Basketball
: Der Knoten ist geplatzt

Im Brandenburger Duell der ProB gewinnt Lok Bernau mit 79:74 gegen dieTKS 49ers und fährt den ersten Auswärtssieg ein.
Von
Ricardo Steinicke
Bernau
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Verabschiedete sich standesgemäß mit einem Sieg: Alexander Rosenthal zog gegen die TKS 49er das letzte Mal das Trikot von Lok Bernau an.

Ricardo Steinicke

Beim Auswärtsspiel mit der kürzesten Anreise ist bei den Bernauer Korbjägern endlich der Knoten geplatzt. Mit dem Derbysieg gelang den Schützlingen von Trainer René Schilling im vierten Anlauf endlich der erste Auswärtssieg in dieser Saison.

Noch vor Spielbeginn überraschten die TKS 49ers mit der Beurlaubung ihres Cheftrainers Kai Buchmann. Genaue Gründen wurden noch nicht genannt. Der sportliche Leiter Vladimir Pastushenko übernahm als Interimstrainer für das Brandenburg–Derby.

Vor der stimmungsvollen Kulisse boten beide Teams von Beginn an ein hart umkämpftes Spiel. Die Teltower suchten wie erwartet über Mubarak Salami und Sebastian Fülle den Weg zum Korb. Lok Bernau hielt mit Dan Oppland, Alexander Blessig und Kresimir Nikic dagegen. Nach einem ausgeglichenen ersten Abschnitt (18:15, 10. Minute), eröffnete Alexander Rosenthal das zweite Viertel. Die 49ers zeigten sich in dieser Phase besonders treffsicher aus der Distanz. Allein neun Treffer bei einer Trefferquote von 56 Prozent waren es in der ersten Hälfte. Das Derby blieb mit 37:38 für die Hausherren aber ausgeglichen.

Die TKS 49ers erwischten nach dem Seitenwechsel den besseren Start und zogen mit schnellen sieben Punkten davon. Erst eine Auszeit von Lok–Coach René Schilling ließ die Bernauer Offensive wieder ins Rollen kommen. Etliche Male wechselte die Führung und das Spiel wurde zum Schussviertel hin auch hitziger.

Mit einem knappen 61:63–Rückstand ging es in die letzten zehn Minuten. Hier übernahmen Dan Oppland und Malte Delow für die Barnimer die Verantwortung in der Offensive. Nach einem 9:0–Lauf setzte sich Bernau mit 75:66 ab. Die Teltower starteten noch einmal eine Aufholjagd, Lok Bernau rettete die Führung aber ins Ziel und gewann am Ende mit 79:74.

Abschied von Rosenthal

Nach dem Schlusspfiff konnte sich Alexander Rosenthal von den Bernauer Fans noch einmal feiern lassen. Für den 31–Jährigen war es der letzte Auftritt für Lok. Rosenthal war im Sommer in den Bernauer ProB–Kader zurückgekehrt, musste sein Comeback nun wegen einer beruflichen Beförderung früher als erwartet beenden.

Lok–Coach René Schilling war nach dem Spiel erleichtert: „Ich bin froh, dass wir heute endlich mal als Sieger von einem Auswärtsspiel nach Hause fahren. Nach der Halbzeit haben wir einige Sachen im Spiel verändert, in den richtigen Momenten auch die Dreier getroffen.“

Am Sonntag empfangen die Bernauer in der ProB zu Hause die Itzehoe Eagles (17 Uhr, Erich–Wünsch–Halle).

Bernau: Dan Oppland (20 Punkte, 10 Rebounds, 4 Assists), Alexander Blessig (18 P, 5 Reb, 6 Ass), Malte Delow (14 P), Kresimir Nikic (7 P), Konstantin Kovalev (7 P), Evans Rapieque (5 P), Lorenz Brenneke (4 P), Alexander Rosenthal (2 P), Nolan Adekunle (2 P), Abi Kameric, Till Isemann