Basketball: Lok bucht das Ticket für die Play-offs

Legte bei seinem ersten Auftritt in diesem Jahr gleich ordentlich los: Franz Wagner erzielte im Spiel gegen die Itzehoe Eagles 18 Punkte für die Bernauer.
Ricardo SteinickeDie Basketballer des SSV Lok Bernau wahren ihre weiße Weste im Jahr 2019 und holen in der 2. Basketball-Bundesliga ProB den sechsten Sieg in Folge. Am Sonntag gewannen sie ihr Heimspiel gegen die Itzehoe Eagles mit 86:71 und sicherten sich damit vorzeitig einen Platz in den Play-offs.
Die rund 600 Zuschauer in der Bernauer Erich-Wünsch-Halle durften direkt im ersten Angriff den ersten Dreier von Lok-Kapitän Robert Kulawick bejubeln. Unter den Besuchern waren auch Albas Sportdirektor Himar Ojeda und Alba-Legende Matej Mamic, der am Wochenende auf Stippvisite in Berlin war.
Die Hausherren kontrollierten früh das Spiel. Quadir Welton und Bennet Hundt sorgten für eine schnelle 12:4-Führung (5. Minute). Doppellizenzspieler Franz Wagner fügte sich bei seinem ersten Einsatz in diesem Jahr für die Lok nahtlos ein und traf direkt seinen ersten Versuch vom Halbkreis. Itzehoe legte allerdings zum Viertelende zu und kämpfte sich über Stefan Schmidt und Flavio Stückemann sogar zu einem 18:17. Mit der Schlusssirene holte Wagner per Dreier die knappe Führung für die Gastgeber zurück.
Im zweiten Abschnitt kam die Lok-Offensive dann so richtig ins Rollen. Mannschaftlich geschlossen kratzten die Bernauer lange an einer zweistelligen Führung. Die Eagles wehrten sich bis Mitte des Viertels dagegen, ehe Robert Kulawick und Jonas Mattisseck zum 41:28 trafen (16.). Die Auszeit von Gästetrainer Patrick Elzie stoppte dann jedoch den Bernauer Lauf. Mit 46:32 ging es in die Pause.
Der Halbzeit-Kaffee in der Kabine schien allerdings eiskalt gewesen zu sein. Jedenfalls brauchte es fast vier Minuten und einen 8:0-Lauf der Itzehoer, ehe der Gastgeber nach dem Seitenwechsel aufwachte (48:41/24). Die Adler zeigten sich in dieser Phase von ihrer stärksten Seite und hatten den zweistelligen Rückstand mit einem weiteren Zwischenspurt quasi egalisiert (48:47/26.).
Bennet Hundt und Quinten Post sorgten dann den erhofften Weckruf. Ein 17:0-Lauf der beiden beendete das Aufbäumen der Gäste aus Schleswig-Holstein und holte das Momentum zurück auf die Seite der Barnimer (65:47/29.).
Im Schlussviertel hielten die Lok-Korbjäger die Eaglers dann kontrolliert auf Distanz, so dass am Ende keine unnötige Spannung mehr aufkam. Die Schlusspunkte zum 86:71-Heimsieg setzte Bennet Hundt von der Freiwurflinie. Er stach am Ende mit seinen 25 Punkten (davon fünf Dreier) heraus. Aber auch Franz Wagner (18 Punkte) und Quadir Welton (10 Punkte, 13 Rebounds) kamen auf eine zweistellige Ausbeute.
Die Bernauer verteidigen mit diesem Heimsieg ihren dritten Tabellenplatz in der ProB. Trainer René Schilling analysierte: „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen physischen Gegner. Wir hatten phasenweise einige Probleme, haben dann in den richtigen Momenten aber die Antwort gefunden. Dafür ein großes Lob an mein Team, das sich mit diesem Sieg die Teilnahme an den Play-offs verdient hat. Nun geht es für uns darum, uns auch den Heimvorteil, also einen Platz unter den besten vier Mannschaften zu sichern.“
Weiter geht es für die Bernauer Korbjäger am Sonnabend beim Tabellensechsten, den Iserlohn Kangaroos. Die waren lange Zeit sogar Spitzenreiter der Nord-staffel, konnten seit Dezember aber plötzlich nur noch in drei Heimspielen punkten. Entsprechend erwartet die Gäste in der Matthias-Grothe-Halle in Iserlohn sicherlich ein heiß umkämpftes Duell.