Jenseits von Millionen
: Welche Stars schon auf dem Festival in Friedland waren

Auch 2026 erlebt das Jenseits von Millionen auf der Burg Friedland eine Neuauflage. Ein Blick in das Line-up und auf die Künstler, die danach große Stars wurden.
Von
Olaf Gardt
Friedland
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Podcast „OKF - Ortskontrollfahrt“ mit der Band Blond

Nina und Lotta Kummer von der Band Blond füllen heute gemeinsam mit ihrem Bassisten Johann Bonitz große Hallen. Zum Beginn ihrer Karriere spielten sie auch auf der Burg Friedland.

Jens Kalaene/dpa
  • Das Festival Jenseits von Millionen findet am 7. und 8. August auf der Burg Friedland statt.
  • Tickets kosten 79 Euro, Camping in Burgnähe ist inklusive – zwei Tage Live-Musik.
  • Der Artikel nennt frühere Acts, die später groß wurden, und präsentiert eine Top 10.
  • Beispiele: Blond auf Platz 1, Ätna auf Platz 2, Thees Uhlmann/Tomte und Polarkreis 18.
  • Auch aktuelle Acts werden genannt, doch Musik bleibt Geschmackssache und Favoriten individuell.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Musikbranche ist im Umbruch. Liveauftritte sind für die meisten Künstler mittlerweile die wichtigste Einnahmequelle, Konzerttickets entsprechend teuer. Dreistellige Summen sind bei großen Namen mittlerweile normal. 125 Euro kostete ein Stehplatz bei den Konzerten von The Cure in der Wuhlheide. Auch für die großen Namen der deutschen Musikszene muss man ziemlich tief in die Tasche greifen. Egal, ob Die Ärzte, Kraftklub oder Nina Chuba, 80 Euro sollte man schon einplanen.

Deshalb lohnt es sich, am 7. und 8. August das Festival  „Jenseits von Millionen“ auf der Burg Friedland zu besuchen. Für 79 Euro erlebt man zwei Tage Musik und kann dafür in Burgnähe auch noch campen.

Und unter den Künstlern, die dort auftreten, sind in jedem Jahr welche, die danach groß herauskommen, im Radio zu hören sind, große Tourneen spielen, Festivalheadliner werden. Wir haben mal in das Jenseits-Archiv geschaut und eine Top 10 der Künstler erstellt, die vielleicht auch durch die Friedland-Auftritte ganz groß geworden sind.

Platz 10: Den darf sich jeder selbst aussuchen. Wir stellen aus den vergangenen Jahren das Projekt „Tiere streicheln Menschen“ mit Sven von Thom und Martin Gottschild zur Wahl, außerdem die Elektropunker von FrittenbudeSaalschutz aus Zürich, Die Blockflöte des Todes, Hund am Strand, Gurr, Acht Eimer Hühnerherzen und Isolation Berlin.

Platz 9 geht an Martin Kohlstedt. Der Komponist, Pianist und Produzent kam 2021 nach Friedland. Ehrlicherweise muss man sagen, dass er da schon richtig berühmt war. Als einer der ersten Künstler spielte er 2017 eine ausverkaufte Soloshow im Großen Saal der Hamburger Elbphilharmonie, die im gleichen Jahr eröffnet worden war.

Süße Stimme, freche Texte: Emma Rose war schon vor Ikkimel da

Platz 8 vergeben wir an Emma Rose, die im vergangenen Sommer in Friedland auf der Burgbühne stand. Damals machte sie gerade mit „Das Beste“ auf sich aufmerksam, sorgte mit dem frechen Text von „Keinen Mann“ für ähnliche Kontroversen wie jetzt Ikkimel. Vor wenigen Wochen ist „Stargirls“ erschienen, ein gemeinsamer Titel mit der Rapperin „verifiziert“.

Platz 7: Die Sterne ist eine Indie-Pop-Band und kommt wie viele andere Jenseits-Künstler aus Hamburg. Mehr als zehn Studioalben haben die Musiker produziert, in diesem Jahr ist „Wenn es Liebe ist“ erschienen. Die Sterne waren im Jahr 2017 in Friedland zu Gast. Geadelt wurde die Band schon sechs Jahre zuvor von Kraftklub, die in ihrer Single „Eure Mädchen“ singen: „Kredibilität liegt immer noch in weiter Ferne, wir sind nicht Tocotronic und wir sind auch nicht Die Sterne“. Mehr geht kaum.

Platz 6: Das Paradies ist das Soloprojekt des Leipziger Musikers Florian Sievers, der schon mehrfach in Friedland war. Manchmal allein, manchmal mit seiner Band „Talking to Turtles“.

