Hund in Storkow
: Hundeadoption – Odin findet Zuhause bei Rosi, Ronald und Loki

Die Geschichte rührt zu Tränen: Tierheim-Hund Odin findet in Kehrigk bei Storkow ein neues Zuhause – mit dem Kaukasen Loki beginnt für ihn ein neues Leben.
Von
Jens Olbrich
Storkow
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Angekommen in Kehrigk, einem Ortsteil von Storkow und in die Familie aufgenommen: Odin mit Rosi, Ronald und dem kleinen Kaukasen Loki.

Angekommen in Kehrigk, einem Ortsteil von Storkow, und in die Familie aufgenommen: Odin mit Rosi, Ronald und dem „kleinen“ Kaukasen Loki.

Jens Olbrich
  • Tierheimhund Odin fand in Storkow bei Rosi, Ronald und Kaukase Loki ein neues Zuhause.
  • Odin wurde 2022 mit fünf Welpen aus schlechter Haltung gerettet und lebte seither im Tierheim.
  • Loki und Odin verstanden sich sofort, als sie sich im Tierheim Märkisch Buchholz kennenlernten.
  • Zuhause gewöhnte sich Odin schnell ein, schläft im Haus, buddelt jedoch gern Löcher im Garten.
  • Trotz Rangfragen bei Loki und Odin sind beide Hunde fest in den Alltag der Familie integriert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Pyrenäenberghund Odin ist heimgekehrt. Er hat ein tolles Zuhause gefunden bei Rosi und Ronald – und bei Loki, einem Kaukasischen Owtscharka. Auch wenn das russische Wort Owtscharka eigentlich Schäferhund bedeutet, werden Kaukasen oft als Bärenhund bezeichnet. Wenn man sich Loki ansieht, ist die Bezeichnung nicht wirklich abwegig. Die enorme Größe des „Kleinen“, wie Besitzer Ronald ihn bezeichnet, weil erst 10 Monate alt, wird durch das dichte, lange Fell noch gesteigert. Allein seine Pfoten sind größer als eine durchschnittliche Männerhand.

Der „kleine“ Kaukase Loki hatte Odin im Tierheim Märkisch Buchholz kennengelernt. Nach einem traurigen Verlust suchten und fanden Rosi und Ronald in dem Pyrenäenberghund, der als Letzter eines Wurfes im Tierheim auf ein Zuhause wartete, einen neuen „Kumpel“ für Loki. Seit September 2022 hofften die Tierpfleger zusammen mit Odin auf eine solche Gelegenheit, nachdem das Veterinäramt Odin mit weiteren fünf Welpen aus dem Schuppen eines herzlosen Züchters befreite und in die Obhut des Tierheims gegeben hatte.

Bereits das Kennenlernen von Odin und Loki war toll

„Wahnsinn, es war toll, wie die beiden sich kennengelernt haben“, erinnert sich Rosi an die erste Begegnung von Loki und Odin. „Als wenn er schon auf ihn gewartet hätte“, bestätigt Ronald. Die beiden Rüden hatten sich sofort verstanden, auch als Loki das erste Mal Odin in seinem großen Freigehege im Tierheim Märkisch Buchholz besuchen durfte. Seit Wochen, seit dem Auszug seines letzten Geschwister-Hundes Freki, bewohnte Odin das Großgehege im Tierheim allein.

Mitte Juni war es dann so weit, Odin durfte ausziehen. Zusammen mit ihrem Kaukasen Loki holten Rosi und Ronald aus dem Storkower Ortsteil Kehrigk den Pyrenäenberghund ab. Die Pflegerinnen standen beinahe Spalier, waren einerseits traurig, den liebgewordenen „Riesen“ ziehen lassen zu müssen, gönnten ihm aber von Herzen sein neues Glück. Kaum ein Auge blieb trocken, alle anwesenden Tierpflegerinnen knuddelten noch einmal Odins weiches, wuscheliges Fell, verabschiedeten ihn in eine Welt, die er so nie wirklich kennenlernen durfte.

Der Tag der Abholung, Mitte Juni. So recht weiß Odin noch nicht, was ihm bevorsteht. Zunächst freut er sich jedoch über den Besuch von Rosi, Ronald und Loki in seinem Zwinger im Tierheim Märkisch Buchholz.

