Leichtathletik
: Team Oder-Spree jubelt über Gold

Bei den Mannschafts-Landesmeisterschaften sind die U-12-Jungen aus Beeskow, Eisenhüttenstadt und Frankfurt nicht zu schlagen.
Von
Holger Franke,
Beatrix Pohle,
Kerstin Bechly
Frankfurt (Oder)
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Die Leichtathleten aus Beeskow, Eisenhüttenstadt und Frankfurt. Das Team Oder-Spree der Jungen ist Landesmeister.

Beatrix Pohle

„Die Kinder kennen sich vor allem von den Trainingswettkämpfen und verstehen sich wirklich gut. Nach den sehr guten Leistungen bei den Einzelmeisterschaften wussten wir, dass sie eine Medaillenchance haben“, schildert Frankfurts Trainer René Bertel.  „Wir konnten alle Disziplinen sehr gut abdecken und Ausrutscher kompensieren“, ergänzt Tino Masche von der BSG Stahl. Zum Zusammenhalt trugen auch die extra für vereinsübergreifende Wettkämpfe gefertigten weiß-roten Shirts bei.

Vor den Sommerferien hatten die Vereine mit Absprachen begonnen, um die besten Sportler für die fünf geforderten Disziplinen zu bestimmen. Denn jeder durfte nur in zwei plus der Staffel starten. Gewertet wurden die jeweils zwei besten Teamleistungen. Nach dem Weitsprung hatten der Frankfurter Guibert Ziwo Djouaka mit 5,36 m und der Eisenhüttenstädter Max Erhard mit 4,42 m bereits für die Führung gesorgt. Guibert als Landesrekordhalter im Weitsprung und über 50 m zeigte auch im Sprint wieder seine Klasse. Seine 6,80 Sekunden und die 7,61 des Beeskowers Florian Pikos brachten das Team Richtung Goldkurs. Dabei hatte der zweifache Vize-Landesmeister Florian etwas übermotiviert zuerst einen Fehlstart verursacht. Dann klappte es und mit Bestzeit unterbot er zugleich die T-Kader-Norm. Im Ballwurf kam Ian Constantin Kehder (Frankfurt) mit 47,50 m in die Nähe seiner Bestleistung. Für den zweiten guten Wert sorgte Florian mit 44 m.

Die 800 m sind eine Spezialdisziplin der Beeskower.  Moritz Müller, der bei den Einzelmeisterschaften nicht dabei sein konnte, war umso motivierter, für das Team viele Punkte zu sammeln. Ian übernahm zunächst für ihn die Hasen-Funktion. Nach 200 m setzte sich Moritz an die Spitze des Feldes und hatte nach zwei Runden mit 2:32,63 Minuten seine Bestleistung um rund vier Sekunden verbessert. Ian lief zu einer erneut guten Leistung (2:35,13).

Damit hatte das Team bis auf den Ballwurf alle Einzeldisziplinen gewonnen und sich vor den 4x50 m fast 200 Punkte Vorsprung erkämpft. Der amtierende Staffel-Landesmeister wollte nun in der Reihenfolge Florian, Malte Kemmel (Eisenhüttenstadt), Max und Guibert den Landesrekord angreifen. Der Aufregung war es wohl geschuldet, dass zu wenig zusammenpasste, Guibert musste noch einem Hohen Neuendorfer Läufer ausweichen. „Wir haben zu wenig Möglichkeiten, gemeinsam zu trainieren. Jeder Verein will aber für sich mehr machen und wir haben uns auf eine Art des Stabwechsels geeinigt“, erklärt dazu René Bertel. Die Jungen waren dennoch mit 28,36 s Zeitschnellste. Sie kosteten mit ihren drei Mannschaftskameraden Jakob Windmüller (Frankfurt), dem noch wenig wettkampferfahrenen Arne Rintisch (Beeskow) und Leonard Daum (Eisenhüttenstadt) das Gefühl als Gold-Team aus.

Mädchen werden Sechster

In der weiblichen U 12 konnten die Vereine mit acht Mädchen gerade so alle Disziplinen abdecken. Nach drei lag die Mannschaft auf dem vierten Platz, dann zeigte sich die fehlende Breite. Trotzdem war Platz 6 mehr als erwartet und durch gute Leistungen untermauert. So warf die Frankfurterin Lisann Kubinski den Ball auf 40 m, die Eisenhüttenstädterin Alea Bahro sprang 4,05 m weit und Emilia Thaens (SCF) lief erstmals 2:59,65 über 800 Meter. Weiterhin zum Team gehörten Sophie Elise Christoph (Frankfurt), Marie Holland und Mia Fabienne Weichert (Eisenhüttenstadt) sowie Leonie Kühl und Lina Görsdorf. Die beiden Beeskowerinnen, mit wenig Wettkampferfahrung, überzeugten teils mit Bestleistungen.