Leichtathletik
: Erfahrung im Grenzbereich gesammelt

Geher Hagen Pohle aus Beeskow nimmt nach Platz 17 über 20 km bei der WM in Doha nun Olympia 2020 in Tokio ins Visier.
Von
Roland Hanke
Beeskow
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Hagen Pohle in Doha mit dem "Eiszylinder" auf dem Kopf

CHAI via www.imago-images.de

„Allerdings muss ich mich dafür natürlich erst einmal qualifizieren“, sagt der 27–Jährige. „Und die Zeiten dafür sind nicht ohne.“ Über die 20 km werden 1:21 und über die 50 km 3:50 Stunden verlangt. Letztere will er noch in diesem Jahr versuchen. „Am 27. Oktober werde ich an den offenen französischen Meisterschaften in der Nähe von Toulouse teilnehmen und dort versuchen, die Norm für Tokio zu schaffen“, erklärt der Beeskower.

In den verbleibenden dreiWochen will er gezielt darauf hintrainieren, „die Form halten und viele Kilometer machen“. Bei seiner Olympia–Premiere 2016 in Rio de Janeiro hatte er sich nach Platz 18 über 20 km auch am langen Kanten versucht, musste aber nach 26 Kilometern der Hitze Tribut zollen und aufgeben.

Den Bedingungen getrotzt

Dieses Schicksal hat ihn diesmal in Doha trotz 32 Grad und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit nicht ereilt. „Dennoch war es von den Bedingungen her mein bisher schwerster Geher–Wettkampf, bei dem ich Erfahrungen im Grenzbereich gesammelt habe. Das hat keinen Spaß gemacht“, sagt Pohle. „Ich habe jeden Getränkepunkt mitgenommen und literweise Wasser über mich gegossen. Wenig später war es schon wieder heiß.“

Etwas Linderung habe die wie ein Zylinder aussehende Kopfbedeckung gebracht, die oben offen war. Dort wurde immer wieder Eis nachgefüllt, ebenso wie an den Tüchern im Nacken. Ein Vorgeschmack auf Tokio? „Ich hoffe mal nicht, manche sagen aber auch, es könnte noch schlimmer werden“, sagt Pohle, der sich in Doha wahrscheinlich beim Zuschauen am Sonnabend im klimatisierten Stadion eine Erkältung zugezogen hat.