Basketball: „Ich will ein gutes Beispiel sein“

Von der ProA zu Lok: Dan Oppland (weißes Trikot Nr. 42)
©vaf-foto/gerold-fotografieMit seinen 35 Jahren gehörte Oppland zuletzt noch immer zu den besten Spielern auf seiner Position in der ProA. Seine Vielseitigkeit, die Spielweise und Erfahrung sind Qualitäten, die den Power Forward auszeichnen. Er bringt mit seinen 2,03 Metern und 102 Kilogramm viel Physis mit. Nach zuletzt fünf Spielzeiten in der ProA für die Nürnberg Falcons (2014-2018) und die MLP Academics Heidelberg (2018/19) läuft Oppland künftig nun also für Lok Bernau in der ProB auf.
Start in Groningen
Beim niederländischen Erstligisten Groningen startete Dan Oppland vor 13 Jahren seine Profikarriere. Es folgten Engagements in Polen und Schweden auch im Europapokal, ehe der Flügelspieler im Januar 2008 zum BBC Bayreuth in die ProA nach Deutschland ging. Nach eineinhalb Jahren als Leistungsträger in Bayreuth wechselte er zum österreichischen Bundesligisten Swans Gmunden, wo er 2010 den Meistertitel gewann sowie 2010, 2011 und 2012 den Pokal.
Nach einer Saison beim finnischen Erstligisten Namika Lahti, kehrte Oppland in die ProA zurück. Dass er 2014 von Ralph Junge zu den Falken nach Nürnberg geholt wurde, bezeichnete der Verein später als „eine der besten Personalentscheidungen, die unser Coach jemals getroffen hat“.
10,7 Punkte im Durchschnitt
In der abgelaufenen Saison erzielte Oppland für die MLP Academics Heidelberg in 37 Spielen durchschnittlich 10,7 Punkte und sammelte dabei 5,3 Rebounds sowie 1,6 Assists.
Er wird den Bernauern in der Zone mit seiner Physis und im Rebound helfen. Gleichzeitig verfügt er über ein sehr gutes Passspiel und eine große Erfahrung. Davon sollen vor allem auch die jungen Spieler im Lok-Kader profitieren. Oppland ist im letzten Jahr Vater geworden und wird zu seiner Frau nach Berlin ziehen.
Coach René Schilling ist froh, "dass wir Dan für uns gewinnen konnten. Er hat über Jahre bis zuletzt in der ProA auf hohem Niveau gespielt und bringt viel Erfahrung mit. Das wird uns und den jungen Spielern viel Stabilität geben. Darüber hinaus passt er bestens in unser System und wird auch menschlich eine Bereicherung sein.“
Auch Oppland blickt optimistisch nach vorn: „Ich freue mich, kommende Saison für Bernau zu spielen. Für mich ist das eine einzigartige Möglichkeit, meinen Lieblingsberuf mit dem Familienleben zu vereinbaren. Mein Ziel ist es, den jungen Spielern ein Mentor und ein gutes Beispiel zu sein. Vielen Dank schon jetzt für diese Chance, meine Karriere noch etwas zu verlängern.“
Quadir Welton wechselt
Mit der Verpflichtung von Oppland steht fest, dass Quadir Welton nicht mehr für Bernau spielen wird. Nach langen intensiven Verhandlungen ist die Vertragsverlängerung nicht gelungen. „Er wäre sehr gern geblieben“, berichtet Teammanager Christian Leschke. „In dem Poker konnten wir am Ende aber leider nicht mithalten. Der Verein bedankt sich ausdrücklich bei Quadir für seinen Einsatz in der letzten Saison und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute“, fügte Leschke hinzu.
Ein Wiedersehen in Bernau wird es auf jeden Fall geben, denn Welton wechselt innerhalb der ProB nach Sachsen-Anhalt zu den BSW Sixers.