Betrug in Storkow und Bad Saarow
: Sparkasse warnt vor dieser Betrugsmasche

Verunsicherte Kunden hatten sich nach angeblichen „Hausbesuchen“ an die Hotline der Sparkasse gewandt. Wie Betrüger in Storkow und Bad Saarow vorgehen.
Von
Olaf Gardt
Storkow
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Bargeld: ARCHIV - 29.04.2025, Berlin: Ein Mann hebt an einem Geldautomaten Bargeld ab. (zu dpa: «Neue EU-Regeln: Bargeld im Supermarkt und Schutz vor Betrug») Foto: Hannes P Albert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Vor allem Senioren werden Opfer einer neuen Betrugsmasche. Dabei kombinieren die Täter Telefonbetrug und direkten Diebstahl. Jetzt auch im Landkreis Oder-Spree. Was rät die Sparkasse?

Hannes P Albert/dpa
  • Sparkasse Oder-Spree warnt vor einer neuen Betrugsmasche mit Hausbesuchen.
  • Täter rufen als „Sparkassenmitarbeiter“ an, holen Karte und PIN an der Haustür ab.
  • Fälle betreffen Kunden in Storkow und Bad Saarow – Schäden sind noch unklar.
  • Bank rät zu Misstrauen bei Anrufen und Besuchen – nie Karte oder PIN herausgeben.
  • Bei Unsicherheit Hotline 0335 5541 2020 nutzen; Vorsicht auch beim Onlinebanking.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer auf die Internetseite der Sparkasse Oder-Spree geht und sich für das Onlinebanking anmelden will, wird sofort gewarnt: „Betrüger am Werk“, steht auf der Startseite. Gefolgt von dem Hinweis: „Geben Sie keine persönlichen Daten oder Unterlagen weiter.“ In einer Pressemitteilung erklärt die Sparkasse, was ihr aktuell bekannt ist, spricht von „einer perfiden Masche“, mit der Betrüger an der Haustür auftreten.

Geschildert wird der Betrugsablauf folgendermaßen: „Ein Kunde erhält zuerst einen Anruf von einem angeblichen Sparkassenmitarbeiter. Anschließend kommt der Betrüger persönlich zur Haustür und überredet den Kunden, Bankkarte und PIN auszuhändigen. In der Folge werden Beträge vom Konto abgehoben.“ Betroffen seien Sparkassenkunden zumindest in Storkow und in Bad Saarow.

„Diese Vorgänge veranlassen uns, unsere Kunden erneut zu sensibilisieren“, schreibt die Sparkasse am Freitag (5. Juni). Und weiter: „Seien Sie misstrauisch bei unaufgeforderten Anrufen, Besuchern oder Aufforderungen zur Weitergabe von Karten und PINs.“ Bei Unsicherheit sollte man sich umgehend an die Sparkassen-Geschäftsstelle oder die offizielle Kunden-Servicecenter-Hotline 0335 5541 2020 wenden.

Vorsicht gilt auch beim Online-Banking

Vorsicht gilt auch beim Onlinebanking. Dazu heißt es bei der Sparkasse: „Aufforderungen zur Aktualisierung von Zugangs­daten, Hinweise auf eine vor­über­ge­hende Konto­sperrung oder ver­meint­li­che Gewinn­be­nach­rich­ti­gun­gen sind häufig Anzeichen für Betrugs­versuche. ... Geben Sie diese Daten nicht weiter. Auch wenn die Aufforderung noch so echt klingt, Ihre Daten gehören Ihnen und werden niemals von der Sparkasse, der Polizei, Ihrem Finanzamt oder Firmen wie Microsoft oder Amazon abgefragt.“

Von ähnlichen Betrugsversuchen wird bundesweit berichtet. Vor allem Senioren sind betroffen. In Ingolstadt beispielsweise registrierte die Polizei an einem Tag mehrere Fälle. Die Opfer hatten einen Anruf erhalten, bei dem ihnen von „Unstimmigkeiten“ auf dem Konto berichtet wurde. Zur „Prüfung“ wurde der Besuch von IT-Mitarbeitern angekündigt.

Wenig später klingelte es dann bei den Betroffenen, ein Kurier sammelte die EC-Karten, mit denen dann an einem Geldautomaten Tausende Euro abgehoben wurden. Ob bei den Fällen in Storkow und Bad Saarow Schäden entstanden sind, konnte die Sparkasse noch nicht sagen.