Tierheim Märkisch Buchholz: Zwei Hündinnen aus rumänischer Hundehölle gerettet

Barby (links) ist noch skeptisch, ob sie der stellvertretenden Tierheimleiterin in Märkisch Buchholz, Denise Möbius, vertrauen kann. Bella (rechts) ist da schon etwas weiter. Die beiden Straßenhunde aus Rumänien sind sehr misstrauisch.
Jens Olbrich- Zwei junge Hündinnen aus Rumänien kamen über die Smeura ins Tierheim Märkisch Buchholz.
- Bella fasst schneller Vertrauen: Sie ließ sich im Angsthund-Seminar anfassen und streicheln.
- Barby ist misstrauischer, braucht Zeit und geduldige Menschen für den Vertrauensaufbau.
- Ein souveräner Zweithund und eine Hundeschule gelten als hilfreich – beide sind gesund.
- Kontakt: Tierheim Märkisch Buchholz, Tel. 033765 80689, E-Mail tierheim@tierschutzverein-kw.de.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Übertragen gesehen kommen die Mischlingshündinnen Bella und Baby aus der Hundehölle. Glück hatten die beiden rumänischen Straßenhündinnen, dass das Schicksal sie ins größte Tierheim der Welt, nach Smeura in Piteşti, nahe der rumänischen Hauptstadt Bukarest, brachte. „Smeura ist ein Tierheim unter dem Dach des Deutschen Tierschutzbunds“, erklärt die stellvertretende Tierheimleiterin in Märkisch Buchholz, Denise Möbius.
Laut Angaben der Tierschutzorganisation PETA gibt es in Rumänien circa 170 staatliche Tierheime, sogenannte Shelter, die sich seit Erlass des „Tötungsgesetzes 258/2013“ mit der Tötung eingefangener Streuner beschäftigen. „Smeura rettet viele Hunde und fragt zuweilen in Tierheimen unter dem Dach des Deutschen Tierschutzbunds, ob Tiere übernommen werden können“, erzählt Denise Möbius weiter. „Und wir hatten gerade einen großen Zwinger frei.“
Einige Hunde seien mehr, die meisten weniger menschenbezogen. „Es sind Straßenhunde. Was für Erfahrungen sie in Rumänien gemacht haben, weiß niemand“, meint Denise Möbius. Gegenüber Männern würden die Tiere deutlich mehr Unsicherheit zeigen, aber es lege sich. Bella habe Ende April mit der Hundetrainerin ein Angsthund-Seminar besucht. „Dort in der Hundegruppe ist sie aufgeblüht“, berichtet die Tierpflegerin. Bella habe sich anfassen und sogar streicheln lassen.
Interessenten brauchen Geduld für Vertrauensaufbau
Inzwischen lasse sie sich von mehreren Personen im Tierheim anfassen und streicheln, man könne mit ihr zwischendurch auch spazieren gehen. Für Bella habe sich die Gelegenheit des Angsthund-Seminars geboten, für Barby leider nicht. „Barby braucht wirklich noch Zeit“, erklärt Denise Möbius. Die hätte sie auch, denn die Hündin ist, wie Bella auch, gerade erst ein Jahr alt geworden und noch formbar. Interessenten vorausgesetzt, könne sie die Leute kennenlernen, die geduldig mit ihr arbeiten und Vertrauen aufbauen.
Welche Hunderassen in Bellas und Barbys Mix beteiligt sind, könne man nicht hundertprozentig sagen, bedauert die Tierpflegerin. „Das ist Mischmasch durch und durch“, meint Denise Möbius. Geschwistertiere seien es jedenfalls nicht, sie sähen auch unterschiedlich aus, Barby etwa so ein wenig wie so ein „geschrumpfter Golden Retriever“. Beide seien sie jedoch gesund und munter – wie auch drei weitere, bereits vermittelte Tiere aus dem gleichen Transport.
Bellas Fortschritte beim Angsthund-Seminar lassen hoffen – sie habe gezeigt, dass sie sich an den anderen Hunden orientiert habe. „Ein souveräner Zweithund wäre daher vermutlich von Vorteil“, meint Denise Möbius. Einer, der wirklich klar in der Kommunikation sei. „Ansonsten ist halt wirklich Geduld und Spucke gefragt. Bei beiden“, erklärt die Tierpflegerin weiter. Überdies wäre eine Hundeschule ratsam, schon weil es Straßenhunde seien und man die Vorgeschichte nicht kenne.
Hinsichtlich des Futters seien Bella und Barby bereits souverän genug, um zu wissen, dass sie nicht mehr verhungern müssen. „Bella und Barby fressen sich hier nicht dick und rund“, erzählt Denise Möbius. Wenn sie keinen Hunger hätten, ließen sie es auch stehen. Im Tierheim Märkisch Buchholz bekommen die beiden Denise Möbius zufolge das normale Standardfutter.
Spendenkonto Tierheim Märkisch Buchholz
IBAN: DE81 1009 0000 7213 9490 09
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Interessenten an Bella, Barby oder einem anderen Tier finden die bedürftigen Fellnasen im Tierheim Märkisch Buchholz
● Am Tierheim 1, 15757 Halbe, Tel. 033765 80689, E-Mail: tierheim@tierschutzverein-kw.de


