Basketball: Lok Bernau braucht noch mindestens einen Sieg

Ob er am Sonnabend mit an Bord sein wird, steht noch nicht fest: Bennet Hundt von Lok Bernau im Hinspiel gegen Münster
Ricardo SteinickeDie Baskets sind das einzige Team der ProB Nordstaffel, das in dieser Saison noch nicht in Bernau zu Gast war. Kaum ein Trainer hatte die Münsterländer vor der Saison nicht auf dem Zettel, als es um die Benennung eines möglichen Meisterschaftsfavoriten ging. Nicht ohne Grund: Denn das letztjährige Erfolgsteam konnte in weiten Teilen zusammengehalten und noch verstärkt werden. Einige Verletzungen haben das Team von Trainer Philipp Kappenstein anfangs allerdings zurückgeworfen. Davon ist inzwischen beim Blick auf die Tabelle nichts mehr zu erahnen. Als Tabellenzweiter haben die Münsteraner ihr Play–off–Ticket zwar schon gebucht, das Heimrecht (Platz 1 — 4) ist aber noch nicht ganz sicher.
Liga ist unberechenbar
Entsprechend geht es am Samstag nicht nur für die Brandenburger Gastgeber um einen Sieg, der für die sichere Teilnahme an den Play–offs benötigt wird. Der Heimsieg im letzten Spiel vor zwei Wochen gegen die Dresden Titans hat dahingehend zwar gut getan und war auch immens wichtig. Dennoch ist die Liga unberechenbar. So hatten beispielsweise die wochenlang sieglosen Düsseldorfer als Schlusslicht am letzten Spieltag völlig überraschend den Tabellenführer Itzehoe geschlagen.
Lok geht am Sonnabend als Tabellenfünfter in das Duell gegen Münster. „Mindestens einen Sieg brauchen wir noch, um wirklich in die Play–offs einzuziehen“, fasst Lok–Coach René Schilling die Wichtigkeit der verbleibenden beiden Spiele zusammen. „Es kann aber rechnerisch auch noch passieren, dass wir auf den 9. Platz abrutschen und in die Playdowns müssen“. Am letzten Spieltag der Hauptrunde (7. März, 19.30 Uhr) müssen die Bernauer Korbjäger noch auswärts bei den VfL SparkassenStars Bochum antreten.
Gleich zwei Top–Scorer
Bei den WWU Baskets sind mit Jan König, Stefan Weß und Malcolm Depeche die wichtigen Stützen des letztjährigen Teams noch immer an Bord. Weß (12 Punkte pro Spiel) und Delpeche (10,2 Punkte pro Spiel) sind aktuell im tief besetzten Kader die beiden Topscorer. Mit Jasper Günther hat man neben den beiden lange Verletzten Mark Coffin (USA) und Nicolas Funk einen weiteren Spielgestalter verpflichtet. Günther hat sich in seinen bisher sieben Spielen mit 5,6 Assists zum besten Passgeber entwickelt. Münster selbst stellt aber auch die beste Verteidigung der Nordstaffel.
Kader steht noch nicht fest
Der genaue Kader der Brandenburger wird sich erst kurzfristig am Spieltag entscheiden. Durch die angespannte Verletztensituation bei Kooperationspartner Alba Berlin trainieren die Doppellizenzspieler derzeit bei den Profis.
Lok–Coach René Schilling: „Wir hoffen wieder auf eine tolle Stimmung bei diesem Spiel gegen Münster. Ich erwarte ein physisches Duell, bei dem wir uns auf eine häufig wechselnde Verteidigung einstellen. Das heißt für unser junges Team, dass wir gut auf den Ball aufpassen müssen.“