Basketball: Lok Bernau unterliegt Dresden Titans

Den Punktgewinn vor Augen: der Bernauer Till Isemann am Ball
Ricardo SteinickeÜber 1800 Zuschauer sahen die Partie in der Dresdner Margon Arena. Darunter waren auch weit mehr als 50 Bernauer Fans, die zur stimmungsvollen Kulisse beitrugen. Auf dem Spielfeld konnten die Gastgeber mit Bestbesetzung aus dem Vollen schöpfen. Einzig Titans-Trainer Christian Steinberg verpasste krankheitsbedingt das Spiel und musste sich von Co-Trainer Fabian Strauß an der Seitenlinie vertreten lassen. Auf Bernauer Seite fehlten neben dem verletzten Malte Delow auch Lorenz Brenneke und Kresimir Nikic. Beide standen zeitgleich für Alba Berlin in der EuroLeague in Istanbul auf dem Feld.
Gastgeber legen vor
Die ersten Minuten des Spiels gehörten den Hausherren, die wie in ihren bisherigen Heimspielen einen energiegeladenen Start hinlegten. Trotz eingängiger Warnungen im Vorfeld durch Lok-Coach René Schilling ließen sich die jungen Bernauer in der Anfangsphase überlaufen. Nach gut drei Minuten führten die Dresden Titans bereits 2:13. Lok kam offensiv schwer in die Gänge, konnte sich aber zumindest defensiv steigern. Höher als diese elf Punkte wuchs der Rückstand im gesamten Spiel aber nicht. Bis zur ersten Viertelpause verkürzten die Brandenburger den Rückstand. Ein Dreier von Till Hornscheidt gab dafür den Startschuss zur Aufholjagd. Konstantin Kovalev legte weitere fünf Zähler nach, ehe Ben Lingk zum 17:20 aus Bernauer Sicht traf. Auch im zweiten Viertel legten zunächst die Dresdner vor. Angeführt von Eric Palm (23 Punkte) und Lennard Larysz (22 Punkte) zogen die Sachsen auf 28:37 davon (17. Minute). Diesmal war es Abi Kameric, der sein Team mit einem seltenen Vierpunktspiel aufweckte. Er wurde beim erfolgreichen Dreier gefoult und durfte zum Bonuswurf an die Freiwurflinie. Im folgenden Angriff legte Kameric direkt von der Dreierlinie nach. Als dann auch Dan Oppland vom Halbkreis traf, waren die mitgereisten Bernauer Anhänger in der Arena nicht mehr zu überhören (40:41, 19. Minute). Bis zur Halbzeit blieb das Spiel recht ausgeglichen. Mit einem knappen 44:45 für Dresden ging es in die Kabinen.
Die Partie blieb auf beiden Seiten hart umkämpft. Kurzzeitig übernahmen die Brandenburger dank großem Einsatz auch die Führung (58:57, 28. Minute). Allerdings musste Till Isemann noch vor dem entscheidenden Schlussviertel mit seinem fünften persönlichen Foul auf die Bank. Dresden zog durch die fälligen Freiwürfe und mit einem Distanztreffer von Georg Voigtmann wieder davon (58:65, 30. Minute).
Bernau blieb zwar in der hitzigen und spannenden Schlussphase in Schlagweite, konnte das umkämpfte Spiel aber nicht mehr drehen. Am Ende stand mit 81:88 die fünfte Saisonniederlage. Lok schließt die Hinrunde in der ProB dennoch mit einer positiven Bilanz (sechs Siege / fünf Niederlagen) ab.
Das Trainerfazit
Lok-Coach René Schilling: „Wir haben uns nach einem schwachen Start in das Spiel trotzdem eine Chance auf den Sieg erarbeitet. In der Anfangsphase hatten wir schwer Zugriff auf das Spiel bekommen. Das wurde dann aber phasenweise besser. Allerdings haben wir das Momentum dann im dritten Viertel selbst aus der Hand gegeben. Auch zum Schluss haben wir noch einmal gut verteidigt, dann aber entscheidende Rebounds abgegeben und wichtige Freiwürfe nicht getroffen. Mit diesen Fehlern lässt sich solch ein Spiel nicht gewinnen.“
Am nächsten Wochenende starten die Brandenburger dann mit einem Heimspiel gegen die ART Giants Düsseldorf in die Rückrunde der ProB. Das Sonntagsheimspiel am dritten Advent (15.12., Spielbeginn 17.00 Uhr) ist zugleich das letzte Spiel des Jahres vor heimischer Kulisse. Tickets für dieses wie auch alle anderen Heimspiele von Lok Bernau sind online im Ticketshop unter www.ssv-lok-bernau.de/tickets erhältlich.
Lok Bernau: Dan Oppland (22 P, 11 Reb), Abi Kameric (13 P, 5 Reb, 5 Steals), Alexander Blessig (11 P, 4 Ass), Nolan Adekunle (9 P), Evans Rapieque (6 P, 5 Ass), Konstantin Kovalev (6 P), Till Isemann (6 P), Ben Lingk (5 P), Till Hornscheidt (3 P)
Viertelstände: 17:20, 44:45, 58:65, 81:88