Corona: Ärztin aus Immanuel-Klinik Bernau wird TV-Star in Japan
Zu verdanken ist dies Maki Okamoto, die seit Juli 2019 als Assistenzärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kardiologie in Bernau tätig ist. Die junge Ärztin hatte sich in einem Blog zur aktuellen Lage mit dem Corona-Virus in Deutschland geäußert und mahnte ihre Landsmänner und -frauen, sich weiterhin zuhause aufzuhalten und keine Angst vor dem Lockdown zu haben.
Alles über das Coronavirus und seine Folgen für Brandenburg und Berlin in unserem Corona-Blog.
„Japan befand sich zu dieser Zeit an einem Wendepunkt, das Virus ist dort ja viel früher ausgebrochen“, sagt Maki Okamoto. Bis Mitte März gab es etwa 1600 Infizierte in Japan, inzwischen sind es 6000 bis 7000. 160 Erkrankte sind an der Virusinfektion gestorben. Das Problem in Japan war, dass es vergleichsweise wenige Corona-Tests und weniger gut vorbereitete Krankenhäuser gab. Insgesamt stehen in dem Land 6500 intensivmedizinische Betten zur Verfügung, und zwar für sämtliche Belange der Intensivmedizin. „Die Dunkelziffer der Erkrankten in Japan fällt womöglich viel höher aus. Hinzu kommt, dass nur manche Krankenhäuser die Erkrankten behandeln können. Oft müssen die Notärzte mehrere Krankenhäuser anrufen, bevor ein Corona-Patient eingeliefert werden kann“, so Maki Okamoto.
Weniger Homeoffice und Homeschooling
Homeoffice und Homeschooling sind zwar eine Möglichkeit, der Ausbreitung von Corona vorzubeugen, jedoch sind sie nicht so verbreitet wie in Deutschland, weshalb viele Menschen doch noch ins Büro gehen und die Ansteckung so weiter vorantreiben.
„Die Menschen haben schlichtweg Angst und fragen sich, wie Deutschland es schafft, die Sterberate gering zu halten und wie unsere Krankenhäuser das schaffen. Über diese Dinge sollte ich im Fernsehen aufklären“, berichtet Maki Okamoto.
Die Aufnahmen im Fernsehen zeigen leere Wartebereiche, Schutzwände an der Rezeption, Temperaturmessen am Eingang – alles wichtige Mittel im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus. Inzwischen hat auch ein japanisches Ärzteblatt darüber berichtet.
Maki Okamotos Blogbeitrag haben aktuell etwa 20 000 Menschen gelesen. Sie erhält viel positive Resonanz auf den Beitrag im japanischen Frühstücksfernsehen und „die Bilder vom Immanuel Klinikum Bernau kennen inzwischen sehr viele Menschen in Japan“, erzählt sie.
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