Bienen
: Panketal sagt Bienensterben den Kampf an

Gemeinde Panketal strebt eine Verbesserung des Artenschutzes im Hinblick auf die Auswirkungen des Klimawandels an.
Von
Andrea Linne
Panketal
Jetzt in der App anhören

Symbolfoto

Mandy Timm

So werde eine Verbesserung des Artenschutzes, heißt es, im Hinblick auf die Auswirkungen des Klimawandels zur Aufgabe der gemeindlichen Arbeit. Wissensaustausch zu befördern, das wollen die einzelnen Gemeinde–Fraktionen in eigenen Projekten anschieben. Die Gemeinde wurde jetzt außerdem Mitglied im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“, einem bundesweit agierenden Vereinsnetzwerk, das im Osten noch rar gesät ist.

Während der Ortsteil Schwanebeck mit der Aufnahme als Mitglied im Regionalpark Barnimer Feldmark eingebunden ist, gehört Zepernick zum Naturpark Barnim. Panketal, so die Verwaltung, gehöre damit zu einem regionalen Netzwerk der Umlandgemeinden. Doch auch eigene Akzente setzt die 21 000 Einwohner zählende Gemeinde. So dürfen keine Unkrautvernichter wie Glyphosat oder Neoikotinide eingesetzt werden. Das Thema Bienenschutz werde gemeinsam mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Stiftung Bienenwald angegangen.

Als erste Idee entstanden im Vorjahr Bienenwiesen, zum Beispiel am Rathaus vor der Fensterfront zur Bibliothek, aber auch am Loecknitzkreisel. Weitere Flächen sind mit dem Goethepark und Hobrechtsweg in den Fokus gerückt. Entlang des Regenrückhaltebeckens Regerstraße dürfen Bienen bald zur Rast einkehren. Die Mahd gemeindeeigener Flächen und des Straßenbegleitgrüns soll so verschoben werden, dass diese ihre volle Blüte ausleben dürfen. Bienen und Insekten können sich an reich gedeckten Tischen bedienen. Spezielle Schilder weisen auf Insektenweiden hin. Der Bauhof stellt diese in diesem Jahr an geeigneten Standorten auf.

Auf dem ungenutzten Grundstück an der Hannah–Ahrendt–Straße 20 sollen Bienenvölker einkehren. Örtliche Imker dürfen sich an die Gemeinde wenden, wenn sie weitere Flächen benötigen. Grün– und Freiflächen, heißt es, sollen naturnah gestaltet werden. Bodenlebewesen dürfen sich entwickeln. Auch die Humusbildung wird unterstützt. Vögel von Zaunkönig bis Rotkehlchen, kleine Säuger wie Igel und Reptilien sowie Wildbienen finden Lebensräume in Benjeshecken wie im Birkenwäldchen.

Barnim

Alles Wichtige aus dem Landkreis Barnim.

Um auch private Besitzer zu animieren, mehr für die Biodiversität der Natur zu tun, wurde ein Leitfaden zur naturnahen Grüngestaltung entwickelt, der im Rathaus ausliegt.

www.stiftung–bienenwald.de