Debüt für Elias Rödl
Die Schützling um Lok-Coach René Schilling meldeten sich eine Woche nach der Niederlage in Oldenburg mit einem unerwartet hohen Heimsieg zurück. Dabei fehlten bei Bernau neben Malte Delow (BBL-Einsatz für Alba Berlin) auch Nolan Adekunle, Till Hornscheidt und Friedrich Feldrappe, die mit dem NBBL-Team von Alba zu einem internationalen Turnier in Israel waren. Dafür stand am Sonntag zum ersten Mal in dieser Saison Elias Rödl im Mannschaftskader der Bernauer.
Nikic lässt es krachen
Die Brandenburger Hausherren starteten konzentriert in die Partie. Die ersten Punkte verdienten sich Abi Kameric und Dan Oppland von der Freiwurflinie, ehe es Kresimir Nikic per Dunking krachen ließ und die Lok-Offensive Fahrt aufnehmen ließ. Schwelm kam dagegen nicht in Schwung und mühte sich um Anschluss. Bernau führte zur Mitte des ersten Viertels bereits mit 12:6. Lok schaffte es, die gefürchteten Offensivposten der Gäste zu kontrollieren. Auf der anderen Seite fanden die jungen Bernauer immer wieder den Weg zum Korb.
Eine stattliche 27:11-Führung zum Start ins zweite Viertel überraschte nicht nur das Schwelmer Team, sondern auch die über 560 Zuschauer in der Erich-Wünsch-Halle. Die peitschten ihr Team mit ihrer Stimmung weiter an und konnten nach je einem Dreier von Evans Rapieque und Lorenz Brenneke erstmals eine 20-Punkte-Führung bejubeln (33:13, 12. Minute). Der komfortable Vorsprung hielt auch bis zur Pause stand.
Der offensive Lauf der Gäste blieb auch nach dem Seitenwechsel aus. Stattdessen legten Konstantin Kovalev und Dan Oppland nach und erhöhten mit einem 7:0-Lauf auf 59:29. Bernau fand durch die Bank weg gute Antworten gegen die Schwelmer Angriffsbemühungen, die immer mal ihre gefährlichen Offensivfähigkeiten aufblitzen ließen. David Knudsen (14 Punkte) führte das Schwelmer Team an.
Keine ernsthafte Gefahr
Ernsthaft gefährden konnten die Westfalen den Bernauer Sieg auch im Schlussabschnitt nicht mehr. Lok Bernau verteidigte mit dem 91:69 gegen die Baskets Schwelm weiter die weiße Heimspiel-Weste in der Erich-Wünsch-Halle. Nach fünf Spielen liegt Bernau in der Tabelle der ProB Nord auf dem vierten Platz hinter dem punktgleichen Trio Sandersdorf, Schwelm und Münster.
Duell der Alba-Söhne
Das Duell gegen Schwelm war auch erstmals ein Söhneduell der beiden Alba-Legenden Henrik Rödl und Wendell Alexis. Seit dem Sommer spielt Anell Alexis (28) für die Schwelmer Baskets. Elias Rödl (17) hatte wegen einer Verletzung den Großteil der Saisonvorbereitung verpasst, zeigte zum Einstand aber direkt eine gute Leistung. Beide kamen am Ende auf jeweils fünf Punkte.
Lok-Coach René Schiling: "Es lief von Beginn an im Spiel viel in unsere Richtung. Wir haben gut getroffen, den Ball gut verteilt – eine nahezu perfekte erste Halbzeit gespielt. Das macht es dann auch schwierig, uns zu verteidigen. Auch in der zweiten Hälfte hatten wir immer die richtigen Antworten. Ich bin sehr zufrieden und stolz auf mein Team."
Hamburg und TKS 49ers warten
Baskets-Trainer Falk Möller: "Das war ein in der Höhe verdienter Sieg für Bernau. Unser Gameplan ist überhaupt nicht aufgegangen. Wir wollten aggressiv sein und den Korb attackieren. In der ersten Halbzeit haben wir aber schlecht getroffen. Bernau hat es dagegen herausragend gemacht."
An den nächsten beiden Wochenenden sind die Bernauer auswärts gefordert. Sonntag geht es nach Hamburg zum SC Rist Wedel, danach warten die TKS 49ers in Kleinmachnow.
Bernau: Dan Oppland (19 Punkte, 7 Rebounds), Abi Kameric (16 P, 6 Reb, 4 Assists), Lorenz Brennke (12 P, 5 Reb, 3 Ass), Alexander Blessig (11 P, 4 Ass), Kresimir Nikic (10 P, 6 Reb, 6 Ass), Evans Rapieque (9 P), Konstanin Kovalev (6 P), Elias Rödl (5 P), Ben Lingk (2 P), Alexander Rosenthal (1 P)