Diebstahl im Barnim: Autodiebe unterwegs – wie man das eigene Fahrzeug schützen kann

Im gesamten Barnim kommt es aktuell vermehrt zu Autodiebstählen. Doch es gibt Mittel und Wege, das eigene Fahrzeug davor zu schützen. (Symbolbild)
Axel Heimken/dpa- Vermehrte Autodiebstähle im Barnim; Polizei gibt Tipps zum Schutz.
- Mechanische Sicherungen wie Lenkradkrallen und technische Maßnahmen werden empfohlen.
- Funksignale der Autoschlüssel abschirmen und GPS-Tracker nutzen.
- Autos an belebten Orten oder in Garagen parken, Fenster und Türen immer schließen.
- Wachsamkeit und Polizei informieren bei verdächtigen Beobachtungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dass die dunkle Jahreszeit, also der Winter, die Lieblingszeit von Haus- und Wohnungseinbrechern ist, dürfte inzwischen weitestgehend bekannt sein. Im Schutz der frühabendlichen Dunkelheit lässt es sich einfach viel ungestörter an Fenstern, Balkon- oder Terrassentüren herumprobieren. Doch in letzter Zeit haben es die Kriminellen im Barnim noch auf andere abschließbare Objekte abgesehen: Fahrzeuge. Diesem Trend will die Polizei jetzt mit Tipps zum Diebstahlschutz entgegenwirken.
Allein in den vergangenen zwei Wochen informierte die Polizei über zahlreiche Fahrzeugdiebstähle und über gestohlene Taschen, Rucksäcke und andere persönliche Gegenstände, die sich zuvor in einem Auto befunden hatten. So kam es in diesem Zeitraum in Biesenthal, Wandlitz, Werneuchen und Ahrensfelde zu Vorfällen dieser Art, Bernau und Eberswalde waren sogar mehrfach betroffen.
Polizei im Barnim gibt Tipps zum Diebstahlschutz von Autos
Glück im Unglück hatten dagegen zwei Fahrzeugbesitzer in Biesenthal und Panketal: Ihre Autos waren so gut gegen Diebstahl gesichert, dass die Täter ihr Vorhaben alsbald aufgaben. Und genau daran möchte die Polizeiinspektion Barnim anknüpfen. Denn laut Dajana Rex-Thon, der Leiterin der Abteilung Prävention, gebe es einige Mittel und Wege, um das eigene Fahrzeug vor Diebstahl zu schützen. „Da Autos in der Regel viel Geld wert sind, sollte jeder Halter sein Möglichstes tun, um die Wegnahme so gut es geht zu erschweren“, sagt sie.
Konkret könne man an drei Stellschrauben drehen, um die Sicherheit geparkter Autos zu erhöhen: beim mechanischen und technischen Schutz sowie der Ortung. „Es gibt dabei viele verschiedene Möglichkeiten“, zeigt Rex-Thon auf.
Verschiedene Möglichkeiten, um Fahrzeuge zu sichern
Beim mechanischen Schutz empfiehlt sie zunächst, immer das Lenkradschloss einrasten zu lassen und das Auto zusätzlich mit weiteren mechanischen Sicherungen zu schützen. „Da wären zum Beispiel eine Lenkradkralle oder eine Parkkralle zu nennen“, so die Abteilungsleiterin der Polizei. „Außerdem gibt es noch eine Gangschaltungssperre, eine Lenksäulensperre und ein Felgenschloss, zählt sie auf.“
Beim technischen Schutz geht es darum, zu verhindern, dass die Funksignale von Fahrzeugschlüsseln abgefangen werden. Dajana Rex-Thon rät deswegen, den Zugang zur On-Board-Diagnose-Buchse mit einem Schloss zu versperren. Bei diesem Zugang handelt es sich um eine Schnittstelle zwischen Fahrzeugen und externen Diagnosegeräten, mit denen Fahrzeugdaten ausgelesen werden können. „Diebe können damit zum Beispiel Wegfahrsperren ausprogrammieren“, sagt die Polizistin.
Diebe können Funkwellen von Autoschlüsseln auffangen
Außerdem sollten die Autoschlüssel in der Wohnung separat und nicht am Schlüsselbrett oder im Flur und nicht in der Nähe der Haus- oder Wohnungstür verwahrt werden, heißt es aus der Präventionsstelle. „Professionelle Kfz-Diebe können die Funkwellen des Schlüssels mit spezieller Technik auffangen und Fahrzeuge damit bedienen“, so die Erklärung dafür. Aus demselben Grund sollte versucht werden, das Funksignal des Schlüssels durch geeignete Maßnahmen (zum Beispiel Aluminiumhüllen) abzuschirmen. „Es lohnt sich zudem darüber nachzudenken, ein eventuell vorhandenes Keyless-Komfortsystem zu deaktivieren“, so Rex-Thon.
Sie rät des Weiteren dazu, eine GPS-Ortung im Auto nachzurüsten, falls diese nicht vorhanden sein sollte, oder einen mobilen GPS-Tracker ins Auto zu legen. So könne das Fahrzeug im Falle eines Diebstahls schneller gefunden und dem rechtmäßigen Besitzer wieder zurückgegeben werden.
Polizei empfiehlt, das Auto an belebten Orten zu parken
Das ist aber natürlich noch längst nicht alles, sagt die Chefin der Präventions-Abteilung. „Schon so einfache Dinge, wie die Wahl des Abstellortes, können Diebe bereits abschrecken. Also, wenn möglich, sollten Autos in einer abschließbaren Garage oder an belebten und gut beleuchteten Straßen geparkt werden.“ Fenster, Türen und Schiebedächer sollten zudem immer geschlossen werden. Auch nur beim kurzen Verlassen des Fahrzeugs.
Rex-Thon appelliert darüber hinaus an die gesteigerte Aufmerksamkeit aller Bürgerinnen und Bürger. „Bleiben Sie wachsam für die Dinge, die um Sie herum geschehen und schärfen Sie Ihren Sinn für das Wesentliche“, wird sie deutlich. „Achten Sie auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge, die mehrfach langsam durch ihr Wohngebiet fahren oder laufen. Wenn Sie so etwas sehen: Informieren Sie die Polizei.“
Und ganz wichtig: „Der Ersatzschlüssel sollte nie am oder im Fahrzeug versteckt werden. Diebe kennen alle Verstecke. Kommt es dann zu einem Diebstahl des Autos, sind Versicherungen nicht leistungspflichtig.“




