Kontaktloses Bezahlen
: Wenn es an der Kasse funkt

Das kontaktlose Bezahlen ist in vielen Beeskower Geschäften angekommen. Händler begrüßen, dass es schneller geht.
Von
Larissa Benz
Beeskow
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Unkompliziert: In vielen Beeskower Supermärkten kann kontaktlos bezahlt werden. Doch nicht alle Kunden nutzten die Möglichkeit, sagen die Händler.

Jörn Tornow

Dierk Richter ist ein Freund des kontaktlosen Bezahlens. Dass der Beeskower technikaffin ist, bringt schon sein Job im Elektronikgeschäft EP Baumann mit. Der Laden ist mit einem Gerät ausgestattet, das die Technologie unterstützt, sagt er: „Momentan fehlt aber noch die notwendige Software.“ Persönlich finde er das kontaktlose Bezahlen bequem und es gehe schneller. Auch auf seinem Smartphone habe er eine App mit der sogenannten NFC–Technologie (dt.: Nahfeldtechnologie) via Funk installiert. Das Mobiltelefon muss dann nur noch an das Lesegerät hingehalten werden. Meistens nutze er aus Gewohnheit aber noch die Kartenvariante.

„Die Kunden fragen bei uns schon nach, ob das kontaktlose Bezahlen möglich ist“, sagt er. Generell sei man im Laden für diese Technologien offen. Und doch sei weiterhin die Tendenz der Kunden da, mit Bargeld zu zahlen: „Das ist in Beeskow wahrscheinlich noch anders als in Berlin“, sagt Richter.

Ein paar Häuser weiter, bei Küchen Meng, ist das Zahlen über Funk noch nicht angekommen. „Ich denke, das liegt auch daran, dass bei uns größere Beträge zusammenkommen“, sagt Mitarbeiter Ringk. Bei Beträgen ab 20 Euro ist je nach Bankinstitut die Eingabe des Pins erforderlich.

Obst, Brot und Kaffee mit dem Smartphone zu bezahlen, ist bei den großen Supermarkt–Filialen bereits möglich. Kunden müssen dafür eine sogenannte Wallet–App installieren, in der ihre Kreditkartendaten hinterlegt sind, teilt Lidl–Sprecherin Isabel Lehmann mit.

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Smartphones benötigen dazu einen NFC–Chip, diese sind allerdings mittlerweile in der Standardausstattung der Handys enthalten.  Einfach das Handy ans Kartenlesegerät halten und fertig, das sei auch bei Aldi Nord seit Kurzem möglich, so das Unternehmen.

In der Beeskower Edeka–Filiale ist das kontaktlose Bezahlen laut Filialleiterin Jaqueline Fraschke seit etwa einem Jahr möglich. Die Technologie mit dem Smartphone habe sich aber noch nicht durchgesetzt: „Ich hatte erst eine Kundin, die darum gebeten hat“, erzählt ihre Kollegin Daniela Schubert.

Vielen, die diese Karte besitzen sei ohnehin nicht bewusst, dass sie das kontaktlose Bezahlen ermöglicht: „Die stecken die Karte immer noch in das Gerät“, sagt die Verkäuferin und lacht. Generell begrüßen beide das System, da es bei großem Andrang schneller gehe.

Für Viola Mruk vom Tee– und Spezialitätengeschäft „Die Ecke“ ist das kontaktlose Bezahlen dagegen noch kein Thema: „Die Kunden fragen hier auch gar nicht danach“, sagt sie. Generell sei sie aber bemüht, bei Bedarf neue Technik anzuschaffen. „Ich sehe aber den Vorteil gerade bei der EC–Karte momentan noch nicht“, sagt sie.

Mit dem Smartphone sei das womöglich anders: Sie sei froh, wenn sie nicht so viele Karten im Geldbeutel mit sich herumschleppen müsse.  Generell sei damit durchaus ein Verwaltungsaufwand verbunden, dem sie sich bei Bedarf aber stellen würde.

Auf diesen Punkt weist auch Christine Minkley vom Handelsverband Ostbrandenburg hin. Der Verwaltungsaufwand, den die Bezahlformen für Unternehmer mit sich bringen, müsse verringert werden, sagt sie. Den Smartphones gehöre die Zukunft erst, wenn Netzabdeckung gewährleistet sei. Auch in Sachen Datensicherheit sei noch einiges zu prüfen.