Tierschutz in Beeskow
: Warum aus der Tierschutzgruppe jetzt Lisas Pfotenhilfe wird

Die engagierte Tierschützerin aus Beeskow hat für ihre Arbeit jetzt ein gemeinnütziges Unternehmen gegründet. So kann man es unterstützen.
Von
Olaf Gardt
Beeskow
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Die Beeskower Tierschützerin Lisa Odoy

Die Tierschützerin Lisa Odoy aus Beeskow – im Arm ihre Berufung. Das Helfen von Tieren liegt ihr am Herzen.

Diana Daubitz
  • Lisa Odoy gründet „Lisas Pfotenhilfe“ als gemeinnützige Unternehmergesellschaft in Beeskow.
  • Fokus auf Kastration, Fütterung und Vermittlung von Straßenkatzen sowie Tierschutzarbeit mit Kindern.
  • Unterstützung bei tierischen Problemen, z. B. entlaufene Haustiere – Kater Oskar nach 6 Monaten gefunden.
  • Spendenkonto eingerichtet, Aktionen bei der Langen Nacht in Beeskow am 30. August geplant.
  • Spenden und Futterabgaben im Pfennigland am Markt möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ende 2023 hatten engagierte Tierschützer in Beeskow ihre Kraft gebündelt und eine Tierschutzgruppe gegründet. Erstes Ziel: Die oftmals versteckt lebenden Straßenkatzen sollten eingefangen, kastriert und gekennzeichnet werden, um eine weitere Vermehrung einzudämmen und so Tierleid zu mildern. Zudem wollte man Katzenwelpen aufpäppeln und vermitteln.

Der Tierschutz erhielt in der Folge in der Oder-Spree-Kreisstadt mehr Aufmerksamkeit, die Stadtverordneten berieten über eine Tierauffangstation in der Stadt, eine Katzenverordnung. Und schließlich gilt es auch noch, eine sinnvolle Verwendung für ein von der Stadt angetretenes Tierschutzerbe zu finden.

In der wachsenden Tierschutzgruppe kam es im Laufe der Zeit auch zu unterschiedlichen Auffassungen, einige Mitglieder verließen den Zusammenschluss. Anfang des Jahres schließlich wurde die Gründung eines Tierschutzvereins Beeskow bekannt.

Lisa Odoy, die von Beginn an der Spitze der Tierschutzgruppe stand, kündigte an, ihre Tierschutzarbeit in anderer Form weiterzuführen. Sie hat jetzt eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft „gUG“ gegründet. Nach dieser Rechtsform arbeitet beispielsweise auch das bekannte Tierheim am See in Eisenhüttenstadt.

Tierschutzarbeit in Beeskow mit Kindern geplant

Mit ihren Mitstreiterinnen will Lisa Odoy sich künftig nicht nur um verwilderte Katzen kümmern. Kastrationsprojekte und auch die Fütterung der Tiere sind ihr weiter wichtig. Außerdem will sie auch Aufklärung betreiben, beispielsweise Kinder spielerisch mit Tierschutzarbeit vertraut machen. Erste Aktionen gab es bereits, unter anderem mit dem Awo-Hort an der Stadtmauer in Beeskow.

Ansprechpartnerin will die Tierschützerin aber auch für alle anderen tierischen Probleme sein. Sie hilft, wenn Haustiere ausgerissen sind, Tierhalter Beratung brauchen. Erst vor wenigen Tagen meldete sie auf ihrem Instagram-Kanal, dass die Tierschutzarbeit dabei geholfen habe, dass der vermisste Kater Oskar nach rund sechs Monaten wieder zurück bei seiner Familie ist. Und wenn langfristig alles gut läuft, könne sie sich auch vorstellen, eine Tierschutzstation zu betreiben.

Kontakt zu Lisas Pfotenhilfe

Ein Spendenkonto hat Lisa Odoy bei der Sparkasse Oder-Spree eingerichtet (BLZ: DE81 1705 5050 1102 4315 80). Wer ein Tier in Not entdeckt, zuletzt galt es, einen Hahn zu retten, kann sich telefonisch unter Tel. 0173 64 44 015 melden.

Ausführlicher vorstellen will sich Lisas Pfotenhilfe bei der Langen Nacht in Beeskow am 30. August. Dort kann man seine Kinder gegen eine kleine Spende als Tiere schminken lassen. „Egal ob Löwe, Schmetterling oder Superheld – wir malen alles, was das Herz begehrt“, heißt es in der Ankündigung.

Das Pfennigland am Markt ist ein Ansprechpartner, wenn es um Spenden für die Pfotenhilfe geht. Dort können, auch bei der „Langen Nacht“ Futterspenden abgegeben werden.