Bauen in Wandlitz
: Große Gerüstbaufirma ist insolvent

Die Firma Building Partners Group aus Wandlitz hat Insolvenz angemeldet. Was bedeutet das für die Mitarbeiter?
Von
Britta Gallrein
Wandlitz
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Wohnungsbau in Sachsen-Anhalt: ARCHIV - 02.02.2022, Sachsen-Anhalt, Magdeburg: Ein von einem Baugerüst eingeschaltes Wohnhochhaus im Norden von Magdeburg. (zu dpa: «In Sachsen-Anhalt werden kaum neue Wohngebäude gebaut») Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mit dem Aufstellen solcher Baugerüste (Symbolbild) verdiente die BPG-Gruppe ihr Geld. Die Firma mit Sitz in Wandlitz meldete nun Insolvenz an.

Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Sie haben an vielen großen, prestigeträchtigen Bauvorhaben mitgewirkt. Doch nun muss die „Building Partners Group“ (BPG) mit Sitz in Wandlitz Insolvenz anmelden. In Brandenburg hatte die Firma 70 Mitarbeiter.

Die BPG ist eine der größten Gerüstbaufirmen in Deutschland. Gegenüber dem rbb bestätigte ein Sprecher der Rechtsanwaltskanzlei Flöther und Wissing aus Halle, dass sie als Insolvenzverwalter vom Potsdamer Amtsgericht eingesetzt wurden. Die Arbeit der Firma solle erst einmal weitergeführt werden.

Löhne und Gehälter für drei Monate sicher

Das bundesweit tätige Unternehmen, zu dem sieben Tochtergesellschaften gehören, war an großen Bauprojekten beteiligt. Unter anderem stellte die BPG die Baugerüste für das Schloss Neuschwanstein in Bayern und das Berliner Pergamonmuseum auf und war an der Sanierung der Deutschen Staatsoper beteiligt. Insgesamt beschäftigte das Unternehmen 420 Mitarbeiter. Ihre Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld für die nächsten drei Monate gesichert.

Krise in der Baubranche Grund für die Pleite

Für die Mitarbeiter könnte es weiter gehen. Der Insolvenzverwalter will sich laut Informationen der BI Medien nun auf die Suche nach einem Investor begeben. Es hätten sich bereits Interessenten gemeldet. Für eine Sanierung des Unternehmens stünden die Chancen gut, da die BPG-Gruppe aus modernen, leistungsfähigen Unternehmen mit erstklassigen Referenzen bestehe.

Das Unternehmen selbst hatte die Krise in der Bauwirtschaft als Gründe für seine Zahlungsschwierigkeiten angegeben. Das erklärte auch Insolvenzverwalter Flöter gegenüber BI Medien. Weil viele Branchenunternehmen selbst finanziell unter Druck seien, würden auch Zahlungsziele zunehmen nicht eingehalten.