Basketball
: Zweitbeste Offensive trifft auf abwehrstarke Talentschmiede

Bernaus ProB-Basketballer empfangen zum Auftakt der Play-offs die OrangeAcademy Ulm. Als Zweite der Nordstaffel haben sie sich das Heimrecht gesichert.
Von
Ricardo Steinicke
Bernau
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Ruhiges Händchen: der Bernauer Franz Wagner

Ricardo Steinicke

Der SSV Lok Bernau startet am Sonnabend in die Play-offs der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProB. Im Achtelfinale kommt es für die Bernauer zum Duell gegen den Tabellensiebten der Südstaffel OrangeAcademy – die Talentschmiede von ratiopharm Ulm (BBL). Dabei trifft die aktuell beste Defensive (Ulm) auf die zweitbeste Offensive (Bernau) der gesamten Liga. Los geht es mit einem Heimspiel am Sonnabend um 19 Uhr in der Erich-Wünsch-Halle (Heinersdorfer Straße 52, Bernau).

Mit ihrem zweiten Tabellenplatz in der Nordstaffel der ProB haben sich die Bernauer Basketballer das Heimrecht in den Play-offs gesichert. Im Achtelfinale wird dieser Trumpf nun das erste Mal gespielt. Gegner ist die OrangeAcademy Ulm, die am Sonnabend zum Duell in die Hussitenstadt reist. Gespielt wird im Modus „Best of Three“: Wer zuerst zwei Siege hat, zieht in die nächste Runde. Maximal gibt es drei Spiele. Aufgrund des Heimrechts beginnt Lok Bernau mit einem Heimspiel und kann auch bei einem möglichen dritten Spiel vor eigenem Publikum auflaufen. Für den Verlierer ist die Saison nach dem Aus in den Play-offs beendet.

Der Gegner im Achtelfinale ist die OrangeAcademy – das Nachwuchsteam von Bundesligist ratiopharm Ulm, das sich pünktlich zu den Playoffs in Form gespielt hat. Fünf Siege aus den letzten sieben Spielen stehen zu Buche, darunter zwar eine Niederlage gegen den unangefochtenen Tabellenersten der Südstaffel Leverkusen. Aber eben auch ein Sieg gegen den ehemaligen Zweiten Schwenningen. Nur die schmerzliche Niederlage letzte Woche gegen Köln hat Ulm eine bessere Platzierung gekostet.Wie man sich erfolgreich durch alle Instanzen der Playoffs kämpft hat Ulm vor zwei Jahren bewiesen. Damals noch als Weißenhorn Youngstars haben sie nicht nur die Meisterschaft in der ProB gewonnen, sondern in der letzten Saison mutig das Abenteuer ProA gewagt – mit dem jüngsten Team der Liga. Zum Klassenerhalt hatte es nicht gereicht. In diesem Jahr geht die schwäbische Talentschmiede wieder eine Etage tiefer an den Start.Die Mannschaft von Trainer Daniel Jansson ist ähnlich zusammengestellt wie das Bernauer Team. Neben vielen jungen Talenten gibt es erfahrene und routinierte Spieler, die das Team zusammenhalten.

Die meisten Spieler bei Ulm sind kaum älter als 20 Jahre. Nils Mittmann sticht da mit seinen 39 Jahren heraus. Als er seine Bundesligakarriere 1998 in Braunschweig begann, waren die meisten seiner jungen Teamkollegen noch nicht einmal geboren. Der Kapitän übernimmt dabei gern auch selbst noch das Ruder und ist auffälligster Distanzschütze (9,6 Punkte, 43 Prozent 3er). Topscorer ist der 21-jährige Till Pape (13,1 Punkte). Daneben gelten die Schwaben als starke Defensivmannschaft, „die aber auch sehr diszipliniert in der Offensive agiert“, weiß Lok-Coach René Schilling über den Playoff-Gegner zu berichten. „Da müssen wir gute Lösungen auf dem Feld finden. Ulm ist definitiv ein schwerer Gegner, wobei es in den Play-offs wohl kaum ein leichtes Spiel gibt. Wichtig wird sein, dass wir fokussiert in das erste Spiel der Serie kommen.“

Lok Bernau lädt für Sonnabend alle Schiedsrichter, Trainer und Co-Trainer des Vereins zum ersten Playoff-Spiel ein. „Wir bedanken uns auf diesem Weg für Euer großes Engagement mit jeweils einer Freikarte. Ohne Euch könnten wir unsere hohen Ziele im Training und Spielbetrieb nicht erreichen“, so Vorstandsmitglied und Teammanager Christian Leschke.