Basketball
: Kein Licht am Ende des Tunnels für Lok-Reserve

Auch gegen die BG 2000 Berlin konnten die Basketballer des SSV Lok Bernau II nicht gewinnen. Nach dem 70:89 ist der Klassenerhalt nur noch theoretisch zu schaffen.
Von
Alexander Voltz
Bernau
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Nachwuchstalent: Lukas Meiling von Lok II

Andreas Gora

Auch im Absteigerduell gegen die BG 2000 Berlin konnten die Basketballer des SSV Lok Bernau II nicht den ersten Sieg in der 2. Regionalliga einfahren. Die Aufsteiger verloren mit 70:89. Der Klassenerhalt wird damit immer unwahrscheinlicher.

Gerade in den letzten Wochen hatten die Bernauer viele Ausfälle wichtiger Leistungsträger zu verkraften. Leider gibt es aktuell auch noch keine positiven Nachrichten zu verkünden, denn neben der langen Verletztenliste mussten einige Spieler auch krankheitsbedingt absagen. So standen im Spiel gegen die BG 2000 Berlin gerade einmal sieben Spieler zur Verfügung.

„Mit dieser Situation müssen wir derzeit leben und hoffen, dass die verletzten und kranken Spieler schnell ins Team zurückkehren. Diese Situation gibt den jüngeren Spielern die Gelegenheit, sich auszuzeichnen und Erfahrung zu sammeln. In Hinblick auf die kommende Saison müssen die jungen Spieler sowieso mehr Verantwortung übernehmen“, betonte der Coach Alexander Voltz.

So standen mit Lukas Meiling und Franz Bihari Vass, der mit Doppellizenz spielt, aber auch bei Alba Berlin aktiv ist, zwei hoffnungsvolle Nachwuchstalente, beide Jahrgang 2001, in der Starting Five und konnten durchaus überzeugen.

Die Gäste aus Berlin wollten unbedingt gewinnen, um die zwei wichtigen Zähler gegen den Abstieg einzufahren. Dementsprechend motiviert starteten die Berliner in die Partie (15:4/6 min.).

Die Bernauer ließen in der Anfangsphase viele Punkte unter dem Korb liegen und zeigten auch von der Freiwurflinie ungewohnte Schwächen. Dank eines Dreiers kurz vor der Viertelpause hielten sie zumindest den Anschluss (15:23) und verkürzten den Rückstand zu Beginn des zweiten Viertels weiter (21:27/13 min.). Allerdings verpassten es die Bernauer, gerade in der Defense dagegenzuhalten.

In der Transistion Defense, dem Umschalten von Angriff auf Verteidigung, leisteten sich die Bernauer zu viele Fehler, die zu einfachen Punkten der Gäste führten. Durch einen 2:12-Run für die Berliner innerhalb weniger Minuten gaben die Barnimer das Spiel komplett aus der Hand. (23:39/16 min.). Hinzu kamen einige strittige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns, so dass die Gastgeber zur Halbzeit in der Höhe absolut unnötig zurücklagen (33:45).

Auch nach der Pause fanden die Bernauer keinen Zugriff zum Spiel, weil die Gäste ein starkes Viertel spielten und durch eine hohe Trefferquote überzeugten. Mit 30:13 gewannen sie diesen Spielabschnitt und erzielten damit bereits die Vorentscheidung der Partie (75:46 / 30 min.).

Zwar zeigten die Bernauer vor heimischem Publikum Moral und gewannen das letzte Viertel mit 24:14, aber dies änderte nichts am verdienten 89:70-Auswärtssieg der Berliner.

„Es wird nicht einfacher, wenn neben der langen Niederlagenserie auch weiterhin wichtige Spieler fehlen. Dennoch sind wir uns einig, dass wir die Saison vernünftig beenden wollen. Jeder Spieler im Team will sich nicht sieglos aus der 2. Regionalliga verabschieden. Dafür werden wir alles geben“, verspricht der Bernauer Coach.