Basketball
: Lok Bernau löst Ticket fürs Halbfinale

Der SSV Lok Bernau steht nach dem neuerlichen Sieg über die Fraport Skyliners Juniors erstmals im Playoff-Halbfinale der 2. Bundesliga ProB.
Von
Ricardo Steinicke
Bernau
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Bester Werfer bei Lok: Bernaus Kapitän Robert Kulawick steuerte im Spiel der Play-offs bei den Fraport Skyliners Juniors in Frankfurt 23 Punkte bei.

Ricardo Steinicke

Der SSV Lok Bernau hat die Viertelfinalserie bei den Fraport Skyliners Juniors mit einem 84:76-Auswärtssieg für sich entschieden und steht im Play-off-Halbfinale der 2. Basketball Bundesliga ProB. Der Gegner kommt aus der nach zwei Spielen unentschiedenen Serie zwischen Leverkusen und Oldenburg.

Die Ausgangssituation vor dem zweiten Spiel in der Viertelfinalserie zwischen den Fraports Skyliners Juniors und Lok Bernau war klar. Frankfurt konnte sich nur mit einem Sieg in ein Entscheidungsspiel retten. Bernau konnte mit einem Sieg den Einzug ins Halbfinale der Playoffs perfekt machen. Beide Teams gingen entsprechen hoch motiviert in das Spiel.

Bernau startete mit Bennet Hundt, Jonas Mattisseck, Robert Kulawick, Quadir Welton und Kresimir Nikic in das Spiel bei den Skyliners. Der Schock für Bernau kam gleich zu Beginn. Nach 30 Sekunden knickte Jonas Mattisseck abseits vom Ball um und konnte nicht weiterspielen. Eine Untersuchung wird zeigen, wie schwerwiegend die Verletzung ist.

Bernau schüttelte den Schock schnell ab und fand in das umkämpfte Spiel. Kapitän Kulawick sorgte mit zwei Dreiern in der Anfangsphase für ein erstes Achtungszeichen. Mit einer knappen 21:16-Führung endete das erste Viertel für die Brandenburger.

Die Skyliners blieben auf Tuchfühlung, konnten immer wieder verkürzen. Bernau fand aber in dieser Phase die passenden Antworten durch Kresimir Nikic und Franz Wagner, der den Vorsprung zur Halbzeitpause per Korbleger wieder auf fünf Zähler zum 39:34 stellte.

Unverändertes Bild auch nach dem Seitenwechsel. Beide Teams boten sich ein umkämpftes Kopf-an-Kopf Rennen. Wie auch schon im Hinspiel vor einer Woche ließ Bennet Hundt mit einem hohen Anspiel Quadir Welton zum Dunking einfliegen – ein laut umjubeltes Highlight.

Die hitzige Schlussphase bewies, dass sich die Skyliners noch lange nicht aufgegeben hatten. Mit einem Feuerwerk aus der Distanz durch Cosmo Grühn und Felix Hecker brachten sie sich bis 1:30 Minuten vor Schluss mit 75:70 in Stellung. Einen Korbleger von Garai Zeeb beantwortete Bennet Hundt eiskalt mit einem Dreier. Mit Punkten von Dennis Mavin und noch einmal Garai Zeeb holten sie dann auch das Publikum von Sitzen – nur noch 78:76 für Bernau bei noch 40 Sekunden. Lok behielt an der Freiwurflinie aber die Nerven und sicherte sich am Ende mit 84:76 den entscheidenden Sieg in der Viertelfinalserie.

Robert Kulawick (23 Punkte) und Kresimir Nikic (16 Punkte) waren auf Seiten der Brandenburger die Topscorer.

Lok hat nach dem vorzeitigen Einzug ins Halbfinale am Wochenende spielfrei und wartet auf seinen kommenden Gegner aus dem Viertelfinalduell zwischen Leverkusen (1. Südstaffel) und Oldenburg (4. Nordstaffel). Nach zwei Spielen steht es dort 1:1. Das Entscheidungsspiel findet am Samstag in Leverkusen statt.

Lok-Coach René Schilling: „Wir haben zum ersten Mal überhaupt ein Play-off-Spiel auswärts gewonnen. Wir haben das Spiel über die gesamte Zeit kontrolliert und auch die Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben. Großes Lob an mein Team – wir stehen jetzt im Halbfinale unter den vier besten Teams der Liga.“