Betreuung
: „Querfeldein“ für den Nachwuchs

Eine privat finanzierte Kindertagesstätte mit insgesamt 72 Plätzen ist am Freitag in Werneuchen eröffnet worden. Die City Haus Immobilien GmbH investierte rund zwei Millionen Euro.
Von
Kai-Uwe Krakau
Werneuchen
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Schönes Symbol: Im Garten der neuen Kindertagesstätte wurde mit tatkräftiger Unterstützung der Mädchen und Jungen eine Trauerweide gepflanzt.

Sergej Scheibe

Nach dreizehnmonatiger Bauzeit ist am Freitag die Kindertagesstätte "Querfeldein“ in Werneuchen mit einer kleinen Feier eröffnet worden. Die Einrichtung an der Landsberger Straße mit insgesamt 72 Plätzen wurde privat finanziert. Die City Haus Immobilien GmbH mit Geschäftsführer Michael Gall investierte insgesamt zwei Millionen Euro in das Projekt. Betreiber ist die Querfeldein Kita &Weiterbildung gGmbH.

Bürgermeister Burkhard Horn, der auch ein paar Spielsachen für die Mädchen und Jungen mitgebracht hatte, dankte in seiner kurzen Rede dem Investor für sein unternehmerisches Engagement. Michael Gall habe einen „großen Beitrag zur Versorgung der Stadt mit Kita–Plätzen“ geleistet, so der Linken–Politiker. Es habe zwar ein paar Probleme mit den Finanzen gegeben, dafür konnten aber letztlich konstruktive und zeitnahe Lösungen gefunden werden. Er wünschte der Einrichtung "zufriedene Eltern und den Kindern viel Spaß“. Die Stadt Werneuchen beteiligte sich an den Kosten der Kita mit 150 000 Euro. Mit dem Geld wurde der Spielplatz gestaltet und das Haus ausgestattet. Darüber hinaus hatte die Kommune das Grundstück am Ende der Landsberger Straße an den Investor verkauft.

Horn kündigte zugleich den Bau einer weiteren Betreuungseinrichtung in Werneuchen an. Der Aufsichtsrat der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft habe in dieser Woche grünes Licht für ein entsprechendes Projekt gegeben. Die Kindertagesstätte soll demnach in einem Wohn– und Geschäftshaus an der Freienwalder Straße 15 entstehen. Mit dem Baustart rechnet Horn für 2020, die Fertigstellung könnte dann im darauffolgenden Jahr sein. „Ich hoffe, wir haben dann in diesem Bereich etwas Ruhe“, so der Werneuchener Bürgermeister. Die entsprechenden personellen und finanziellen Kapazitäten benötige man für die Grundschule.

Wie Horn der Märkischen Oderzeitung sagte, gibt es gegenwärtig in der Stadt keine Wartelisten für Kita–Plätze. „Zu Jahresbeginn hat es noch rund 40 Bewerber gegeben“, so der Verwaltungsleiter. Der Stau habe sich aber inzwischen aufgelöst. "Wir können auch nicht so ganz nachvollziehen, wohin die Eltern mit ihren Kindern gegangen sind“.

Die Idee für die Kita sei im Jahr 2016 in einem Gespräch mit Bürgermeister Horn und dem City Haus–Chef entstanden, berichtete „Querfeldein“-Geschäftsführer Hannes Dyck. Die Bauphase sei eine „sehr schöne Zeit“ gewesen, alle seien mit Herzblut dabei gewesen. Für die Mitarbeiter der Baufirmen werde es deshalb noch ein Extra–Feier geben — auch mit einem Bier.

Keine pädagogischen Dogmen

Zur Eröffnung waren zahlreiche Eltern mit ihren Kindern gekommen. Im Garten wurde eine Trauerweide gepflanzt und alle Mitarbeiter stellten sich kurz vor. Nach einem Tänzchen mit den Mädchen und Jungen konnten die Räume besichtigt werden.

Bis zum Jahresende sollen 43 der insgesamt 72 Plätze belegt sein. „Wir fangen langsam an“, so Geschäftsführer Dyck. Es gebe aber auch schon Anmeldungen für das nächste Jahr. Derzeit gibt es 14 Mitarbeiter, darunter sieben Erzieher. Die Zahl könne sich aber in den kommenden Monaten noch erhöhen.

Auf Dogmen wollen Dyck und seine Geschäftspartnerin Astrid Rekowski beim Konzept für die Tagesstätte völlig verzichten. „Wir werden bei unserer Arbeit verschiedene pädagogische Schulen berücksichtigen und uns das Beste heraussuchen“, heißt es von den beiden ausgebildeten Er­ziehern.