Jahresrückblick für Beeskow
: Radweg zum Truppenübungsplatz, Schloss in Lieberose verkauft und eine neue Orgel – September 2021

Traditionell blicken wir zum Jahresende auf das Geschehen in Beeskow, Storkow, Friedland, Lieberose und den umliegenden Dörfern zurück. Das geschah im September.
Von
Jörn Tornow
Beeskow
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  • Josephine Handreck vom Hotel "Zum Schwan" in Beeskow gießt regelmäßig die Geranien. Auf der Treppe stehen Crysanthemen, welche natürlich auch Wasser bekommen.

    Josephine Handreck vom Hotel "Zum Schwan" in Beeskow gießt regelmäßig die Geranien. Auf der Treppe stehen Crysanthemen, welche natürlich auch Wasser bekommen.

    Jörn Tornow
  • An der Spreepromenade in Beeskow angelt Nicole Liebetrau gerne. Sie ist 3 bis 4 Mal im Monat am Wasser und angelt. Sie fischt nach Raubfischen. Am Montag hat sie einen 51 Zentimeter langen Hecht ans Ufer geholt. Diesmal angelt sie mit Tauwurm und zwei Angeln. Damit erholt sie sich vom Alltag. Sie hat schon als Kind mit den Eltern geangelt und seit 2017 betreibt sie das Hobby wieder.

    An der Spreepromenade in Beeskow angelt Nicole Liebetrau gerne. Sie ist 3 bis 4 Mal im Monat am Wasser und angelt. Sie fischt nach Raubfischen. Am Montag hat sie einen 51 Zentimeter langen Hecht ans Ufer geholt. Diesmal angelt sie mit Tauwurm und zwei Angeln. Damit erholt sie sich vom Alltag. Sie hat schon als Kind mit den Eltern geangelt und seit 2017 betreibt sie das Hobby wieder.

    Jörn Tornow
  • Gabriele Weitzel vom Wettermuseum Lindenberg mit dem Klimazaun. Jede Zaulatte steht für die mittlere Temperatur, die in Lindenberg gemessen wurde. Besonders die letzten drei Jahren sind Temperaturen hoch geworden.

    Gabriele Weitzel vom Wettermuseum Lindenberg mit dem Klimazaun. Jede Zaulatte steht für die mittlere Temperatur, die in Lindenberg gemessen wurde. Besonders die letzten drei Jahren sind Temperaturen hoch geworden.

    Jörn Tornow
  • Die MOZ-Redakteurin Julia Zube bringt, wie viele Tierbesitzer, ihren Hund Phoebe regelmäßig mit zur Arbeit. So ist das Tier immer in Gesellschaft.

    Die MOZ-Redakteurin Julia Zube bringt, wie viele Tierbesitzer, ihren Hund Phoebe regelmäßig mit zur Arbeit. So ist das Tier immer in Gesellschaft.

    Jörn Tornow
  • Am frühen Morgen rücken mehre Teams vom Veterinäramt in Beeskow aus, um die weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern – mit modernster Technik. Die Drohne startet, um die Position der lebenden Wildschweine im Maisfeld vor Erntebeginn ausfindig zumachen. Die Fahrt des Hächslers wird dann der Bewegung der Tiere angepasst.

    Am frühen Morgen rücken mehre Teams vom Veterinäramt in Beeskow aus, um die weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern – mit modernster Technik. Die Drohne startet, um die Position der lebenden Wildschweine im Maisfeld vor Erntebeginn ausfindig zumachen. Die Fahrt des Hächslers wird dann der Bewegung der Tiere angepasst.

    Monika Rassek
  • Der Sechstklässler Friedrich hat sich im Rahmen des Neigungsunterrichts für "Land aktiv" entschieden. Bei einem Besuch im Milchkuhstall Stremmen ist begeistert von der Anhänglichkeit der Kälbchen.

    Der Sechstklässler Friedrich hat sich im Rahmen des Neigungsunterrichts für "Land aktiv" entschieden. Bei einem Besuch im Milchkuhstall Stremmen ist begeistert von der Anhänglichkeit der Kälbchen.

