Zuschüsse: Mögliche Fördersumme für Tafeln nicht ausgereizt

Neues Fahrzeug: Die Beeskower Tafelchefin Marita Schwarz, sowie die Bundesfreiwilligen-Dienstler Silke Henkel und Mona Khali (v. l.). Die Anschaffung wurde vom Kreis mitfinanziert.
Jörg KühlVon den 40 000 Euro zur Unterstützung der Arbeit der Tafeln, die auf Beschluss des Kreistages im vergangenen Jahr aus dem Kreishaushalt zur Verfügung gestellt werden sollten, sind nur knapp 30 000 Euro ausgegeben worden. Darüber hat die Verwaltung vor dem Sozialausschuss informiert. 8500 Euro gingen als Co–Finanzierung an die von der Gefas getragene Tafel in Beeskow, die ein Kühlfahrzeug angeschafft hat. Geld gab es auch für die Gefas–Tafeln in Fürstenwalde, Erkner und die Ausgabestelle in Storkow. Für Letztere wurden Kühlschränke und ein Tiefkühler mit Glastür angeschafft, außerdem ein Brot– und Brötchenregel. Dafür wurden gut 6600 Euro gezahlt. Ein Hubwagen, Sortiertische, ein Dörrautomat und eine Registrierkasse wurden für die Tafel in Fürstenwalde investiert, die rund 3500 Euro erhielt. Knapp 7400 Euro waren es für die Tafel in Erkner, die einen Kopierer und Computertechnik benötigte.
Gefördert wurde außerdem die Tafel in Eisenhüttenstadt, die für rund 3800 Euro drei Kühlschränke und eine Kühltruhe erhielt. Abgelehnt wurde der Antrag der Caritas, die in Fürstenwalde den Caritas–Laden betreibt. Sie hatte 7500 Euro für Personalkosten, Miete, Versicherungen und ein Kfz–Leasing beantragt. Dies habe nicht dem Förderzweck entsprochen.
Die Unterstützung der Tafeln mit 40 000 Euro war zuvor über Monate kontrovers in den Kreistagsgremien diskutiert worden. Der Unterstützungsantrag an sich kam von der Linken. Er hatte sich auf die Spannungen an der Essener Tafel im Februar vergangenen Jahres bezogen. „Uns geht es darum, einen Beitrag zur Prävention zu leisten, in dem wir den Tafeln helfen, ihre Arbeitsabläufe zu verbessern“, hatte Fraktionschef Artur Pech argumentiert. Philip Zeschmann (BVB/Freie Wähler) hatte sogar eine Erhöhung der Summe auf 60 000 Euro gefordert. Er sagte, dass es bei der Tafelarbeit um Integration, aber auch um soziale Teilhabe aller Menschen "egal welcher Herkunft“ gehe.
