Fall Rebecca: Auch Tag zwei bei Rieplos bleibt erfolglos
Auch am Mittwoch haben Polizei und Technisches Hilfswerk bei Rieplos die Suche nach der verschwundenen Rebecca aus Berlin fortgesetzt. Bis zum späten Nachmittag konnte aber kein konkretes Ergebnis vermeldet werden. Wie es heute weitergeht, war zunächst noch offen.
Gegen 10 Uhr geht es los. Wie bereits am Dienstag fahren Einsatzkräfte der Berliner Polizei und des Technischen Hilfswerks (THW) an einem Waldstück nördlich von Rieplos vor. Von der Landesstraße in Richtung Autobahn aus zu beobachten sind sie bei ihrer Arbeit diesmal aber nicht. Im Vergleich zu Dienstag haben sie den Einsatzort ein Stück weiter nach Osten verschoben, hinter eine Kante des Kiefernwaldes. Vor Ort sind sechs Mitglieder der zuständigen Mordkommission, die mit zivilen Autos gekommen sind, und 14 Einsatzkräfte des THW mit ihren blauen Fahrzeugen. Diese Zahlen bestätigt die Pressestelle der Polizei in Berlin auf Nachfrage. Konkrete Ergebnisse der Suche sind zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht zu vermelden.
Am Waldrand treffen nach und nach wieder zahlreiche Medienvertreter ein, die das Geschehen aber nur aus der Ferne beobachten können. Das Einsatzgebiet ist auf dem angrenzenden Feld mit rot–weißem Flatterband weiträumig abgesperrt. Von dort ist zu erkennen, dass für den Einsatz wie schon am Dienstag auch ein blauer Pavillon aufgebaut worden ist. Ringsherum bewegen sich die Einsatzkräfte bei stürmischem Wind in ihren Uniformen. Um 13 Uhr rückt eine Polizistin mit einem Suchhund an, das Tier läuft daraufhin immer wieder unter den Bäumen hin und her. Gegen 13.30 Uhr rückt ein Mannschaftswagen des THW vorerst ab. Auskünfte zum Einsatz gibt es an Ort und Stelle nicht.
Die Unterstützung durch das THW begründet die Polizei mit dessen Erfahrung bei der Absuche, zudem wolle man „andere Ansätze“ versuchen, so ein Sprecher. Wie das THW mitteilt, kommen auch dessen Einsatzkräfte kommen aus Berlin. Zur Frage nach der Art der Spezialtechnik des THW, die bei der Suche nach Rebecca zum Einsatz kommt, wollen sich weder Polizei noch THW äußern.
Es ist insgesamt bereits der fünfte Tag, an dem rund um Storkow nach der verschwundenen Jugendlichen gesucht wird. Losgegangen ist diese Arbeit vergangene Woche zwischen Kummersdorf und Wolzig, nun hat die Polizei ihre Einsätze in die Nähe von Rieplos verlagert. Ob es dort auch am Donnerstag weitergeht, werde anhand der Ergebnisse von Mittwoch erst noch entschieden, so die Polizei.
In Storkow herrscht am Mittwoch unterdessen das selbe kleinstädtische Leben wie immer. Auffallend sind nur die Aushänge in Supermärkten, mit denen die Polizei um weitere Zeugenhinweise im Fall Rebecca bittet.

