Margot König ist in Schwanebeck verwurzelt. Dort wuchs sie auf, verbrachte die ersten 30 Jahre ihres Lebens im Panketaler Ortsteil. Zwar wohnt sie inzwischen in Berlin, doch ihr Elternhaus ist weiterhin in Familienbesitz. Am Donnerstag, 26. August, war sie mal wieder dort – Zur Feier ihres 100. Geburtstags. Zur Feier war auch Bürgermeister Maximilian Wonke (SPD) eingeladen, der herzlich gratulierte und einen Blumenstrauß überreichte.

Heiratsmarkt nur wenige Meter vom Grundstück entfernt

Die Jubilarin freute sich über den Besuch aus dem Rathaus und berichtete von ihrer Zeit in Panketal. Margot König ging in Zepernick zur Schule und fuhr oft gemeinsam mit ihrer Schwester mit dem Rad zum S-Bahnhof Röntgental. Damals fuhr die Bahn noch im 10-Minuten-Takt. Auch an den Schwanebecker Heiratsmarkt kann sie sich erinnern, war dieser doch nur wenige Meter von ihrem Grundstück entfernt.
Beruflich war sie als Sekretärin tätig, bevor sie aufgrund ihrer zwei Kinder teilweise in Heimarbeit ging. Danach arbeitete sie als Kassiererin und wurde schließlich in einer Bank angestellt, wo sie bis zur Rente beschäftigt war. Besonders wichtig war Margot König neben ihrer Arbeit aber schon immer Bewegung. Sie war im Wanderclub aktiv und bereiste mit anderen Wanderfreunden unter anderem Mallorca und Teneriffa. Auch heute bleibt sie weiter in Bewegung – schließlich ist ihre Wohnung im dritten Stock. Einen Fahrstuhl gibt es nicht. „Das hält mich fit“, scherzt die Seniorin, die gern Kreuzworträtsel löst.

Vater wurde ebenfalls über 100 Jahre alt

Ansonsten führt sie ihr hohes Alter auf gute Gene zurück. Ihr Vater wurde auch über 100 Jahre alt, erzählt sie. Er bekam – wie damals üblich – Besuch vom Bundespräsidenten. Ihren eigenen 100. Geburtstag verbrachte Margot König im Kreise ihrer Familie. Ein Höhepunkt dabei war eine Tour von Saatwinkel zum Tegeler See auf einem Schiff, das 1923 gebaut wurde. Dort hatte die Schwanebeckerin schon ihren 90. Geburtstag gefeiert. Über den Besuch des Bürgermeisters war sie sehr erfreut: „Vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr zum 101. Geburtstag wieder“, sagte sie zum Abschied.