Traditionsfahrt
: Ruderer reißen sich am Riemen

Sportler trotzen eisigen Temperaturen / Eierfahrt nach Leißnitz
Von
MOZ
Beeskow/Leißnitz
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Wacker: Die Sportler vom Ruderclub Beeskow wagten sich am stürmisch-kalten Neujahrstag auf die Spree bis Leißnitz.

Ruderclub Beeskow

Die Wetterprognose für den Neujahrstag war recht günstig, so dass im Vorfeld die traditionelle Eierfahrt des Ruderclub Beeskow für den Neujahrstag geplant werden konnte. So versammelten sich am Vormittag des 1. Januar 20 Ruderer im Bootshaus zu dieser Traditionsfahrt. „Starker Wind und ausgiebige Regenschauer dämmten erheblich die Freude für diese erste Ausfahrt, die bis nach Leißnitz zur Gaststätte Schur gehen sollte“, berichtet Eberhard Keil vom Ruderclub.

In Leißnitz standen schon Eier für die erste Rudermannschaft, die die Gaststätte im Jahr erreichte, bereit. Diese Tradition besteht schon seit Gründung des Beeskower Ruderclubs und wird seit dem Jahr 1920 gepflegt. Im Laufe der Jahre wechselten einige Male die Ziele der Fahrt und damit auch die Gaststätten. Seit einigen Jahren ist die Gaststätte Schur das Ziel.

„In diesem Jahr war das Wetter eine große Herausforderung für die Ruderer, denn bei Regen und Sturm in ein schmales Ruderboot zu steigen und dann noch über eine Stunde nach Leißnitz zu rudern, kostet schon einige Überwindung“, so Eberhard Keil weiter. Zehn Ruderer ließen sich von diesen Widrigkeiten nicht abschrecken und haben diese Strapazen auf sich genommen. Direkt am Dorfstrand in Leißnitz konnten sie aber nicht anlanden, denn der starke Sturm verhinderte die Fahrt über den Leißnitzsee, so dass schon an der Fähre angelegt werden musste. Ein Spaziergang bis zu Gaststätte war notwendig. Hier stand schon eine warme Suppe auf dem Tisch und mit Glühwein und Tee wurden langsam die steifen Glieder wieder beweglich. Wirtin Astrid Pagel überreichte der Rudertruppe den Korb mit dem „Schock Eier“, der aber per Auto zum Bootshaus transportiert wurde. Hier werden sie dann beim nächsten Clubabend gebraten und verspeist.

Die Ruderer mussten aber wieder zurückrudern, denn das ist eine Bedingung bei der Durchführung einer Eierfahrt. Das Wetter war nicht besser geworden. Zusätzlich blies der Wind, der sich zum Ärger  der Ruderer gedreht hatte, wieder von vorn. So waren alle glücklich wieder in Beeskow im Bootshaus zu landen. Damit war eine der anstrengendsten Eierfahrten beendet.