Basketball: Lok Bernau besiegt Herzöge in der Verlängerung

Bester Scorer gegen Wolfenbüttel: Frank Wagner vom SSV Lok Bernau sammelte 20 Punkte und fünf Rebounds ein.
Ricardo SteinickeDer SSV Lok Bernau musste am letzten Spieltag der Hauptrunde in der 2. Basketball Bundesliga ProB nachsitzen. Erst in der Verlängerung konnten sich die Bernauer gegen die MTV Herzöge Wolfenbüttel mit 95:84 durchsetzen. Im Achtelfinale der Playoffs am nächsten Samstag trifft Bernau auf die OrangeAcademy Ulm.
Nach einem 7:0–Blitzstart kamen die Lok–Korbjäger am Samstagabend in der Erich–Wünsch–Halle zunächst gut aus den Startlöchern. Die in Bestbesetzung aufgelaufenen Herzöge Wolfenbüttel ließen sich davon aber nicht beeindrucken – brauchen sie im Kampf um den Klassenerhalt in den Playdowns jeden Sieg. Bernau konnte sich kurzfristig sogar über den Einsatz von Jonas Mattisseck freuen, der unter der Woche zum Kader der Nationalmannschaft beim Länderspiel in Israel gehörte. Alledrings fehlte verletzungsbedingt Quinten Post. Der 18–jährige Niederländer hatte sich unter der Woche das Syndesmoseband gerissen und wird auch in den kommenden Wochen aussetzen müssen.
Bei Wolfenbüttel zeigte Lars Lagerpusch seine Klasse. Mit 26 Punkten und acht Rebounds war das Wolfenbütteler Eigengewächs von den Bernauern nur ganz schwer zu kontrollieren. Zum Pausentee war Bernau bereits mit 29:44 ins Hintertreffen geraten.
Die Ansprache von Lok–Coach René Schilling hatte offensichtlich gefruchtet. Mit besserer Defensive und Punkten von Franz Wagner fand Bernau nun wieder in Spiel. Kapitän Robert Kulawick verkürzte weiter mit zwei Dreiern (56:60, 29. Minute). Mit dem krachenden Dunking von Quadir Welton war das Spiel vor dem Schlussviertel wieder offen (60:62). Die Führung wechselte nun ständig, so dass das Spiel nach den regulären 40 Minuten noch keinen Sieger hatte. Zuvor hatte Lagerpusch für die Herzöge zum 76:76 ausgeglichen.
In der Verlängerung brach der Bann. Die rund 650 Zuschauer in der Erich–Wünsch–Halle peitschten ihr Team nach vorn. Und Lok lieferte. Am Ende stand ein mannschaftlich hart erkämpfter 95:84–Heimsieg.
Bei Bernau ragten Franz Wagner (20 Punkte, 5 Rebounds) und Quadir Welton (19 Punkte, 10 Rebounds) heraus.
Lok–Coach René Schilling: „Es war das erwartet schwere Spiel gegen Wolfenbüttel. Erst in der zweiten Halbzeit haben wir ins Spiel gefunden und konnten dann in der Verlängerung den Heimsieg sichern.“
Mit Ende der Hauptrunde steht jetzt der Bernauer Gegner für die Achtelfinals der Playoffs fest. Lok trifft auf die OrangeAcademy, das Nachwuchsteam von ratiopharm Ulm (BBL). Das erste Spiel beginnt am Samstag um 19 Uhr in der Erich–Wünsch–Halle.