Schloss Lindenberg
: Mittelalterlicher Frühlingsmarkt im Gutspark – das Programm

Im Gutspark am Schloss in Lindenberg gibt es am Wochenende erstmals einen mittelalterlichen Frühlingsmarkt. Worauf können sich Familien freuen?
Von
Marcel Gäding
Lindenberg
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Frühling am Schloss Lindenberg, Gemeinde Tauche. Das Herrenhaus bildet die Kulisse für den ersten mittelalterlichen Frühlingsmarkt am 29. und 30. März 2025.

Frühling am Schloss Lindenberg, Gemeinde Tauche. Das Herrenhaus bildet die Kulisse für den ersten mittelalterlichen Frühlingsmarkt 2025. Die Wiesen mit den Frühblühern sind für Besucher allerdings tabu.

Marcel Gäding
  • Mittelalterlicher Frühlingsmarkt im Gutspark Lindenberg am 29./30. März 2025.
  • Familien erleben Handwerkskunst, Livemusik, Feuershow und Mitmachaktionen.
  • Bogenschießen und Schafscheren vor Ort; Ritter-Wettkämpfe geplant.
  • Eintritt: 8 Euro für Erwachsene, 6 Euro für Kinder; Hunde erlaubt, aber an der Leine.
  • Veranstalter Uwe Henneberg, bekannt für mittelalterlichen Wollmarkt in Beeskow.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist nicht überliefert, ob in der mehr als 600 Jahre währenden Geschichte des Lindenberger Gutshauses jemals Kinder tobend um den Teich im Gutspark liefen, Musiker aufspielten oder mit Pfeil und Bogen geschossen wurde. Klar ist aber: Das jetzige Gebäude, errichtet auf den Resten eines spätmittelalterlichen Sitzes, hat schon bessere Tage erlebt. Während ähnliche Anwesen wie das Schloss Groß Rietz saniert wurden, fristet das von Einheimischen als Schloss bezeichnete Herrenhaus sein Dasein.

Die Gemeinde Tauche, zu der Lindenberg gehört, hegt und pflegt jenen Gutspark. Teich, Brücke und Wege stammen noch aus der Barockzeit und sind bis heute öffentlich zugänglich. Einen Teil davon will Uwe Henneberg an diesem Wochenende (29./ 30. März 2025) zu einer Festwiese für Familien verwandeln. Erstmals plant er einen mittelalterlichen Frühlingsmarkt, der Auftakt sein könnte für ähnliche Veranstaltungen in den kommenden Jahren.

Mittelalterlicher Frühlingsmarkt in Lindenberg: die Pläne

Wie wird die Fläche abgesperrt? Welche Stromquellen gibt es? Wie kann verhindert werden, dass die Frühblüher auf den Wiesen nicht von Besuchern achtlos zertreten werden? Uwe Henneberg hat einige Tage vor seinem mittelalterlichen Frühlingsmarkt viele Fragen zu klären. Und doch freut er sich auf Sonnabend und Sonntag. „Eine Veranstaltung in dieser Form habe ich schon lange geplant“, sagt er. Dann aber kam Corona und das Vorhaben musste erst einmal verschoben werden.

Veranstalter Uwe Henneberg testet die Kulisse, die der Schlacht zur Befreiung der Prinzessin standhalten muss.

22.10.2019 Beeskow, Uwe Henneberg, mit der Kulisse für das Spiel Burgbelagerung

Veranstalter Uwe Henneberg in Vorbereitung seines Wollmarkts 2019. Der Berliner ist inzwischen in Oder-Spree heimisch. (Archivfoto)

Jörn Tornow

Henneberg ist in der Region inzwischen kein Unbekannter mehr, was Veranstaltungen betrifft. Unter seiner Regie findet der mittlerweile traditionelle mittelalterliche Wollmarkt auf der Burg Beeskow statt. Dass jetzt ein mittelalterlicher Frühlingsmarkt im Gutspark von Lindenberg dazukommt, ist auch das Ergebnis vieler Gespräche mit Händlern, verrät Henneberg.

Frühlingsfest in Lindenberg: was Familien erwartet

Am Sonnabend öffnet das Fest von 11 bis 22 Uhr, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Vor Ort sind nicht nur viele Handwerker, es gibt auch Livemusik, eine Feuershow sowie zahlreiche Mitmachaktionen für Kinder. Besucher können dabei zusehen, wie Schafe geschoren werden oder sich im Bogenschießen ausprobieren. Letzteres hatte Henneberg schon vor Jahren in den Gutspark geholt.

„Wer noch keine Ostergeschenke hat, wird hier bestimmt etwas Passendes finden“, verspricht Veranstalter Henneberg. „Aber auch der Austausch über die alten Handwerkstechniken ist möglich und man kann so manche Anregung bzw. Kniffs und Tricks mitnehmen.“ Neben einem Schäfer haben auch ein Schmied, ein Korbmacher und ein Töpfer ihr Kommen angekündigt.

Im Programm findet sich auch ein sportlicher Höhepunkt: Die besten Bogenschützen aus der Region wollen um den großen Preis von Lindenberg kämpfen. Dabei müssen die Teilnehmer verschiedene Disziplinen absolvieren. Eigens angereiste Ritter liefern sich außerdem vor den Augen der Besucher kleine Wettkämpfe.

Der Eintritt kostet 8 Euro (Erwachsene) und 6 Euro (Kinder). Hunde sind erlaubt, müssen aber auf dem Festgelände angeleint sein.