Basketball
: Offensive Youngster zu Gast

Lok Bernau empfängt am Sonntag die Baskets Juniors Oldenburg in der Erich-Wünsch-Halle. Beide Mannschaften haben in diesem Jahr bislang alle Spiele gewonnen.
Von
Ricardo Steinicke
Bernau
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Trifft gegen Oldenburg alte Bekannte: Till Isemann von Lok Bernau

Ricardo Steinicke

Mit den Baskets Juniors Oldenburg kommt für die Brandenburger Korbjäger seit Jahresbeginn nach Stahnsdorf und Iserlohn der dritte Gegner aus dem unteren Tabellendrittel der ProB-Nord­staffel. Oldenburg ist momentan mit sechs Siegen Zehnter der Tabelle und steht auf einem Play-down-Platz, hat aber nur noch einen Sieg Rückstand auf die Play-off-Plätze. Vor allem durch einen guten Auftakt ins neue Jahr mit zwei Siegen gegen die besser platzierten Teams aus Münster (6.) und Itzehoe (2.) haben die Norddeutschen im Kampf um die Play-offs zuletzt viel Boden gutmachen können.

Auswärts überzeugt

Lok Bernau ist ebenfalls mit zwei Erfolgen gut aus der Weihnachtspause gekommen und konnte am letzten Wochenende beim Auswärtssieg in Iserlohn überzeugen. „In einer schwierigen Situation mit drei kurzfristigen Ausfällen haben wir das Maximum herausgeholt und uns zu einem knappen Auswärtssieg gekämpft“, zeigte sich Lok-Coach René Schilling zufrieden. Allen voran hatte Till Hornscheidt (16 Punkte) viel Verantwortung übernommen und mit einer persönlichen Bestleistung geglänzt.

Dieses Maximum müssen die Bernauer wohl auch im Heimspiel am Sonntag abrufen, um gegen das Nachwuchsteam von Bundesligist EWE Baskets Oldenburg bestehen zu können. Das Hinspiel im Oktober ging für die Brandenburger mit 68:77 verloren. Nach einem guten Start in das Spiel, hatte das Lok-Team völlig den Rhythmus und die Kontrolle verloren. Im Vergleich zum Hinspiel hat Oldenburg beim Kader kräftig nachjustiert und sich verstärkt. Zum einen wurde Big-Man Marcel Keeßen aus dem Bundesligakader der EWE Baskets mit einer Doppellizenz ausgestattet und auch auf der US-Position fand ein Austausch statt. Myles Stephens gehörte auf Anhieb neben Marcel Keeßen und Robert Drijencic zu den drei Topscorern des Teams. Im Schnitt sammelt das Trio jeweils fast 20 Punkte pro Spiel. Aber auch die anderen jungen talentierten Spieler wie Jacob Hollatz, Hendrik Drescher oder Maksim Gorbachov sind in der Lage, zweistellig zu punkten.

Für zwei Akteure wird es am Sonntag sicherlich ein besonderes Spiel. Hendrik Drescher (Oldenburg) und Till Isemann (Bernau) treffen jeweils auf ihre ehemaligen Mannschaftskollegen. Drescher stand im letzten Jahr noch im Bernauer Kader, zog sich 2018 zu Saisonbeginn allerdings einen Kreuzbandriss zu. In Oldenburg hat der Berliner nach erfolgreicher Reha auf dem Feld sein Comeback gestartet. Der aus Oldenburg stammende Isemann durchlief die Jugendteams der Baskets. Er schaffte es sogar bis in den Profikader der Oldenburger, kam dort aber nicht mehr zum Einsatz. Seit Ende Oktober steht der 23-Jährige in Diensten von Lok Bernau.

Blessig wieder im Training

Nach seinem Ausfall am Wochenende konnte zumindest Alexander Blessig in dieser Woche schon wieder ins Training einsteigen. Die Einsätze von Abi Kameric und Konstantin Kovalev entscheiden sich erst zum Wochenende hin. Darüberhinaus fehlen die beiden Alba-Youngster Evans Rapieque und Nolan Adekunle, die am Freitag und Samstag mit Alba Berlin beim EuroLeague U-18-Turnier ANGT in München antreten.

Lok-Coach René Schilling sagte vor dem Sonntagsspiel: „Wie in den beiden vorherigen Spielen, treffen wir auch diesmal auf einen Gegner, der den Sieg und die Punkte für die Playoffs dringend braucht. Wir können uns in der Defensive nicht nur auf einen oder zwei Spieler konzentrieren. Oldenburg ist ein offensiv stark besetztes Team. Keeßen, Drijencic und auch Stephens sind überragende Spieler in der ProB. Ich hoffe deshalb, dass möglichst alle Spieler bei uns wieder fit werden.“

Das Heimspiel beginnt am Sonntag um 17 Uhr in der Erich-Wünsch-Halle (Heinersdorfer Straße 52, Bernau). Tickets für dieses wie auch alle anderen Heimspiele von Lok Bernau sind online im Ticketshop unter www.ssv-lok-bernau.de/tickets erhältlich.

2. Bundesliga ProB Nord

1. Schwelmer Baskets 11 4   1253:1213    22

2. SC Itzehoe 10 5   1240:1177    20

3. SSV Lok Bernau 9 6   1190:1128    18

4. BSW Sixers Bitterfeld 9 6   1253:1191    18

5. VfL AstroStars Bochum 9 6   1192:1185    18

6. UBC Münster 8 7   1142:1107    16

7. SC Rist Wedel 8 7   1120:1121    16

8. Dresden Titans 7 8   1218:1203    14

9. Oldenburger TB 6 9   1161:1188    12

10. ART Düsseldorf 5 10   1182:1269    10

11. Iserlohn Kangaroos 5 10   1174:1201    10

12. RSVE Stahnsdorf 3 12   1136:1278     6