Basketball
: Hilfe gegen den Bernauer Trennungsschmerz

Der SSV Lok Bernau hält seine Fans mit Podcasts auf dem Laufenden. Im neuesten geht es um Frank Acheampong, den neuen Jugend-Koordinator.
Von
Britta Gallrein
Bernau
Jetzt in der App anhören

Daumen hoch für den Nachwuchs: Frank Acheampong (links) mit dem Lok-Vorsitzenden Sebastian Weege

Verein

„Wir hatten eine Info-Mail von der ProB erhalten, was man in der Corona-Pause medial machen kann und den Vorschlag mit dem Podcast fanden wir gut. Unser Trainer Marco Bulla hat sich sofort bereit erklärt, das zu übernehmen, weil er schon Erfahrungen hat“, berichtet Vereinsvorsitzender Sebastian Weege über die Entstehungs-Geschichte des Lok-Podcasts.

In den bislang sieben erschienenen Folgen kommen unter anderem auch ehemalige Spieler wie Robert Kulawick zu Wort, der über seine Zeit bei Bernau erzählt und in Erinnerungen schwelgt, wenn er über seine emotionalsten Momente auf dem Court berichtet.

In der aktuellen Folge sieben wird der wohl wichtigste Mann bei Lok für die Jugendarbeit vorgestellt. Die hat bei Lok traditionell einen sehr hohen Stellenwert. Rund 300 Kinder und Jugendliche trainieren beim SSV in verschiedenen Alters- und Leistungsklassen bis zum Bundesliga-Niveau. Koordinieren wird diese Arbeit künftig Frank Acheampong. Er steht schon seit August 2019 als Trainer in den Diensten der Lok und konnte seither den Verein besser kennenlernen.

Frank Acheampong kann auf eine abwechslungsreiche Basketballlaufbahn zurück blicken, die ihn vom Start beim Berliner BSC über weitere Stationen wie Bremerhaven, Nürnberg und Kirchheim zurück in den Berliner Raum nach Bernau führte. Früh entdeckte der heute 38-Jährige seine Leidenschaft für das Coaching, wurde mit 20 bereits Spielertrainer, fing kurz darauf als Jugendtrainer an.

Hobby zum Beruf gemacht

Frank Acheampong entschied sich, sein Hobby zum Beruf zu machen und ging als Profi-Trainer nach Bremerhaven und später nach Nürnberg, konnte dabei viel von älteren Trainern lernen. Unter anderem, wie man Training vorbereitet, aber auch, wie man aus wenig Möglichkeiten aus einem Breitensportverein viele Möglichkeiten schöpft. Auf all seinen Stationen konzentrierte sich seine Arbeit auf den Ausbau und die Stärkung von Basketball-Breitensport als auch leistungsorientiertes Betreuen von JBBL- und NBBL-Mannschaften.

Im Podcast verrät Acheampong, was ihm an Lok Bernau gut gefällt. „Vor allem die große Breite. Wir haben sehr viele Kinder mit einer enormen Energie, die sind sehr sportlich. Da kann man an vielen anderen Standorten oft nur von träumen. Damit kann man gut arbeiten.“ Sein Fokus, erklärt er, liege nun auf dem Technik-Training. „Die Kinder müssen wissen: Sie müssen schnell spielen und aggressiv spielen und sie müssen Technik sauber und gut ausspielen können.“

Er wolle nun erst einmal die Jugendtrainer des Vereins zusammen bringen, kündigt Frank Acheampong an. „Wir wollen da eine Gemeinschaft unter den Trainern schaffen, damit wir uns als Team verstehen und uns gegenseitig helfen können“, erklärt er.

Auch die Idee einer Grundschul-Liga in Bernau findet er spannend. „Das bringt eine ganz neue Dynamik.“ Dann könnten auch Profi-Spieler das Training dort begleiten. „Die Kinder sehen ihre Trainer dann auch bei den Spielen, kommen mit ihren Eltern in die Halle zu Heimspielen.“

Wichtig sei es auch, talentierte Jugendspieler bei Lok zu halten. Denn die Konkurrenz vieler Vereine in Berlin ist groß. „Das muss man differenziert betrachten und darauf eingehen, was die Kinder brauchen.“ Bei einigen könne das ein Individual-Training sein, anderen müssen man die Zeit geben, sportlich zu wachsen. „Unser Vorteil in Bernau ist auch, dass wir nicht nur super talentierte Jungs, sondern auch Mädchen haben“, freut sich der neue Jugend-Koordinator. „Da müssen wir jetzt in das nächste Level gehen“, sagt der Trainer, der inzwischen auch nach Bernau gezogen ist und sich in der Stadt sehr wohl fühlt. „Hier ist alles nah beisammen, dadurch spart man viel Zeit. Es ist alles so ruhig und friedlich, das gefällt mir“, berichtet Acheampong, der selber nicht mehr aktiv Basketball spielt.

Sich mit Freunden treffen und ins Kino gehen sind Dinge, die ihn privat abschalten lassen vom Sport. „Ich glaube, keiner meiner Freunde hat mit Basketball zu tun. Und das ist auch okay“

In seiner Funktion als Jugendkoordinator des SSV Lok folgt der 38-Jährige seinem Vorgänger Timur Topal, der den Verein zum Ende der Saison verlässt.

Kids bei Heimspielen dabei

Vereinsvorsitzender Sebastian Weege: „Hier in Bernau geht es dem Verein zukünftig darum, das erreichte Niveau der Jugendarbeit abzusichern als auch die Strukturen und Angebote weiter zu verbessern. Wir arbeiten weiter daran, zukünftig mal wieder Bernauer Kids bei den Heimspielen der Herren auf dem Spielfeld zu sehen. Zusammen mit allen Trainerinnen und Trainern wird uns Frank dabei deutlich weiterhelfen, und somit die nächsten Nachwuchsbasketballer der Stadt und Region hervorbringen und fördern.“

Aktuelle und ehemalige Bernauer erzählen

Verfügbar ist der Lok-Bernau-Podcast kostenfrei über die Internet-Seite des Vereins www.ssv-lok-bernau.de sowie über die Plattformen Spotify, Apple Podcast und Podigee.

Folgende Teile gibt es bis jetzt:Folge 1: Sebastian WeegeFolge 2: Jan HeideFolge 3: Sebastian TrzcionkaFolge 4: René SchillingFolge 5: Robert KulawikFolge 6: Jörg DüringFolge 7: Frank Acheampong⇥red