Tierheim Märkisch Buchholz
: Mümmeline und Hoppelbert - zwei Kaninchen zum Kuscheln

Im Tierheim Märkisch Buchholz warten zwei aufgeweckte, lernwillige Zwergkaninchen darauf, sich mit Futter bestechen und dann streicheln zu lassen.
Von
Jens Olbrich
Märkisch Buchholz
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Denise Möbius, stellvertretende Tierheimleiterin in Märkisch Buchholz, zeigt, wie schnell die Scheu der Zwergkaninchen Mümmeline und Hoppelbert mit Futter überwunden werden kann.

Denise Möbius, stellvertretende Tierheimleiterin in Märkisch Buchholz, zeigt, wie schnell die Scheu der Zwergkaninchen Mümmeline und Hoppelbert mit Futter überwunden werden kann.

Jens Obrich
  • Im Tierheim Märkisch Buchholz warten die Zwergkaninchen Mümmeline und Hoppelbert auf ein neues Zuhause.
  • Beide Tiere sind zutraulich und mögen Streicheleinheiten, wenn man sie mit Futter „bestecht“.
  • Mümmeline und Hoppelbert wurden im November als Fundtiere in Königs Wusterhausen abgegeben.
  • Die Kaninchen leben derzeit im Außengehege und haben sich gut an die Minusgrade gewöhnt.
  • Eine Haltung in der Wohnung ist möglich, doch Stubenreinheit muss noch trainiert werden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zwergkaninchen gibt es auch in Wildform, Wikipedia bezeichnet sie als die kleinste Art von Hasen in Nordamerika. Wenn ein Zwergkaninchen-Paar allerdings frei durch die Stadt Königs Wusterhausen hoppelt und noch dazu schwarz-weißes Fell hat, dann handelt es sich mit Gewissheit nicht um die Wildform aus Übersee, sondern um die seit gut einhundert Jahren gezüchtete Heimtier-Form hasenartiger Haustiere, um domestizierte Zwergkaninchen.

Darauf, dass die „ach so süß“ aussehenden Hoppetiere eher selten zu wirklichen Schmusetieren werden, weist Denise Möbius hin.

Mit Mümmeline und Hoppelbert, wie die beiden Langohren in Märkisch Buchholz nach ihrer Abgabe als Fundtiere genannt wurden, sei das jedoch etwas anders. „Mit den beiden kann man ausgezeichnet kuscheln“, weiß die stellvertretende Tierheimleiterin von Märkisch Buchholz.

Kuscheln ja, aber bitte mit den Pfötchen auf dem Boden!

Sie hochzunehmen sei allerdings „nicht so das Gelbe vom Ei“, als Kaninchen blieben sie Fluchttiere. Aber „die beiden sind absolut verfressen – wie alle Kaninchen“, verrät Denise Möbius. Wenn man sie also mit Futter „bestechen“ und sich ruhig neben sie setzen würde, fassten sie schnell Vertrauen, würden sehr zugänglich werden und sich gerne streicheln lassen. Eine Geduldsübung für Kinder mit relativ schnell erfolgender, plüschiger Belohnung.

Nach ihrer Abgabe als Fundtiere in Königs Wusterhausen erhielten die beiden Langohren in Märkisch Buchholz die Namen Mümmeline und Hoppelbert,

Nach ihrer Abgabe als Fundtiere in Königs Wusterhausen erhielten die beiden Langohren in Märkisch Buchholz die Namen Mümmeline und Hoppelbert,

Jens Olbrich

Mümmeline und Hoppelbert sind nicht nur bestechlich, sondern auch noch relativ jung. Wie jung genau, sei unbekannt. Das lässt sich bei Tieren mit nachwachsenden Zähnen schlecht beurteilen. „Die beiden sind aber definitiv am Anfang ihres Lebens“, meint Denise Möbius. „Ein Mädel, ein Kerl, der Kerl ist kastriert.“ Die beiden im November gefundenen Tiere sehen sich sehr ähnlich, könnten auch Schwester und Bruder sein. Abgegeben habe sie ein Paar aus Schönefeld, welchem die Tiere in KW mehr oder weniger in die Arme gelaufen seien.

Spendenkonto Tierheim Märkisch Buchholz

IBAN: DE81 1009 0000 7213 9490 09

Berliner Volksbank

Interessenten an Mümmeline und Hoppelbert oder einem anderen Tier finden die bedürftigen Fellnasen im Tierheim Märkisch Buchholz
● Am Tierheim 1, 15757 Halbe, Tel. 033765 80689, E-Mail: tierheim@tierschutzverein-kw.de

Im Tierheim sind die beiden Zwergkaninchen in einem Außengehege untergebracht. „Das ist kein Problem“, bestätigt Denise Möbius angesichts der Minusgrade im zum Teil zweistelligen Bereich. Mümmeline und Hoppelbert seien gleich nach draußen gezogen und hätten sich seit November langsam an die fallenden Temperaturen gewöhnt und einen Winterpelz ausgebildet. Hinzu komme noch kuscheliges Stroh in kleinen Hütten im Gehege, in denen sie des Nachts Unterschlupf fänden.

Stubenrein lassen sich auch Kaninchen erziehen

Eine Haltung in der Wohnung gehe sicherlich auch, meint Denise Möbius. Dabei müsse man trotzdem daran denken, dass die beiden offenbar an Frischfutter gewöhnt seien – Löwenzahn und Gras von der Wiese dürften nicht fehlen, im Winter täte es auch Gemüse aus dem Supermarkt. Und so richtig stubenrein sind sie möglicherweise auch nicht – so wie etwa Ludmilla, die ein krasses Beispiel sei. „Die machte ja wirklich nur in die eine Ecke, da haben wir ein Klo hingestellt und schon war das Thema gegessen.“

Leider habe das mit Mümmeline und Hoppelbert nicht geklappt, bedauert Denise Möbius. Die beiden Langohren würden sich zwar auch eine Ecke suchen und dableiben – allerdings nur so lange, bis da ein Klo stehen würde. „Sobald wir da ein Klo hinstellen, machen die beiden daneben.“ Das könne man jedoch trainieren, meint die erfahrene Tierpflegerin, denn die beiden sind jung, Kaninchen seien von Haus aus reinliche Tiere und Mümmeline und Hoppelbert „sind tolle Kaninchen“.