Seinen Platz in der Liste hat er sich schon allein durch seine optimistische Musik verdient. „Ich attestierte uns blind, dass die Zeiten rosig sind“, heißt es im Lied „Goldene Zukunft“. So optimistische Texte wären auch in diesem Jahr toll.

Ich attestiere uns blind, dass die Zeiten rosig sind
Florian Sievers (Das Paradies)
Die Zeile stammt aus seinem Hit „Goldene Zukunft“

Für Platz 5 blicken wir weit zurück ins Jahr 2006. Damals hieß das Festival noch Mamallapuram und fand in Storkow statt. Polarkreis 18  gehörten zum Line-up, zwei Jahre bevor sie mit der Titelmusik für den Film Krabat, mit „Allein Allein“ ihren größten Hit hatten. Das Lied ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Songs aller Zeiten, ein Welthit mit Platinstatus. 49 Wochen hielt sich das Lied in den deutschen Single-Charts. Die Band spielte mehr als 200 Konzerte in ganz Europa, unter anderem auch als Support für die Smashing Pumpkins und Depeche Mode.

Thees Uhlmann vorerst letztes Konzert: 10.01.2026, Hamburg: Musiker Thees Uhlmann steht während seines vorerst letzten Konzertes im großen Saal der Elbphilharmonie auf der Bühne. Foto: Georg Wendt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Musiker Thees Uhlmann stand Anfang Januar bei seinem vorerst letzten Konzert im großen Saal der Elbphilharmonie auf der Bühne.

Georg Wendt/dpa

Für Platz 4 geht es auch noch einmal zum Mamallapuram, konkret ins Jahr 2007. Auf der Bühne stand da unter anderem Thees Uhlmann mit seiner Band Tomte. Seinen großen Singlehit landete er im Jahr 2011 mit „Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf“. Erfolgreiche Titel waren zudem „& Jay-Z singt uns ein Lied“ sowie „Das Mädchen von Kasse 2“.

Neben der Musik gibt es in Friedland in jedem Jahr Wortkunst

Platz 3 ist für uns Max Richard Leßmann. Er steht für Musik und die Wortbühne, die es beim Jenseits regelmäßig gibt, in diesem Jahr übrigens mit Jakob Springfeld. Leßmann schreibt mittlerweile Lieder für Clueso und ist vor allem für seine Gedichte bekannt. An jedem Tag veröffentlicht er einen kleinen Text auf seinem Instagram-Account. Leßmann hat auch schon für Casper, Madsen und Ina Müller getextet.

Platz 2 vergeben wir an Ätna. Inéz Schaefer und Demian Kappenstein sorgten schon in der Londoner Clubszene für Furore, bevor sie 2021 nach Friedland kamen. So richtig bekannt wurde vor allem Inéz dann nur wenig später, zuerst mit „Love, Peace & Happiness“, einem Lied, das sie mit den Rappern Marteria und Yasha einspielte. Und mit „Zukunft Pink“, ein Jahr später gemeinsam mit Peter Fox aufgenommen, schaffte sie es bis auf Platz 1 der Single-Charts in Deutschland.

Marteria-Konzert

Rapper Marteria holte sich für seinen Hit „Love, Peace & Happiness“ Ätna-Sängerin Inéz an seine Seite.

Bernd Wüstneck/dpa

Platz 1 geht sicher ohne jegliche Diskussion an Blond. Nina und Lotta Kummer sind gemeinsam mit dem Bassisten Johann Bonitz unterwegs. 2018 waren die drei Gäste auf der Burg Friedland. In dem Jahr nahm die Blond-Karriere so richtig Fahrt auf. Die Band spielte mit Kraftklub und AnnenMayKantereit.

2020 wurde das Trio zur Fernsehsendung Inas Nacht eingeladen. Bei Radio Fritz haben Nina und Lotta mittlerweile eine eigene Sendung. Die aktuelle Tour heißt „Ich träum doch nur von Liebe“. Allerdings spielt die Band in diesem Sommer vor allem auf großen Festivals.

Wie wird die Liste im kommenden Jahr aussehen? Wenn man auf das Line-up schaut, sind Änderungen durchaus möglich. Kapa Tult waren schon einmal in Friedland, Futuerebae hat bereits fast 90.000 monatliche Hörer auf Spotify, Grenzkontrolle klingen super.

Und ansonsten gilt das Gleiche wie für unseren Platz 10. Musik ist auch Geschmackssache und jeder findet seine eigenen Favoriten. Tickets für das Festival gibt es über die Internetseite des Jenseits von Millionen.