Oktoberfest
: Glienicker feiern auf ihre Art mit Bier und Haxen

Schon zum dritten Mal hat die Fete mit echtem Oktoberfestbier, Lederhosen und Haxen in Glienicke getobt.
Von
Elke Lang
Glienicke
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Oktoberfest in Glienicke: Tanzvorführung der Mädels von der Fastnachtsgesellschaft: Josephine Therme, Marie Drechsel, Anne Sakrenz, Nadine Märker (v. l.)

Elke Lang

Danach wurden die Kalorien kräftig abgetanzt. Dafür sorgten die Glienicker Gaudi–Buam. Sie sind von Anfang an dabei, „weil sie traditionelle Blasmusik machen, wie sie typisch für das Oktoberfest ist“, begründete Diana Kiesow die Wahl. Sie stellt allerdings klar: „Unser Fest ist an das bayrische Fest angelehnt, aber wir wollen es nicht kopieren. Wir machen es, weil es den Leuten Spaß macht, und es werden auch Lieder aus Brandenburg gespielt.“

So war es denn auch. Eine gute Mischung füllte immer wieder die Tanzfläche. Es feierte viel Jugend mit und tummelte sich vor der Bühne, wenn etwa James Last gespielt wurde. Bei der Polka „Rosamunde“ wiederum eilte besonders die ältere Generation, das Tanzbein zu schwingen. Jubel, Hallo und Begeisterungspfiffe erklangen bei der Tanzeinlage, die von acht Mädels aus dem Dorf in anmutigen Dirndln mit verwegen–frechen Can–Can–Beinschwüngen dargeboten wurde. Es waren die gleichen Tänzerinnen, die auch als Mitglieder der Fastnachtsgesellschaft beim Fasching in Glienicke für Stimmung sorgen.

Von Dirndl und Trachtenhemden sowie Lederhosen wimmelte es nur so. Fast alle Damen trugen Tracht, auf alle Fälle die jungen. Das war auch schon im vorigen Jahr so, als Sandra Werdermann aus Storkow von den Feiernden zur Miss Dirndl gewählt wurde. Diesmal hatte Paula Puhlmann aus Glienicke das schönste Dirndl an. Bei den Herren ging es um etwas anderes: Maja Sydow lachte: „Bei den Frauen kommt es auf das Aussehen an, bei den Männern werden die Kräfte gemessen.“

Das geschah mit Maßkrugstemmen, bei dem im letzten Jahr der Beste über acht Minuten durchgehalten hatte. Der Sieger diesmal, Max Rosengart und Dorian Kraft, schafften sechs Minuten. Als Preise gab es bei den Herren wie bei den Damen das Gleiche: einen Gutschein für ein Bierbad in der Saarow–Therme, Kaffee aus der Rösterei Bad Saarow und für den 3. Platz Wein vom „Wohlschmecker“, ebenfalls regional aus Bad Saarow.

Fester Zusammenhalt

Die drei Ideengeberinnen und Organisatorinnen der Glienicker Oktoberfeste hatten als Helfer ihre „eigenen Männer“ und „die ganzen anderen Mädels aus dem Dorf“, zählte Caroline Bartsch auf. Zwischen allen besteht ein fester Zusammenhalt durch den Dorfverein, den Jugendclub, den Volleyball und „dass die Kinder in die gleiche Kita gehen.“