Der Tag der Abholung, Mitte Juni. So recht weiß Odin noch nicht, was ihm bevorsteht. Zunächst freut er sich jedoch über den Besuch von Rosi, Ronald und Loki in seinem Zwinger im Tierheim Märkisch Buchholz.

Jens Olbrich

„Während der Fahrt war er schon so ein bisschen irritiert“, erinnert sich Ronald. Als er dann auf ihrem Grundstück in Kehrigk ankam, habe er erst einmal alles abgeschnüffelt. Genügend schattige Plätze für die heißen Tage und Auslauf gibt es reichlich, der Pyrenäenberghund gewöhnte sich schnell ein. Herrchen hat inzwischen alle Hände voll zu tun, Odins fleißig gebuddelten Löcher wieder einzuebnen. Nur „das Haus war für ihn anfangs wie so eine Art Tabu“, erzählt Ronald. Odin sei das Hineingehen nicht gewohnt gewesen, tat sich schwer, die Schwelle zu überschreiten.

Geschlafen wird im Haus, nachts wird nicht gebellt

Das habe sich inzwischen geändert. In der unteren Etage dürfen sich die beiden Hundegiganten frei bewegen, schlafen auch dort im Haus. Schon der Nachbarn zuliebe, um keine Beschwerden wegen nächtlichen Bellens zu provozieren. Ins Schlafzimmer nach oben kommen beide jedoch nicht. „Ich habe einmal gesehen, dass Odin so zwei Stufen hochging und geguckt hat“, erzählt Rosi. Dabei sei es geblieben, Treppen mögen Odin und Loki nicht besonders gern.

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Interessenten an einem Tier finden bedürftige Fellnasen im Tierheim Märkisch Buchholz
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Rituale gewöhnen sich Hunde schnell an, besonders, wenn es um besondere Snacks geht. Beim Frühstück mit Herrchen zum Beispiel. „Dann sitzen sie beide vor mir, wissen, dass sie etwas abbekommen“, meint Ronald und lacht. Ein kleines Stück von der Wurst gebe es oder so. „Sie sollen ja auch nicht leben wie ein Hund und ich bin ja nicht so ein hartes Herrchen“, erklärt er. Und dann werde der Küchenfußball vollgetropft bis hin zur Rutschgefahr. Loki sabbere ohne Ende, Odin hingegen behalte „eher eine relativ trockene Schnute“.

Selektives Hören funktioniert nicht gepaart mit Futterneid

Neben dem Sabbern habe Loki auch „ein leichtes Hörproblem“, wohl eher ein selektives Hören, sucht sich aus, was er hören will und was nicht. Dann funktioniere es gut, wenn sie Odin rufe, berichtet Rosie von den Marotten der beiden. Dann komme Loki schnell hinterher, „weil er denkt, dass Odin etwas zu fressen kriegt“. Fressen sei für beide das Allergrößte. Dabei habe Loki auch schon mitbekommen, sein Gewicht einzusetzen, um Odin beiseite zu drängen. „Dann fängt er an, Odin mit dem Hintern wegzuschieben“, erzählt Ronald. Odin sei zwar nicht viel kleiner, aber eben doch schmaler und leichter.

Jetzt wird es seltsam für Odin - bis ins Auto begleiten ihn die Tierpflegerinnen in Märkisch Buchholz und knuddeln ihn immer wieder. Aber immerhin ist Loki auch im Auto, was soll also groß passieren?

Jetzt wird es seltsam für Odin – bis ins Auto begleiten ihn die Tierpflegerinnen in Märkisch Buchholz und knuddeln ihn immer wieder. Aber immerhin ist Loki auch im Auto, was soll also groß passieren?

Jens Olbrich

Trotzdem sei es so, dass Loki den älteren Odin inzwischen als Rudelchef anerkannt hat. „Der Kleine ordnet sich freiwillig unter und schmeißt sich meistens auf den Rücken, wenn es ums Spielen geht“, erzählt Rosi. Ob das so bleibe, sei ungewiss. Bedenken bestehen, wenn Loki „so mit anderthalb, zwei Jahren flügge wird“. Dann könne es schon passieren, dass er versuchen könne, Odin den Rang streitig zu machen.

Aber das Problem werde sich lösen lassen, denn die beiden „gehören zur Familie“. „Wir haben unseren Alltag auf sie abgestimmt“, meint Ronald und Rosi bestätigt, dass sie keinen Moment bereut haben, Odin aufgenommen zu haben.