Basketball
: Den Krimi im Endspurt verloren

Die Heimmacht ist gebrochen. Gegen die Itzehoe Eagles kassierte Lok Bernau in der ProB am Sonnabend nach heiß umkämpfter Schlussphase mit 88:96 die erste Niederlage in eigener Halle.
Von
Ricardo Steinicke
Bernau
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War gegen Itzehoe mit 16 Punkten zweitbester Werfer bei Lok: Alexander Blessing

Ricardo Steinicke

Till Isemann trifft den Dreier

Neuzugang Till Isemann eröffnete den zweiten Abschnitt mit einem Dreipunktspiel und hatte dabei die Zuschauer hinter sich. Ein zwischenzeitlicher 10:0–Lauf war die wohl stärkste Bernauer Phase des Spiels. Allein Alexander Blessig markierte dabei acht Zähler (35:23, 15. Minute). Der Vorsprung hielt bis zur Halbzeit, auch dank starkem Einsatz von Kresimir Nikic (10 Punkte). Der Kroate verletzte sich allerdings und konnte im weiteren Spielverlauf nur noch zusehen.

Die Gäste legten nach dem Seitenwechsel merklich zu und ließen den Bernauer Vorsprung zusammen schmelzen. Allerdings behielten die Lok–Basketballer, angeführt von Dan Oppland, immer knapp die Nase vorn, auch als die beiden Eagles Christopher Hooper (29 Punkte) und Marko Boksic (24 Punkte) weiter aufdrehten. Hooper war es auch, der mit der Schlusssirene der regulären Spielzeit den entscheidenden Dreier zum 80:80 Ausgleich traf und das Spiel in die Verlängerung schickte.

Die Overtime startete dabei ganz nach dem Geschmack der Bernauer Fans, die es nicht mehr auf den Sitzen hielt. Evans Rapieque traf den Dreier. Abi Kameric setzte kurz danach mit einem Korbleger nach. Allerdings war die Rotation der Lok hier schon weit geschrumpft. Nikic verletzt, Lorenz Brenneke und Konstantin Kovalev ausgefoult. Itzehoe nutze diese physische Überlegenheit und drehte das Spiel nun vorentscheidend. Die Hausherren mussten sich nach 45 Minuten mit 88:96 geschlagen geben.

Erfahrung hat gefehlt

Lok–Coach René Schilling: „Es war ein gutes und umkämpftes Spiel. In der Verlängerung hat uns heute die Erfahrung gefehlt. Itzehoe hat mit einem Treffer in letzter Sekunde die Verlängerung erzwungen und sich das Momentum erkämpft. Vorausgegangen war, dass wir ausgerechnet bei diesem letzten Angriff zu nachlässig beim Rebound waren. Wir hatten dann in der Verlängerung auch mit einer kurzen Rotation zu kämpfen, so dass uns auch etwas die Kraft ausging.“

Am Sonnabend geht es für die Bernauer an den Rhein zum starken Aufsteiger ART Giants Düsseldorf (19 Uhr, Comenius Gymnasium).

Bernau: Dan Oppland (21 Punkte), Alexander Blessig (16), Abi Kameric (12), Lorenz Brenneke (12), Kresimir Nikic (10), Till Isemann (7), Evans Rapieque (4), Nolan Adekunle (4), Konstantin Kovalev (2)