„Wir möchten mit Ihrer Hilfe helfen“, ist der Spendenaufruf überschrieben, mit dem die Physiotherapeutische Praxis Sigrid Ebert auf eine Aktion aufmerksam macht, die am Samstag, 18. September, von 10 bis 13 Uhr in den eigenen Räumen und vor der Tür stattfinden wird. „Wir führen einen Tag der Solidarität durch. Wir wollen den Menschen helfen, die von der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen betroffen sind“, sagt Sigrid Ebert.
„Wir haben die schrecklichen Bilder im Fernsehen gesehen und gespürt, wie gut es uns geht“, ergänzt sie und erinnert sich daran, dass auch die Spendenaktion für die Opfer des Elbehochwassers damals gut angenommen worden war. „Es ist das Bedürfnis aller Mitarbeiter, etwas zu tun“, sagt Sigrid Ebert. So habe sie Kontakt aufgenommen zum Deutschen Verband für Physiotherapie. „Wir wollen nicht in einen allgemeinen Topf spenden, sondern direkte, kollegiale Hilfe leisten“, betont sie. „Die Spenden werden in voller Höhe auf das Spendenkonto überwiesen.“

Nordic-Walking-Kurs für eine Spende

Die Physiotherapeuten wollen nicht nur Geld sammeln, sie wollen den Spendern auch etwas dafür geben. Und da tun sie das, was sie am besten können – behandeln und zu sportlicher Aktivität anregen. Am Sonnabend werden Massagen angeboten und ein 40-minütiger Schnupperkurs für alle, die etwas für ihre Fitness tun wollen. „Wenn mindestens zehn Teilnehmer zusammenkommen, geben wir eine Einführung ins Nordic Walking“, informiert Sigrid Ebert.
Die Mitarbeiter, die keine Therapeuten sind, wollen vor der Praxis einen Stand mit Kuchen und Kaffee sowie Grillwurst für einen kleinen Obolus anbieten. Außerdem wird ein kleiner Bücherbasar vorbereitet.
Alle Hygienevorschriften werden auch an diesem Tag von der Physiotherapie eingehalten, sichert die Chefin zu. Sie erinnert daran, dass Besucher ihren Mund-Nase-Schutz nicht vergessen sollten.

Auch die Kirchengemeinde sammelt Spenden

Den Gedanken der Solidarität mit den Menschen in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten unterstützen auch der Förderverein Lieberose und die evangelische Kirchengemeinde Lieberose und Land mit Geldspenden. „Noch bis Ende September sammeln wir über die Kirchenältesten und auch Überweisungen sind möglich“, sagt Pfarrer Wolfgang Krautmacher. Das Geld werde direkt an betroffene Familien weitergegeben, betont er. Die Lieberoser Gemeinde hat Kontakt zur evangelischen Kirchengemeinde Adenau in der südlichen Ahreifel. „Diese Kirchengemeinde ist unserer ähnlich – mit einer großen Fläche und wenigen Menschen“, sagt Pfarrer Krautmacher. Wichtig sei immer noch kurzfristige Hilfe, ehe dann andere Formen der Unterstützung greifen.
Die Physiotherapeutische Praxis Sigrid Ebert befindet sich in Lieberose in der Waldstraße 6 a. Telefonische Anmeldungen für den Tag der Solidarität am Samstag, 18. September, werden entgegengenommen unter Tel. 033671 2016.
Unter dem Kennwort „Hochwasserhilfe Kirchengemeinde Adenau“ können auch Spenden auf das Konto der Ev. Kirchengemeinde Lieberose & Land (IBAN DE 89 520 604 104 103 900 690 bei der Evangelischen Bank Kassel) überwiesen werden.