Tierheim Märkisch Buchholz: So retteten Tierschützer Kater Opichen das Leben

Fund-Kater Opichen aus Mittenwalde wird im Tierheim Märkisch Buchholz liebevoll von der angehenden Tierpflegerin Celina Kirchner betreut. Die Katze war zuvor stark abgemagert gefunden worden.
Jens Olbrich- Kater Opichen wurde abgemagert auf der Straße gefunden und im Tierheim Märkisch Buchholz aufgepäppelt.
- Celina Kirchner, angehende Tierpflegerin, betreut ihn liebevoll und verabreicht ihm Infusionen.
- Opichen ist zutraulich und menschenbezogen, benötigt Schilddrüsen-Medikamente und sollte nur in Wohnungshaltung leben.
- Interessenten können sich im Tierheim Märkisch Buchholz melden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Abgemagert bis auf die Knochen sei der Kater Opichen im Januar in Mittenwalde gefunden worden, sagt Celina Kirchner. Er sei die erste Katze, die in diesem Jahr im Tierheim Märkisch Buchholz aufgenommen wurde. Furchtbar ausgezehrt und dehydriert sei die Samtpfote gewesen, schrecklich anzusehen. „Er hatte ein Gewicht von 2,5 Kilogramm“, erzählt die angehende Tierpflegerin. Normalerweise wiegen ausgewachsener Kater der Rasse Europäisch-Kurzhaar fünf bis sieben Kilogramm.
Es sei nicht erkennbar gewesen, ob es sich um eine Katze oder einen Kater handelt, erinnert sich Celina Kirchner. Omichen, abgeleitet von Oma, hatten sie das Tier anfangs im Tierheim Märkisch Buchholz nennen wollen. Erst im Nachhinein hätte sich herausgestellt, dass es sich um einen kastrierten Kater handelt, der dann kurzerhand in Opichen umgetauft wurde. Der Name passe irgendwie auch zum geschätzten Alter des Katers, ein Katzenopa, der schätzungsweise 2010 geboren sei.
Anfangs sah es nicht gut aus für Kater Opichen
Als er ins Tierheim Märkisch Buchholz kam, sei man skeptisch gewesen, ob Opichen es schafft. Mehr als Haut und Knochen war nicht übrig von dem Kater. Trotzdem sei beschlossen worden, ihn wieder „aufzupäppeln“. Die Tierpfleger gaben ihm eine Chance, wollten sehen, ob er es schafft. Sie säuberten ihm die verklebten Augen, entfernten die Milben aus den Ohren und pflegten das verfilzte Fell des Tieres.
Um Opichen körperlich wiederaufzubauen und die Dehydration in den Griff zu bekommen, bekam er täglich Infusionen. Infusionen? Wie hängt man eine Katze an den Tropf? Nicht ganz so, wie bei einem Menschen, aber ähnlich. Der Katze wird in einer Hautfalte eine Kanüle unter die Haut gestochen. Der ganze Vorgang dauert nicht länger, als eine halbe Stunde, erklärt die junge Tierpflegerin. Es werden circa 100 bis 200 Milliliter Flüssigkeit injiziert. Dabei entsteht erst eine kleine Beule, die wieder verschwindet, wenn das Gewebe die Flüssigkeit resorbiert hat.
Flüssigkeitszufuhr bei liebevoll„betreuter“ Infusion
Wenn die Katze es mitmacht, erklärt Celina Kirchner weiter. Und Opichen hätte mitgemacht. Auf dem Schoß, sozusagen als „betreute Infusion“, verbunden mit Katzen-Wellness, also inklusive vielen Streicheleinheiten und ein bisschen Fellpflege. Letzteres genieße Opichen, und das von Anfang an. Was den Umgang Menschen anginge, sei er wirklich zutraulich und sehr verschmust.

Kater Opichen ist sehr menschenbezogen und liebt seine Streicheleinheit von den Tierpflegern.
Jens OlbrichKooperativ und menschenbezogen wie er sei, müsse Opichen auch einmal ein Zuhause gehabt haben, denn „wild lebende“ Straßenkatzen würden sich anders verhalten. „Warum er auf der Straße gelandet ist, weiß keiner“, meint die Tierpflegerin. Die unterschiedlichsten Gründe sind möglich. Opichen könne unbemerkt in ein Auto gestiegen und nach Mittenwalde heimlich mitgefahren sein. Auch, dass der Besitzer verstorben sei, ist möglich.
Facebook-Suche erfolglos, die Katze vermisst keiner
Veröffentlicht über den Facebook-Kanal des Tierschutzvereins Königs Wusterhausen / Tierheim Märkisch Buchholz hätte sich leider niemand gemeldet, der Opichen kennt. Inzwischen sei Opichen jedoch wieder soweit fit, dass er vermittelt werden könne. „Er hat sich schön herausgemacht, hat jetzt mittlerweile wieder ein Gewicht von guten vier Kilogramm“, erzählt Celina Kirchner. Aus Opichens anfangs taumelnden Gang sei inzwischen auch wieder eine altersmäßig angepasste, katzenhafte Bewegung geworden.
Spendenkonto Tierheim Märkisch Buchholz
IBAN: DE81 1009 0000 7213 9490 09
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Interessenten an Opichen oder einem anderen Tier finden die bedürftigen Fellnasen im Tierheim Märkisch Buchholz
● Am Tierheim 1, 15757 Halbe, Tel. 033765 80689, E-Mail: tierheim@tierschutzverein-kw.de
Wichtig zu wissen sei, dass Kater Opichen Schilddrüsen-Medikamente benötigt. Die Verabreichung sei jedoch kein Problem, denn fressen tut er sehr gut, meint die Tierpflegerin. Nur trinken würde er nicht. „Deshalb bekommt er bei uns nur Nassfutter“, berichtet sie weiter. „Ein kleines Mini-Schlückchen Wasser“ würde sie mit in das Futter geben und die Schilddrüsentropfen. Er würde auch gerne Trockenfutter fressen, doch dann fehle die Flüssigkeit. Probiert hätte sie es mit dem Erfolg, dass Opichen zwei Tage später wieder matt und träge war, weil wieder dehydriert.
Wegen der Medikamente sei Opichen nur in Wohnungshaltung zu vermitteln. Gesucht wird ein ruhiger Haushalt, ohne herumtobende Kleinkinder. „Es ist halt ein altes Opichen, welches seine Ruhe haben möchte, gerne betüdelt und gestreichelt wird.“