    Monika Rassek
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Apotheken in Beeskow klagen über Lieferengpässe

Den Apotheken machen weiter Lieferengpässe bei wichtigen Arzneimitteln zu schaffen. Eine Auswertung des Deutschen Arzneiprüfungsinstitutes für den Deutschen Apothekerverband ergab, dass im vergangenen Jahr 16,7 Millionen Produkte nicht verfügbar waren, für die es Rabattverträge mit der gesetzlichen Krankenversicherung gibt. Am stärksten von Lieferproblemen betroffen waren unter anderem Blutdrucksenker, Magensäureblocker und Schmerzmittel. Auch die Apotheken in Beeskow und Umgebung spüren die Auswirkungen der Lieferengpässe – jedoch unterschiedlich stark.

Lieberoser Heide – Radweg zu Deutschlands größter Wüste geplant

Was soll man machen, wenn man in seinem Verantwortungsbereich einen alten Truppenübungsplatzhat, auf dem einst Waffen-SS, Sowjetarmee und NVA-Soldaten das Schießen übten? Was soll werden aus einem Gelände, das fast so groß ist wie die Fläche von München oder Bremen? Am Ende gibt es wohl nur eine Antwort. Man muss es der Natur überlassen, kann den Entwicklungsprozess beobachten und wissenschaftlich begleiten. Und man kann versuchen, auch die Menschen mitzunehmen, kann das große Gebiet mit seinen vielen Besonderheiten erlebbar machen.

Schloss Lieberose wurde verkauft

In Lieberose steht eines der größten Barockschlösser des Landes Brandenburgs – bekannt für seine teilweise noch erhaltenen Stuckdecken, die im Rahmen von Führungen durch Mitglieder des Fördervereins Lieberose zu besichtigen waren. Und auch die Ausstellung Rohkunstbau lockt zahlreiche Besucher aus nah und fern nach Lieberose ins Schloss. Unweigerlich fragen sich Anwohner und vor allem Vereine, ob das künftig noch möglich ist, denn das Schloss wurde verkauft – zum Anwesen im Landkreis Dahme-Spreewald gehört ein 34 Hektar großer Park.

Unterricht im Kuhstall Stremmen

Fünf Jungen der „Ludwig-Leichhardt-Grundschule“ in Tauche stehen in einem Kuhstall der Agrargenossenschaft Ranzig, einem Ortsteil der Gemeinde Tauche, und beobachten gebannt wie die Milchkühe gemächlich wiederkäuen, als Christian Rußig, Leiter der Tierproduktion in der Genossenschaft fragt: „Wer weiß, zu welcher Rasse die Schwarzbunten gehören?“ Einer in der Gruppe weiß es: Holstein Friesian. Viel mehr jedoch interessiert die Kinder, was die Kühe am Bein haben. „Das ist ein Schrittzähler“, erklärt der Landwirt geduldig.

Geheimnisse der Burg Friedland

Die weiße Frau, ein Hase mit Geweih, eine Wohnung voller DDR-Nostalgie, Ausstellungen, Hochzeiten – das alles unter einem Dach findet man auf der Burg Friedland. Burgherr Lutz-Bodo Knöfel kennt jeden Winkel der Streleburg und natürlich auch ihre Geschichte: „Erstmalig erwähnt wurde die Burg in einer Urkunde von 1301, allerdings brannte sie 1623 bei einem großen Stadtbrand bis auf die Grundmauern nieder“, erzählt Knöfel. Die Burg in ihrem heutigen Zustand stammt aus dem 17. Jahrhundert – ein verputzter Fachwerkbau und zwei Wohntürme. Eingangstor und Burgmauer haben den großen Brand überstanden und stammen noch aus dem 14. Jahrhundert.

Neue Orgel für die Kirche

Die Markuskirche in Klein Muckrow ist ein Schmuckstück im Zentrum das 100-Seelen-Dorfes. Die kleine Fachwerkkirche wurde 1777 gebaut und vor ein paar Jahren aufwändig saniert. Seit Kurzem steht auch eine Orgel in dem Gotteshaus. Bei der feierlichen Einweihung waren 80 Personen anwesend. 2008 hatte sich der Förderverein Dorfkirche Klein Muckrow gegründet. Mitglied Eberhard Grünberg erzählt: „1964 war die Kirche grob saniert worden, ab 2000 war sie dann quasi dem Verfall preisgegeben. Der Putz war ab, die Dachziegel verrutscht.“