Entscheidung
: Verband Finowkanal auf dem Weg

Mit der Gründung eines Zweckverbandes soll die Region Finowkanal von Liebenwalde bis Oderberg nach vorn gebracht werden.
Von
Andrea Linne
Bernau
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Sehr beliebt: Paddeltouren auf dem Finowkanal, hier beim Durchfahren der Wolfswinkler Schleuse, fördern die touristische Entwicklung der Region.

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Liebenwalde, Wandlitz, Marienwerder, Eberswalde, Schorfheide, Liepe, Niederfinow und Oderberg dürfte es besonders freuen. Der Barnimer Kreistag entschied mit großer Mehrheit, einen Zweckverband Region Finowkanal zu gründen und eine Grundsatzvereinbarung mit dem Bund zur Übernahme der zwölf sanierungsbedürftigen Schleusen zu schließen. Damit soll die wassertouristische Entwicklung der Region gesichert werden.

Viele Verhandlungen seien noch nötig, so Landrat Daniel Kurth (SPd), vor allem zur Höhe der Kosten. Die Fördermittel, die der Bund dafür ausreichen möchte, soll der neu zu gründende Verband beanspruchen, der mit zehn Stimmen vom Landkreis Barnim und zehn von den Mitgliedskommunen paritätisch besetzt ist. Gebaut werden soll in zwei Etappen über zehn Jahre, so Kurth. Der Finowkanal werde damit zweimal zur Sackgasse. Angefangen werden soll aus Richtung Liebenwalde. Ziel sei die dauerhafte motorisierte Schiffbarkeit des Kanals samt Langem Trödel. „Wir müssen uns auf den Weg machen“, so Daniel Kurth.

Über die Fraktionen hinweg gab es Zustimmung, aber auch Zweifel. Die finanzielle Aufteilung folge dem Schlüssel der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) und sei allen Kommunen bekannt, binde aber auch erhebliche Mittel. Eine Finanzierungsvereinbarung soll erst geschlossen werden. Alle kommunalen Vertretungen müssen zustimmen.