Die NEB meldet am Donnerstag Verzögerungen im Bahnverkehr in Richtung Berlin auf der Linie RB 36 ab Müllrose. Um bis zu 20 Minuten verspätet sich die Abfahrt der Züge. Im Laufe des Nachmittags, so ein Unternehmenssprecher, soll die Strecke aber wieder frei sein. Aktuell müsse noch ein technisches Problem gelöst werden.
Auslöser der Verzögerung war offenbar eine Person, die sich im Bereich der Luchwiesen in Beeskow im Gleisbett der Bahnstrecke aufgehalten hat. Nach ersten Angaben handelte es sich um eine ältere Frau, die sich ins Gleisbett gelegt haben soll. Der Zugführer habe die Frau bemerkt und konnte rechtzeitig bremsen. Zudem sei die Frau beim Herankommen des Zuges aufgestanden und sei davongelaufen. Insofern sei es zu keinem Personenschaden gekommen. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass man aktuell nach der Frau suche.

Lokführer wird psychologisch betreut

Die NEB bestätigte den Vorfall ebenfalls. Der Lokführer werde, auch wenn die Situation glimpflich ausgegangen sei, psychologisch betreut. Zu weiteren Personenschäden sei es nicht gekommen. In der Bahn hätten sich rund zehn Fahrgäste befunden. Nach dem Vorfall, der sich gegen 12:45 Uhr ereignet hat, wolle man gegen 14.30 Uhr den Verkehr wieder aufnehmen. Kurzzeitige Verspätungen seien dennoch möglich.
Erst am 30. August hatte ein Zug der Niederbarnimer Eisenbahn im Bereich der Kleingartenanlagen zwischen dem Beeskower Kiefernweg und dem Luch einen Mann erfasst, der gerade dabei war, die Schienen zu überqueren. Einen beschrankten Bahnübergang gibt es an dieser Stelle nicht, aber einen Fußweg über die Gleise. Die Polizei sprach damals von einem Unfall. Der Mann hatte die Gleise bereits überquert, sei dann aber aus nicht bekannten Gründen umgekehrt.
Unabhängig von dem aktuellen Vorfall gibt es auf der Strecke bis zum 10. Dezember weitere Einschränkungen. Zwischen Müllrose und Frankfurt finden derzeit durch die Deutsche Bahn Bauarbeiten statt. Auf diesem Streckenabschnitt besteht deshalb Schienenersatzverkehr.
Update 15:10 Uhr: Die NEB erklärt, dass die Fahrgäste im betroffenen Zug zunächst ausharren mussten. Nachdem ein neuer Lokführer den Dienst angetreten hatte, sei der Zug zurück nach Beeskow gefahren. Dort hätten die Fahrgäste dann mit der nächsten regulären Bahn ihre Fahrt fortsetzen können.
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