Energiewende: Deutschlands größter Solarpark in Werneuchen speist Strom ins Netz ein

Die ersten Kilowattstunden fließen vom EnBW-Solarpark Weesow-Willmersdorf bei Werneuchen (Barnim, Land Brandenburg) ins Stromnetz.
Foto: Paul Langrock/EnBWNach Betreiberangaben Deutschlands größter Solarpark bei Werneuchen (Landkreis Barnim, Brandenburg) geht ab sofort ans Netz. Der erste Strom fließt. Wie Betreiber EnBW mitteilt, nimmt der Solarpark mit 187 Megawatt nahe Berlin schrittweise den Betrieb auf. Demnach werden insgesamt 465.000 Solarmodule auf einer Fläche von 164 Hektar verbaut. Die Anlage befindet sich in der Gemarkung Weesow–Willmersdorf.
„Das ist ein wichtiger Meilenstein für unseren Solarpark — wie auch für die Erneuerbaren Energien insgesamt“, wird Thorsten Jörß, Leiter Projektentwicklung Photovoltaik bei der EnBW, in der Mitteilung zitiert.
Während an einem Ende des Parks die ersten Module und Wechselrichter schon in Betrieb genommen würden, werde am anderen Ende noch gebaut.
Die knapp 100.000 Pfosten für die Unterkonstruktion seien fast vollständig in den Boden eingebracht und etwa 70 Prozent der Module montiert, so EnBW mit Sitz in Stuttgart. Beide Umspannwerke, über die der im Solarpark erzeugte Strom in die 110–Kilovolt–Hochspannungsleitung eingespeist wird, seien betriebsbereit.
Solarpark–Zeitplan wegen Corona unter Druck
Ob der ursprüngliche Zeitplan eingehalten werden kann, ist jedoch ungewiss. „Wir haben viel geschafft und immer Lösungen für die Herausforderungen während der Corona–Pandemie gefunden, dennoch ist unser Zeitpuffer nahezu aufgebraucht“, wird wiederum Bauleiter Stefan Lederer zitiert. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, bis zum Jahresende den ganzen Solarpark ans Netz zu bringen.“ Jede weitere Verzögerung könne jedoch dazu führen, dass die letzten Solarmodule erst nach Neujahr in Betrieb genommen werden können.
EnBW investiert 100 Millionen Euro
Insgesamt 465.000 Solarmodule sind vorgesehen. Rund 100 Millionen Euro investiert die EnBW nach eigenen Angaben in das Projekt, das ohne staatliche Förderung realisiert werde und somit den Verbraucher nicht über eine EEG–Umlage belaste. Der Strom reicht demnach für 50.000 Haushalte. Damit würden zugleich jährlich etwa 129.000 Tonnen CO2 vermieden.
Zum Projekt gehören laut EnBW zahlreiche Maßnahmen für den Natur– und Artenschutz. So werde die gesamte Fläche auf und um den Solarpark zu einem artenreichen Grünland entwickelt. „Dieses bietet Lebensraum für viele Pflanzen– und Tierarten und fördert die Biodiversität“, so der Energiekonzern. Zusätzlich zur Begrünung der Flächen würden Sträucher und Bäume gepflanzt sowie Hecken angelegt.

