Tierheim Märkisch Buchholz: Wird Kater Pepe zurecht als „unverträglich“ stigmatisiert?

Zurückhaltend vorerst beobachtet Kater Pepe die Eindringlinge in seinem Katzenzimmer im Tierheim Märkisch Buchholz.
Jens Olbrich- Kater Pepe im Tierheim Märkisch Buchholz ist zurückhaltend und schüchtern.
- Sein Verhalten könnte durch Tierheimstress und schlechte Erfahrungen mit anderen Katzen bedingt sein.
- Pepe mag keine Tierärzte, ist aber gesund, kastriert, entwurmt, geimpft und gechippt.
- Er verträgt sich nicht mit anderen Katzen und braucht Zeit, um Vertrauen aufzubauen.
- Er könnte sowohl in Wohnungshaltung als auch als Freigänger vermittelt werden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Als könne er kein Wässerchen trüben, sitzt Pepe in seinem Katzenzimmer und beobachtet, wer ihn stört. Dem stattlichen Europäisch-Kurzhaar-Kater ist dabei jegliches sprichwörtlich spanische Temperament abgängig, welches man dem Namen nach bei ihm vermuten könnte. Eine mögliche Ursache für Pepes sehr zurückhaltendes, ängstliches Verhalten könne auch der Tierheimstress sein, vermutet die angehende Tierpflegerin Celina Kirchner.
Damit meint die Tierpflegerin allerdings eher den Umstand, dass Pepe nicht der Schmusekater sei, der er sein könnte. „Bei uns im Tierheim Märkisch Buchholz ist er sehr verschlossen, sehr ruhig, beinah schüchtern“, erzählt sie. Das könne tatsächlich an der Umgebung liegen. Der Kater sei nicht etwa böse, wenn man etwas von ihm möchte. Außer, wenn es zum Tierarzt ginge. Da fauche er schon, würde auch mal zuhauen.
Kater Pepe aus Tierheim Märkisch Buchholz mag keine Tierärzte
Das sei jedoch relativ normal für Katzen, die Tierärzte allgemein eher nicht so mögen. Glücklicherweise beschränkten sich Pepes Besuche beim Tierarzt aber auf ein notwendiges Mittelmaß, denn der Kater sei vollkommen gesund. „Pepe braucht keine Medikamente“, bestätigt Celina Kirchner. Er sei kastriert, entwurmt, geimpft und gechippt.
Eine Kollegin bescheinigt Celina Kirchner, „einen ganz guten Draht zu Pepe“, zu haben. Bei ihr zeige er zuweilen schon, dass in ihm ein „Kuschelkater-Gen“ schlummern könnte, dass er Zeit braucht, um Vertrauen aufzubauen. Der Grund, dass er im Dezember vergangenen Jahres im Tierheim Märkisch Buchholz abgegeben worden sei, sei auch ein anderer gewesen.
Kater Pepe aus Märkisch Buchholz mag andere Katzen nicht
Die Besitzerin, die ihn abgab, hatte ihn zuvor von einer Bekannten übernommen, berichtet die angehende Tierpflegerin. Die Bekannte sei weggezogen, konnte Pepe nicht mitnehmen. In die Katzengruppe, in der sich Pepe bei seiner letzten Besitzerin nun plötzlich eingliedern sollte, passte er jedoch nicht. Geblieben ist dem circa sieben Jahre alten Kater ein Stigma, welches ihm bis ins Tierheim begleitet und jetzt anhängt: „Abgabetier, nicht verträglich mit anderen Katzen“.

Zur angehenden Tierpflegerin im Tierheim Märkisch Buchholz Celina Kirchner hat Kater Pepe bereits Vertrauen aufgebaut. Bei ihr zeigt er gelegentlich, dass in ihm ein „Kuschelkater-Gen“ schlummern könnte.
Jens Olbrich„Pepe hat die vorhandenen Katzen verdroschen, hat sich aufgeführt wie ein kleiner Macho“, fasst Celina Kirchner die Begründung der Besitzerin bei Pepes Abgabe im Tierheim Märkisch Buchholz zusammen. Das könne auch durchaus so gewesen sein, meint sie. Allerdings sei es auch schwer für eine außenstehende Katze, egal ob Katze oder Kater, in eine bestehende Gruppe aufgenommen zu werden. Die Machtstruktur in dieser Gruppe sei geregelt gewesen. Bis Pepe kam und die Situation neu geregelt werden musste.
Kater Pepe aus Märkisch Buchholz braucht mehr Sympathie
Vielleicht sei es auch eine Sympathiefrage gewesen und die Tiere konnten sich untereinander „nicht riechen“. Auch wenn sie im Tierheim Märkisch Buchholz nicht versucht hätten, Pepe irgendwie zu vergesellschaften, sei es nicht ausgeschlossen, dass es in einer anderen Gruppe funktionieren könnte. „Das mögliche Herzblatt Pepes muss aber vorher getestet werden“, erklärt die Tierpflegerin. Dass dem Kater eventuell sogar eine nette Katze helfen könne, zu ihr und auch zu den Menschen etwas schneller Vertrauen zu fassen, hält sie für nicht ausgeschlossen.
Spendenkonto Tierheim Märkisch Buchholz
IBAN: DE81 1009 0000 7213 9490 09
Berliner Volksbank
Interessenten finden die bedürftigen Fellnasen im Tierheim Märkisch Buchholz:
Am Tierheim 1, 15757 Halbe, Tel. 033765 80689, E-Mail: tierheim@tierschutzverein-kw.de, Internet: https://tierheimmb.wixsite.com/my-site-1/tiere
„Wir können uns vorstellen, ihn sowohl in Wohnungshaltung als auch als Freigänger abzugeben“, sagt Celina Kirchner. Egal wie, er müsse sowieso erst einmal zu Hause ankommen. Eine feste Regel über die Dauer geben es nicht. „Wir sagen immer so Pi mal Daumen ungefähr vier bis sechs Wochen sollten neue Katzen erst einmal im Haus bleiben, bevor der erste Freigang startet“, beschreibt die Tierpflegerin die Eingewöhnung. Das sei von Katze zu Katze unterschiedlich.
Es seien auch schon Anrufe gekommen, „wo die Katze nach zwei Wochen bereits die Wohnung auf den Kopf gestellt und das Bücherregal ausgeräumt hat“, erinnert sich die Tierpflegerin. Damit Goethes Werke und die Blumentöpfe sicher im Regal und auf der Fensterbank stehen bleiben konnten, hatten sie geraten, das Tier in den Freigang zu lassen. Von da an sei es die beste und tollste Katze gewesen, die man sich vorstellen könne.

