Fußball
: Das Runde muss über das Eckige

Ahrensfelder gewinnen das erste Barnim-Masters in Basdorf
Von
Dirk Schaal
Basdorf
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Hoch das Bein: Julius Krause

Dirk Schaal

Fußballerische Technik ist dabei das A und O, da gibt es kein großes Taktieren, keine defensive Mauerstrategie hilft – der Ball muss möglichst platziert übers Netz. „Es ist mal eben etwas anderes. Wir warten einfach mal die Resonanz ab, ob wir das vielleicht sogar etablieren können“, sagte Turnierchef Marcus Bock. Doch kurz vorm Start musste er eine Hiobsbotschaft hinnehmen, Rüdnitz/Lobetal sagte ab.

So wurde kurzerhand umgeplant, im Spiel Jeder gegen Jeden wurde nun der Sieger gesucht. Schnell kristallisierte sich heraus, dass der Turniersieg nur über Team aus Ahrensfelde vergeben würde. "Trainiert haben wir nicht im Vorfeld, aber dann und wann haben wir uns schon ausprobiert“, verriet Alexander Kaatz. Zusammen mit Steven Knörnschild und Leandro Rodriguez Weber gewann er alle fünf Matches. Nicht nur wegen des Sieges können sich die Ahrensfelder gut vorstellen, einen regelmäßigen Spielbetrieb im Fußballtennis zu starten.

Den zweiten Platz belegte Basdorf 2. „Mir macht das richtig Spaß. Ich kann mir auch gut vorstellen, so etwas öfter zu spielen“, sagte Julius Krause vom Gastgeber. Nach zwei, drei Versuchen hatte er die Fallrückzieher so gut drauf, dass er dabei kaum noch zu bremsen war – mit durchschlagendem Erfolg.

Zum ersten Mal wagte sich das Wandlitzer Trio ans Netz. „Das macht schon Spaß. Man sieht richtig schöne technische Kabinettstückchen, die es auf normalen Hallenturnieren gar nicht mehr gibt“, sagte Eintracht-Torjäger Roman Schmidt. Im Team mit Felix Fritzsche und Dennis Plaumann zeigten sie gute Ansätze, die jedoch ausbaufähig sind. Zu Platz drei reichte es trotzdem.

Fortsetzung erwünscht

Nur als Duo war das Team Oberhavel angereist. Enrico Dünzel und Christian Eichelmann wollten in erster Linie ihren Spaß beim Fußballtennis, aber auch nicht Letzter werden. „Es ist eben mal etwas anderes als die üblichen Hallenturniere. Ich glaube sogar, dass es gerade für den Nachwuchs auch eine gute Technikschule ist. Insofern sollte vielleicht sogar mehr davon angeboten werden“, sagte Christian Eichelmann. Eine Fortsetzung mit regelmäßigen Turnieren können sich die beiden durchaus vorstellen, jedoch müssten dann alle Verpflichtungen im Spielbetrieb zusammenpassen.

„Auch der Hussiten-Cup in Bernau hat mal ganz klein angefangen. Warum sollten wir es nicht schaffen, dass dieses Turnier in Zukunft noch mehr Mannschaften und Zuschauer anlockt“, antwortete Marcus Bock mit Augenzwinkern auf die Frage nach einer Fortsetzung.