. Gleiches gilt für den Ortsteil Groß Rietz. Neben dem dortigen Gerätehaus wird die Ortswehr ab 18 Uhr in Empfang genommene Tannen ins Feuer werfen. Ein wenig früher lodern Flammen und Glut dagegen in Pfaffendorf. Veranstaltet vom örtlichen Heimatverein können Anwohner ab 15 Uhr am Lamitscher Dorfteich dem lodernden Abschied ihrer Festtagstannen beiwohnen.

Termine auf einen Blick

Beeskow: Sonnabend zwischen 16 und 20 Uhr an der Feuerwache im Luch 3. Für jeden mitgebrachten Baum gibt es einen kostenlosen Glühwein. Es können weitere Bäume über den Zaun neben der Feuerwehr geworfen werden

Diensdorf-Radlow: Sonnabend ab 17 Uhr am Badestrand von Diensdorf. Gratis Glühwein für jeden mitgebrachten Baum, dazu Speisen vom Grill und andere Getränke.

Wendisch-Rietz: Sonnabend ab 16 Uhr auf der Festwiese.

Pfaffendorf: Dort lädt der Kultur- und Heimatverein am 11. Januar um 15 Uhr an den Lamitzscher Dorfteich.

Alt Golm: Am 18. Januar wird dort zwischen 17 und 21 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus das Feuer entfacht. Glühwein und Bratwürste stehen bereit.

Groß Rietz: Ebenfalls am 18. Januar lädt dort die Ortswehr ab 18 Uhr ein. Treffpunkt ist das Gerätehaus neben der Feuerwehr.

Lindenberg: 18. Januar, 17 Uhr, am Feuerwehrgerätehaus. Die Bäume werden ab 14 Uhr in Lindenberg eingesammelt.

Friedland: In folgenden Ortsteilen findet die Weihnachtsbaumverbrennung am Sonnabend statt: Chossewitz (Gemeindezentrum), Möllen (Dorfanger), Oelsen (Dorfplatz) und Leißnitz (Dorfanger).

Zudem findet ein Traditionsfeuer am 17. Januar in Kummerow (Wasserwanderrastplatz) statt sowie am 18. Januar in Groß Muckrow (Dorfplatz an der Feuerwehr) und in Günthersdorf (Dorfaue). Am 31. Januar zudem in Reudnitz.