Betrug in Wandlitz
: Rentnerin aus Basdorf verliert mehr als 100.000 Euro

Eine Seniorin aus Basdorf ist von dreisten Betrügern um ihr Vermögen gebracht worden. So gingen die Täter vor.
Von
Tilman Trebs
Wandlitz
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Ältere Frau telefoniert: ARCHIV - 11.10.2019, Bayern, Würzburg: Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon. Die meisten betrügerischen Anrufe wie die sogenannten Enkeltricks und Schockanrufe stammen aus dem Ausland. (zu dpa: «Trickbetrug in Deggendorf - Täter erbeuten 80.000 Euro») Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Telefonbetrug: Vor allem ältere Menschen nehmen die Täter ins Visier. Nun hat es eine Seniorin aus Basdorf getroffen. Sie hat sehr viel Geld verloren (Symbolfoto).

Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Eine Seniorin aus Basdorf wurde von Betrügern um über 100.000 Euro gebracht.
  • Die Täter gaben sich seit März 2024 als Staatsanwalt aus und überredeten sie zu Überweisungen.
  • Die Polizei rät, keine Geldgeschäfte am Telefon abzuwickeln und sich an Angehörige oder die Polizei zu wenden.
  • Ein Strafverfahren gegen den Betrüger wurde eingeleitet.
  • Betroffene sollen sich bei Unsicherheit sofort Hilfe holen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bitteres Ende eines dreisten Kriminalfalls in Wandlitz: Eine Rentnerin aus Basdorf ist einer Betrugsmasche zum Opfer gefallen und hat ihr erspartes Geld verloren. Die Betrüger nahmen sich dabei viel Zeit, um das Vermögen der Frau zu plündern.

Der Polizei ist der Fall erst am Donnerstag, 16. Januar, bekannt geworden. Zum Opfer wurde die Rentnerin, zu deren Alter es keine näheren Angaben gab, aber schon viel früher.

Angeblicher Staatsanwalt entpuppt sich als Betrüger

Nach Angaben der Polizeidirektion in Frankfurt (Oder) hatte die Seniorin bereits seit März 2024 immer wieder Anrufe von einem bislang unbekannten Mann erhalten, „der sich als Staatsanwalt mit gefälligem Allerweltsnamen zu erkennen gab“, wie es im Polizeibericht heißt.

Er habe der Frau vorgetäuscht, so die Polizei, dass Kriminelle unter dem Namen der Frau eine Firma in Großbritannien gegründet hätten. Um Schaden von sich abzuwenden, müsse die Frau sich aus der Sache „freikaufen“. So überwies die Frau mehrfach Gelder an ein im europäischen Ausland befindliches Konto. „Ihr war dabei ein Schaden im sechsstelligen Bereich entstanden“, heißt es im Bericht. Auf Nachfrage präzisierte ein Polizeisprecher, dass es sich um etwas mehr als 100.000 Euro gehandelt habe. Eine konkretere Summe wurde nicht genannt. Die Polizei hat nun ein Strafverfahren gegen den angeblichen Staatsanwalt eingeleitet.

Das rät die Polizei

Die Polizei rät dringend davon ab, Geldgeschäfte mit Unbekannten am Telefon abzuwickeln. Vor allem sollten keine Überweisungen an Unbekannte getätigt werden. „Wer sich unsicher ist, kann sich an vertraute Personen, zum Beispiel an Angehörige wenden und die Situation schildern“, so Polizeisprecher Roland Kamenz. Wer vermutet, Opfer einer Straftat zu werden, kann sich auch direkt an die Polizei wenden.